Ich beziehe es mal rein auf YouTube, da mir für die anderen SMs letztlich die Erfahrung fehlt.
Sowohl als Rezipient als auch als Creator ist Regelmäßigkeit für mich einer der wichtigsten Punkte überhaupt und hat auch viel mit "Verlässlichkeit" zu tun.
Als Consumer: Wenn ich jemanden entdecke, den ich gerne verfolge, dann möchte ich ja Content von ihm. Dabei ist oft gerade neuer Content besonders interessant. Ob dieser dann in Tages-, Wochen- oder Monatsintervallen von mir "erwartet" wird, hängt einfach total von der Nische an. Bei Auto-Dashcam-Kanälen "erwarte" ich unbewusst mindestens ein Video die Woche, bei aufwändigerem Animationscontent passt für mich einmal im Monat, bei Let's Plays ist 3-5 die Woche die untere Grenze. Noch wichtiger ist für mich aber, dass diese Intervalle auch wirklich eingehalten werden, besonders wenn sie kommuniziert werden. Sollten dauernd Pausen/Urlaube/Umstellungen auf dem Kanal vorkommen, verliere ich rasch das Interesse.
Ich habe gerade mal durchgesehen, mittlerweile habe ich fast keinen Kanal mehr abonniert, der nicht mindestens wöchentlich veröffentlicht.
Als Creator: Sehr ähnlich. Ich habe für mich die Erfahrung gemacht, dass Zuschauer insbesondere für die intensivere Bindung zu einem Creator "erwarten", dass dieser in einer für sich nachvollziehbaren Weise veröffentlicht. Ganz konkret auf mich bezogen: Wenn eine neue Realityserie erscheint, wird erwartet, die spätestens einige Tage später bei mir auf dem Kanal als Reaktion vorzufinden. Pausen ohne Videos habe ich daher seit meiner Professionalisierung 2020 keine mehr gemacht, mindestens alle 7 Tage (meistens deutlich engmaschiger) gab es ein längeres Video. Für mich galt dabei immer messbar: Mehr Videos=mehr Kanalaktivität=mehr Wachstum.
Fazit: Regelmäßigkeit kann für mich unterschiedlich lange Intervalle bedeuten, diese sollten aber verlässlich eingehalten werden und für Wachstum möglichst kurz sein.