Beiträge von ZapZockt

    angenommen ein Konkurrent rankt mit einem 10 min Video und retention=40% zu einem Keywoard auf Platz 1 und mein Video hätte eine Länge von 20 min und eine retention=30%. Würde YouTube mein Video dann höher ranken wenn die ctr beider Videos gleich ist oder meinst du, Channel authority, abonnentenzahlen etc spielen da auch mit rein?

    Ich bin mir recht sicher, dass CTR und Retention nur ein Teil der Gleichung sind, und da kommen viele andere Faktoren noch mit hinzu. Aber das genaue Rezept der "Ranking-Suppe" ist nicht bekannt, und wenn überhaupt wissen nur sehr wenige Ingenieure bei YT die Zusammensetzung. Das ist aber auch gut so, weil je mehr Infos dazu öffentlich werden und je genauer die Methoden bekannt werden, wie gearbeitet wird, desto eher gibt es automatisierte Systeme oder findige Creator, die versuchen würden, dies auszunutzen um schlechte Inhalte trotzdem nach vorn zu bekommen.


    Und die Suche und das Ranking dort ist halt auch nur ein Teil des gesamten Systems, die meisten Views werden heute nicht mehr über die Suche generiert, sondern über die Vorschlagssysteme der anderen KI-Teilsysteme.


    Große Teile der Entscheidungen (geschätzt >99%) innerhalb von YT basieren auf lernenden Systemen. Und wenn manuelle, menschliche Entscheidungen getroffen werden, sind diese sofort Input für die KIs, um zukünftig besser ohne Menschen entscheiden zu können. Diese Systeme haben zwar vorgegebene Parameter und diese können von Menschen geändert werden, aber trotzdem treffen diese Entscheidungen die Machine Learning Komponenten, und das vor allem auf Grund von Experimenten mit vielen Variationen und Messungen, wie gut welche Variation im Endeffekt in der Lage war, das gewünschte Ziel zu erreichen.


    Und das Ziel heißt bei der Suche, den Suchwunsch des Zuschauers möglichst zu befriedigen und bei den meisten anderen Bereichen, die Zuschauer möglichst lange zu unterhalten und ihre Gesamt-Watch-Session so lang wie möglich zu halten. Dazu werden nicht nur Unmengen von Daten zu den Videos gesammelt, sondern immer wichtiger werden auch die Datensätze zu den Vorlieben, Wünschen und Verhaltensweisen jedes einzelnen Viewers.


    Im Endeffekt muss man immer daran denken, der Ansatz der Kis ist seit einigen Jahren nicht mehr, Viewer für Videos zu suchen, sondern umgekehrt, es werden Nutzerwünsche untersucht und versucht zu erraten, mittels A/B Tests gegen andere Videos und Messungen, welches Video besser funktioniert für diese Besuchergruppe. Und so werden Videos ausgesucht, die eventuell dazu in der Lage sind, das Interesse dieses einen Zuschauers oder dieser Gruppe von Zuschauern mit gleichen Interessen zu bekommen und möglichst lange zu halten. Ist Dein Video also in der Lage, Bedürfnisse von bestimmten Usern zu befriedigen, oder nicht? Das ist die Frage, um die sich alles dreht.

    So wie Youtube nun mit der Sache umgeht, ist mir ziemlich klar, dass die Psyche der Creator nicht im Vordergrund steht. Auch der Nutzen für den Zuschauer (meinetwegen als Ventil) war hieruninteressant. Ich denke eher es geht um eine weitere Gruppe von Videos die durch Dislikes wirklich hart getroffen werden und das sind Produktvideos aller Art und eben Produktionen der großen Medienhäuser.


    Nicht nur Youtube selbst hat bereits heftige Dislikes einstecken müssen, sondern auch riesen Unternehmen wie Disney, Nintendo, Activision und jede menge Film und Musikriesen. Also die Leute die hier auf Youtube werben und damit die Party bezahlen. Das der Like Button erhalten bleibt (also mit der Anzahl der Likes) passt in diesem Licht betrachtet auch wunderbar.

    Das scheint mir auf jeden Fall auch ein sehr wichtiger Punkt zu sein.

    Wie OnionDog schon sagte, es gibt da nicht "den einen richtigen Wert" und alles darüber ist gut, und alles darunter ist sofort schlecht. Das sind sehr fließende Übergänge, denke ich. Und vor allem ist es ein permanenter Vergleich mit den Videos, die im Umfeld angezeigt werden.


    Und dann sind diese Werte auch immer noch aufzuspalten auf die verschiedenen KIs, wie Todd vom Search and Discovery Team in irgendeinem Video auf dem offiziellen YT Creator Insider Channel mal sagte. Ich habe das zumindest so verstanden, dass es zwar diesen groben Übersichtswert gibt, der über alle View-Quellen zusammengezählt wird und der uns in den Analytics angezeigt wird.


    Aber intern arbeitet YouTube mit mehreren Werten, jede View-Quelle hat ja mehr oder weniger ihre eigene KI, die mit etwas anderen Vorgaben arbeitet, da sie unterschiedliche Ziele erreichen sollen/wollen. Und jede KI, also Suggested, Home, Browse, Search, Trends, hat dabei zum einen ihre eigenen Gewichtungen und zum anderen ihre ganz eigenen Daten, die dann jeweils in diesem Bereich gesammelt wurden.


    Wenn ein Video also eine Retention von 35% und eine CTR von 6% in Search erreicht hat, kann es sein, dass es im Bereich Browse aber nur 15% Retention und eine CTR von 3% hat. Dann würde das Video in Browse sicher bald verschwunden sein, aber in Search durchaus noch weiter angezeigt werden und weiter oben mitranken.


    Die Sache ist also noch weitaus komplexer, als die Analytics uns das in der Hauptübersicht anzeigen. Erst wenn wir beim Tab Reichweite im Block "Arten von Zugriffsquellen" auf "Mehr anzeigen" klicken, bekommen wir dann in der folgenden Tabelle die unterschiedlichen Daten der einzelnen KIs angezeigt. Und die können sehr, sehr unterschiedlich sein. Und immer dran denken, diese Dinge nicht Kanalübergreifend, sondern per Video anzuschauen, sonst hat man nur ein ziemlich nichtssagendes, verwässertes Wischiwaschi.


    Hier mal ein Beispiel-Datensatz eines bestimmten Videos von mir, das mittlerweile ziemlich eingeschlafen ist, aber mehr, weil das Thema einfach nicht mehr so aktuell ist. Wenn ich z.B. bei Google oder in YouTube nach den Top-Suchbegriffen suche, ist es immer noch auf Rang 1-3 zu finden. Dies liegt wohl vor allem daran, dass alle Videos, die neben diesem Video in der Suche ranken, einfach keine besseren Werte haben:


    Wir sind alle am Arsch, aber alles wird gut...


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    Aus dem Google Support Forum:


    https://support.google.com/you…-own-youtube-videos?hl=en


    oder direkter das dort verlinkte Dokument:

    https://ttsreader.com/blog/2017/05/10/copyright/


    Also in den meisten Fällen behält man das Copyright am Content, wenn man Waveform TTS von Google nutzt. Das gilt natürlich nur, wenn man wirklich der Urheber des Texts ist, ansonsten wenn jemand anderes der Urheber des Texts ist, behält dieser auch das Copyright an den Audiofiles.


    Ebenfalls wird dringend empfohlen, vorsichtig zu sein, wenn man irgendwelche Apps von Apple nutzt, weil in dem Fall die Nutzungsbedingungen stark variieren und z.B. die TOS of MacOS dies verbieten.

    Grundlegend ist die Änderung ja vor allem so zu verstehen, dass YouTube bestimmten Zuschauer-Gruppen (oder in diesem Fall Nicht-Zuschauer Gruppen), die Möglichkeit nehmen will eine Art Highscore Anzeige zu haben, wenn man als Gruppe gesammelt auf eine*n Creator*in "losgeht" und ihn/sie mit Dislikes eindeckt. Da oben von "Mental Health" gesprochen wurde, ich denke schon, dass es einen positiven Effekt bringen kann, wenn diese "Highscore-Anzeige für Hater" nicht mehr sichtbar ist. Ich kann mir schon vorstellen, dass es da bei Facebook, Telegram, etc. richtige Hater-Gruppen gibt, die gezielt bestimmte Inhalte als Gruppe "angreifen" und sich dann an diesem Dislike-Wert indirekt "aufschaukeln" und das als Erfolg für ihre Hass-Attacken betrachten, wenn sie den Wert nach oben getrieben haben sollten.


    Technisch hat der Dislike Button ja, laut Search&Discovery Chef Todd, keinen negativen Einfluss auf das Ranking oder auf die Häufigkeit Vorschläge, sondern eher sogar einen positiven, weil es als Engagement gewertet wird. So ist ein Dislike also für das Video eventuell sogar besser als wenn jemand schaut und gar nichts tut ansonsten. Die tatsächliche Hauptaufgabe des Dislike-Buttons ist aber vor allem, dass YouTube dies für den entsprechenden Zuschauer vermerkt und dann zukünftig für diesen einen User Videos von diesem Kanal oder mit ähnlichem Thema nicht mehr so oft als Vorschlag anzeigt (ob eins davon oder beides wird in den Aussagen der DEVs nie ganz klar).


    Daher hat der Dislike-Button halt schon auch eine nützliche Funktion, sowohl für die Zuschauer, die Dinge, die sie nicht wirklich mögen, weniger oft zu sehen bekommen, als auch für die Kanal-Betreiber. Denn so sinkt für uns die Wahrscheinlichkeit, dass unsere Videos Leuten vorgeschlagen werden, die diese Art von Inhalt nicht mögen, was im Endeffekt für uns und unsere Videos nur Nachteile hat, weil schlechte CTR, schlechte Watchtime, eventuell miese Kommentare oder gar schlimmeres. Es wäre also nicht so gut, wenn diese Steuerungsfunktion ganz wegfallen würde, denn dann würde die Zielgruppe für die Videos im Endeffekt verwässert mit noch mehr Nicht-Interessierten.

    Diskussion zum Artikel Dislike Anzahl wird nicht-öffentlich:

    Zitat
    Moin liebe Creator,

    YouTube hat heute bekannt gegeben, dass sie nach langen Untersuchungen entschieden haben, dass die öffentliche Anzeige der Dislikes eines Videos abgeschafft wird. Dies soll verhindern, das gezielte "Dislike-Attacken" auf Videos und Creator von Hatern gestartet werden. Wenn diese die Dislike-Zahl nicht wie einen "Highscore" sehen können, denkt man bei YouTube, werden sie weniger dazu animiert, diesen Button zu missbrauchen.

    Der Button an sich wird bleiben, als Creator kann…

    Hmm, wie sag ich es nett....?


    Ich habe mir die beiden Videos mal angeschaut, zumindest so lange wie ich es konnte. Aber ehrlich gesagt, nichts daran hat mich irgendwie interessiert, angesprochen oder amüsiert. Das hat jetzt vermutlich auch was mit meinen persönlichen Vorlieben zu tun, denn weder mag ich GTA RP besonders und ich amüsiere mich nur sehr selten bei Challenges. Im Endeffekt wirkte das, was ich in den Videos sah, auch nicht so sehr wie eine RP Geschichte oder wie Comedy, sondern mehr wie zusammenhanglos aneinander geschnittene Stream-Schnipsel.


    Wenn man Dich nicht direkter kennt, und/oder wenn man nicht gerade ein Riesen-Fan von GTA V RP ist, was soll einen Zuschauer daran wirklich ansprechen? Wie stellst Du Dir vor, dass Zuschauer zu Deinem Content kommen und dieses Video irgendwelche Bedürfnisse, Wünsche, Erwartungen erfüllt, die sie mitbringen? Aber grundlegend sind GTA RP Videos und auch Challenges ja durchaus mit Potenzial für Zuschauergewinnung, also könnte es mit den richtigen Zuschauern eigentlich doch auch klappen, denk ich.


    Hier wäre auch erstmal wichtig, dass Du Deinen Video-Titeln und der Beschreibung etwas mehr Infos spendierst, worum es im Video geht. Da sollte also auf jeden Fall irgendwo Stichworte genannt werden wie "GTAV", "Grand Theft Auto", "GTA RP", "Roleplay" oder beim Comedy Video halt auch "Comedy", "Challenge". Die Titel und die Video-Beschreibungen, besonders die ersten ca. 300 Buchstaben, sind extrem wichtig dafür, dass YT für die richtigen Zuschauer Dein Video vorschlagen kann. Das ist besonders für die Suche wichtig, aber auch für die anderen KIs von Suggested, Home, etc., denn auch die brauchen Infos darüber, welche Inhalte im Video sind um dann das Video entsprechend vorzuschlagen, was dann zu Impressions führen kann.


    Und wenn das besser klappt, dass das Video wirklich Leuten gezeigt wird, von denen YT weiß, dass sie sich für solche Inhalte interessieren, dann wird auch die Watchtime höher sein als, wenn irgendwelche Random Leute in Dein Video hereinschauen, die dann nicht wissen, worum es eigentlich geht, und mehr oder weniger ohne Hilfe und Einleitung selbst herausfinden müssen, was das für Content ist. Die Chance dabei Leute zu erreichen, die dann wirklich schauen möchten, ist eher gering. Das Ergebnis ist dann momentan, dass die Zuschauer sehr schnell wieder abschalten, weil die wenigsten Lust auf Durcheinander und Rätselraten "Worum geht's hier eigentlich?" haben.


    Aber gehen wir mal davon aus, ein Zuschauer, der wirklich Interesse an diesen Inhalten haben könnte, gelangt in Dein Video. Die Frage ist dann, wie möchtest Du die Videos strukturieren, um diesen Zuschauer im Video zu halten?

    Am besten wäre es vielleicht, wenn Du beim Schneiden ein zumindest grobes Konzept zugrunde legst, dass irgendwie eine Art Geschichte erzählen möchte.

    Eine kurze Einleitung direkt zu Beginn wäre vielleicht erstmal ganz gut, in der Du den Zuschauer*Innen mitteilst, was sie überhaupt erwartet in diesem Video. Hätte auch den Vorteil, dass YouTube eventuell noch etwas besser verstehen könnte, worum es in Deinem Video geht, durch Sprach-zu-Text-Analyse und damit die Chancen steigen würden, dass das Video vor die Augen von Leuten gelangt, die sich auch genau für diesen Content interessieren.


    Nach der Einleitung, wobei wirklich 10-20 Sekunden kurze, direkte Ansprache des Zuschauers reichen würden, sollte das Video dann irgendwie eine Geschichte erzählen, möglichst kein Durcheinander von irgendwelchen Szenen. Also einen Spannungsbogen aufbauen, ein ganz bestimmtes lustiges Ereignis zeigen, mit Vorgeschichte, Vorstellung der beteiligten Charaktere, Hinführung zum eigentlichen Ereignis, Höhepunkt und kurzem Abklang am Ende. So momentan, wie die Videos jetzt sind, wirkt es auf mich aber eher zusammenhanglos und ohne richtiges Konzept. Wenn Du das besser hinbekommen würdest, würden auch die Leute höchstwahrscheinlich nicht so schnell wieder abschalten, wenn Sie erstmal im Video drin sind.

    Also ist es eher nicht so gut auf fb und co nochmal versuchen paar follower für youtube zu bekommen?


    Hab mir auch überlegt ob ich da mal ein paar links poste.

    Es ist nicht wirklich "schädlich", man kann das absolut machen. Es ist nur nicht besonders effektiv auf Dauer in den meisten Fällen, da die Plattformen versuchen, sich nicht gegenseitig zu viele Kunden zuzuschieben und daher oft Beiträge entweder wenig verbreitet oder ganz versteckt werden, die Links zu anderen Plattformen beinhalten. Es gibt auch Content Creator, die sehr erfolgreich mit Facebook, TikTok oder Instagram daran arbeiten, ihre jeweiligen anderen Plattformen zu bewerben, aber das klappt eher selten und auch die Konvertierungsraten sind in den meisten Fällen nicht besonders gut.


    Die Zeit, die man dann damit verbringt, ist oft an anderen Stellen besser aufgehoben, zum Beispiel, indem man einfach mehr Videos macht, diese gezielt auf Themen ausrichtet, nach denen bei YT gesucht wird und wo man Chancen hat zu ranken, weil nicht viel Konkurrenz da ist.


    Es kommt auch auf den Content an, welche Plattform wie gut funktioniert. Wie gut das in Deinem Fall bei Kids Content funktioniert, da habe ich keine Ahnung. Aber Facebook, Twitter, Instagram sind z.B. Plattformen, die eher bei den 20-25+ Menschen genutzt werden, und Zuschauer für Videos, die für <15 gedacht sind, wird es da deshalb nicht so oft geben. Bei der Altersgruppe wäre vermutlich TikTok eine sehr viel bessere Chance.


    Völlig anders sieht das aus, wenn man Geld dafür ausgibt, für zahlende Kunden wird fast überall alles an Schranken "aufgehoben".

    Mir ist so ein rotes Dreieck dort noch nie aufgefallen und ich habe da auch keins. Kannst Du das mal genauer zeigen?


    Und hast Du mal am Desktop-PC die Maus über das Symbol gehalten? Oft bekommt man dann einen Tooltip bei solchen Warn-Hinweisen, der eventuell genauere Probleme oder Einschränkungen erklären könnte.

    YouTube will strengere Werte vorgeben, was für Kinder gut sei - aber auch welche Inhalte insgesamt monetarisiert werden oder nicht.
    Nichts gegen strengere Richtlinien, aber wer schützt uns vor der Amerikanisierung der Werte?


    Grundlegend dürfte der zitierte Blogpost nur für circa 1-3% der YouTuber relevant sein, da es dabei eigentlich "nur" um sogenannten Kids-Content geht. Das sind also Inhalte, die nur und ausschließlich für Kids gedacht sind, also für Zuschauer <13 Jahren, Stichwort dazu unteranderem COPPA. Die anderen 97-99% der Creator sind von diesem speziellen Text nicht betroffen. Für sie hat diese Initiative keine Auswirkung, weder auf die Inhalte und deren Duldung, noch auf die Monetarisierbarkeit.


    Es gibt zwar auch im Content für Erwachsene striktere Guidelines, was zum Beispiel Inhalte zu Fake News und "alternative Fakten" angeht, aber auch davon sollten 99% der Creator niemals betroffen sein. Es sei denn, es kommt zu "false positives", also Fehlern in der Erkennung dieser problematischen Rand-Inhalte oder es geht ihnen halt gezielt um diese Rand-Bereiche.


    Sollte man nun jemand sein, der vorhat im Erwachsenen Bereich diese Rand-Inhalte zu veröffentlichen, so ist in vielen Fällen nur die Monetarisierbarkeit durch Werbung betroffen. Man darf diese Inhalte also grundlegend weiter veröffentlichen, bekommt nur keine Aufnahme ins YPP. Erst wenn man auch im Randbereich nochmals zum ganz radikalen Rand gehört (oder wieder durch Falsch-Erkennung unrichtigerweise betroffen ist), gerät man in die Zone der kompletten Löschungen.


    Und beim Kids-Content sind diese Rand-Bereiche auch massiv ausgefüllt durch mehr oder weniger massenproduzierte "Lern"-Inhalte, wo zum 3549. Mal den Kindern die 4 wichtigsten Farben und die Zahlen von 1-10 "beigebracht" werden, vor allem mit dem Gedanken im Hinterkopf damit von den Kleinkindern möglichst schnell Views und Clicks zusammenzubekommen, um den Kanal später für irgendwelche anderen Dinge zu gebrauchen oder sogar direkt durch diesen Low-Quality Content Werbungs-Geld zu verdienen. Oder direkt den Kids mit Marken- und Produktplacements Kaufwünsche zu injizieren, um dann damit Geld zu verdienen.


    Und auch beim Kids-Content gibt es dann noch einen extra-radikalen Rand-Inhalt, der in den Bereich der Pädophilie abdriftet, also klar als kriminelle Inhalte eingestuft werden könnte, diese Kinderschutzgesetze sind weltweit nicht unähnlich zu den US-Bestimmungen.


    Zusammengefasst gesagt, für die breite Masse ist die stärkere Kontrolle, ob es sich bei ihrem Kanal um derartige Rand-Inhalte handelt, nicht zutreffend und damit eher kein großes Thema. Eventuell betroffene sollten vielleicht noch mal über Ihr Kanalkonzept nachdenken oder sich bewusstmachen, dass YouTube eine gewinnorientierte Firma ist, und daher anderen Regeln unterworfen ist, als man von einem Staat erwarten würde (Stichwort Meinungsfreiheit). Viele der Regeln werden hier indirekt von den großen Werbefirmen vorgegeben, die ihrerseits wiederum ihren Kunden gegenüber Verpflichtungen haben, dass die Marken und Produkte, die am Ende die Rechnung bezahlen, nicht neben zweifelhaften Inhalten auftauchen möchten (Stichwort und Beispiel aus der letzten großen Adpocalypse: Cola-Werbung auf ISIS Videos)


    Hier gibt es zwar Gerichtsurteile, die in eine andere Richtung weisen, da manche Richter YouTube als zu marktbeherrschend ansehen, als dass sie wie eine Firma betrachtet werden sollten. Aber da das ganz stark in den Bereich Rechtskunde, Staatskunde, Zensurgesetze und andere sehr komplizierte Bereiche der Veröffentlichung von Inhalten reicht, muss ich da dann passen, was eine Einordnung angeht. Hier sind vermutlich in den nächsten Jahren, jedes Land für sich, die Gesetzgeber an der Reihe, diese Rahmenbedingungen genauer zu definieren und dann den großen Plattformen entsprechende Vorgaben zu machen. Aber unsere Diskussion in diesem kleinen Forum wird dabei wohl nicht ausschlaggebend sein. Und da YouTube in >190 Ländern operiert, sind die US-Regeln nur bedingt das Maß aller Dinge, hier gibt es viele weitere Gesetze zu beachten für die Firma. Aber als US-Firma, die YouTube nun einmal ist und wohl auch bleiben wird, sind sie zuallererst den US-Regularien unterworfen.


    Und wohin kann man ausweichen, wenn der Kanalgelöscht wird weil YouTUbe der Meinung ist der Content passt nicht?

    Es gibt zahlreiche andere Plattformen, wie zum Beispiel Odysee, Vimeo oder auch einfach die Möglichkeit, eine eigene Webseite aufzumachen und diese dann mit Text- und Video-Inhalten zu versehen und zu monetarisieren, das geht notfalls auch komplett ohne Alphabet/Google/YouTube.


    Grundlegend sollte man, denke ich, immer schauen, dass man nicht allein von einer einzigen Plattform abhängig ist. Abgesehen von Bans und Löschungen sind Internet Plattformen stetig im Wandel und der Wegfall von riesigen Portalen wie z.B. MySpace, StudiVZ, Mixer, Google+, Netscape, Yahoo (weitestgehend), um nur ein paar Beispiele zu nennen, sollte jedem klarmachen, dass auch Riesen wie Facebook, Twitter, TikTok und YouTube durchaus irgendwann verschwinden könnten. Und ich kann nur jedem und jeder empfehlen, sich auf mehrere Beine zu stellen, was Content Creation betrifft.

    Moin HysTeriiE


    erstmal vorweg:

    Willkommen auf

    Themen-Empfehlung für neue Mitglieder:
    >>> DU bist NEU im Forum? Worum geht's hier & über Eigenwerbung
    >>> Alles was du über YouTube wissen musst! [Tutorial Register]


    Solltest du Hilfe rund um das Forum benötigen, wende dich gerne an das Foren-Team.


    Dann


    Es wäre schön wenn einer von euch mal da rein gucken könnte und mir den Sachverhalt näher erklären könnte.

    Da liegt wohl ein Missverständnis vor. Wir sind kein offizielles Forum von YouTube/Google/Alphabet, auch arbeitet niemand hier direkt für diese Firmen. Daher können wir keinen Support leisten in dem Sinne, das wir hinter den Kulissen in Deinen Account reinschauen könnten, um dort irgendwelche Prüfungen durchzuführen, Änderungen vorzunehmen oder Bans zurückzunehmen.


    So gern wir das sicher in vielen Fällen tun würden, dazu ist Kontakt direkt mit YouTube nötig, entweder über die eMails, die man bei einem Strike und Ban bekommt, oder über das offizielle YouTube Hilfe-Forum: https://support.google.com/youtube/community?hl=de - Aber auch dort helfen vor allem ehrenamtliche Supporter, aber die haben zumindest einen direkteren Draht zu einigen YouTube Mitarbeitern und könnten Deinen Fall dort eskalieren.


    Daneben gibt es die Möglichkeit bei Twitter den Account @TeamYouTube anzusprechen, dort sind meistens kompetente Leute dahinter, die auch direkt Anfragen an die betreffenden Stellen weiterleiten können.


    Ich drücke Dir die Daumen, dass sich die Probleme bald aufklären.

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    Hast Du den Link gelesen, den Steve oben gepostet hat? Der Vorwurf der Datenspionage wurde mittlerweile entschärft oder sogar ausgeräumt. Daher ist das ganze Thema eigentlich hinfällig, bis auf weiteres.


    Und ja, Chip sollte man meiden, denn deren Downloads enthalten meistens einen Downloader, den man selbst schon als Malware einstufen könnte, da dort Werbung und teilweise sogar unerwünschte Downloads enthalten sind.

    Müssten dann nicht zig Millionen (oder zumindest ein paar tausend) Youtuber von dem exakt gleichen Problem betroffen sein?

    Nein, bestimmt nicht Millionen, eventuell ein paar wenige tausend weltweit. Denn die Anzahl von >10 Videos am Tag ist extrem außergewöhnlich. Und außergewöhnliches Verhalten wird in der sehr weit automatisierten Welt der Kontrollen gegen Bots, Spam und Betrug bei YouTube als eines der allerwichtigsten Merkmale verwendet, um Kanäle zu entdecken, die die Plattform versuchen auszutricksen oder andere User versuchen zu betrügen.

    Und gerade in diesem Bereich der Boterkennung und der Erkennung von Betrugsmethoden hält sich YouTube immer sehr bedeckt, sowohl mit News wie auch mit Details, wie diese Routinen arbeiten, einfach aus dem Grund, weil jede Angabe dazu, die offiziell bekannt gegeben wird, sofort in alle Softwarepakete der Botter und Betrüger eingebaut wird, um diese Kontrolle zu umgehen.

    Könnte es nicht einfach sein, dass die Betreiber der Kanäle selbst Übersetzungen von Titel und Beschreibung eingepflegt haben für die Sprachen, für die sie eigene Untertitel anbieten? Das ist alles relativ einfach realisierbar mit den vorhandenen Funktionen der Untertitel Seite. Ich bezweifle, dass YouTube das automatisch durchführt. Aber wer weiß, sie hatten auch schon öfter mal merkwürdige Experimente.