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Werden wir älter, oder das Videospiel?

    Gerade im Alter stellen viele Fest, das Videospiele sich verändern. Bzw wir verändern uns in der Art wie wir spielen.
    Der Titel mag etwas komisch wirken, aber ich werde mit meinen Worten versuchen, es zu erklären.
    Ich bin Carsten, 40 Jahre alt und Videospieler seit über 25 Jahren. In all den Jahren sind viele Spiele erschienen und gerade im Alter bekommt man eine andere Sicht auch Games. In diesem Eintrag möchte ich einmal die Grafik der Videospiele der letzten 25 Jahre zum Thema machen.
    Wenn Ich an die Zeit vom N 64 von Nintendo denke, dann denke ich an einen wahnsinnigen Quantensprung in Sachen Grafik. Die Texturen waren zwar nicht so detailliert und die Auflösung max. 360p auf Konsolen, Aber durch die neu eingesetzten Effekte, machte das Gesamtbild einen hervorragenden Eindruck. Gerade Mario 64 sah für damalige Verhältnisse unverschämt gut aus. Und hier fängt das an, was ich mit Verklärtheit von Videospielen meine. Heute, 20 Jahre weiter, haben wir älteren Gamer all diese Spiele in einer wunderbaren Erinnerungen. Alles war gefühlt damals schon in Full HD, 60 Bilder und Co. Die Spiele wie z.B. Donkey Kong Country 2 sahen einfach nur schön aus mit den gerenderten Sprites. Die Videosequenzen von Final Fantasy 7 sorgten für offene Münder.


    Sieht man sich heute einmal diese Spiele auf einem modernen Fernseher an, stellt man fest, wie schlimm die Grafik heute anmutet. Manche Spiele der PS One Ära sind schlichtweg nicht mehr spielbar. Warum, weil unser Auge heute etwas ganz anderes gewohnt ist. Und der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Das Problem ist, besser geht immer und wird sofort angenommen. Aber ein Schritt zurück geht der Mensch ungerne. Aus diesem Grunde hat sich auch der Begriff Retro wieder breit gemacht. Denn wenn man es darunter Kategorisiert, dann verzeiht man vieles von damals. Man muss jedoch ehrlich zugeben, das man heutzutage nicht mehr wirklich ein 50 Std. Game, was 20 und mehr Jahre alt ist, bis zu ende durchspielt.


    Oft geht eine Spielpartie eines alten Games nie mehr über ein "mal kurz reinschauen, wie das nochmal war" hinaus. Die Erinnerungen an all die Spieleperlen der Vergangenheit bleiben jedoch und die damit verbundenen Emotionen und Erlebnisse. Stellt sich abschließend die Frage: Werden wir älter oder das Videospiel? Vermutlich beides, nur jeder auf seine eigene Weise.
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    Vor einem Moment

    Hej Du

    Vielleicht hilft dir das weiter:
    Ich bin zwar "erst" 33 aber ein paar der Dinge hab ich ebenfalls so erlebt.

    Das Intro von 'Mario 64', der erste Sonnenaufgang bei 'Ocarina of Time' oder die Wassereffekte bei 'Wave Race' haben mich komplett umgehauen damals :)

    Wenn man nur die Grafik betrachtet, dann sind Spiele der PS1 und des N64 tatsächlich schlecht gealtert. Gerade Spiele des SNES allerdings halte ich aber
    immernoch für extrem ansprechend - wie zum Beispiel bei Secret of Mana, das ich gerade spiele. Auch das angesprochene 'Donkey Kong Country' sieht für mich immernoch toll aus.

    Geht man aber über die Grafik hinaus, müssen sich alte Spiele in einigen Dingen nicht vor den aktuellen verstecken. Die Hintergrundmusik von 'A Link To The Past' oder eben 'Donkey Kong Country' hat nichts von ihrem Charme verloren ... die Tatsache dass viele der alten Spiele so wenig erklären finde ich ebenfalls sehr ansprechend ... auch die bunten Anleitungen vermisse ich ein bisschen ... oder die Tatsache, dass es noch kein Internet gab in dem man alles nachschauen konnte.

    Um auf deine Frage zurück zu kommen: Ich glaube auch, dass sich beides verändert hat. Spiele sind heute umfangreicher und aufwendiger produziert. Vielleicht sogar generell "besser". Aber Spieler haben heute auch andere Erwartungen und Vorstellungen, wie ein Spiel auszusehen und sich zu spielen hat.
    Ich sag nur: Pong sieht heute auch nicht mehr soooo cool aus, wie in dem Moment, als ich es das erste mal sah. Und auch PacMan hat sich ziemlich abgenutzt.

    Aber manche Spielprinzipien sind einfach so gut, dass sie überdauern. So ist zum Beispiel das Spielprinzip von Little Computer People, eines meiner ersten C64 Spiele, das ich total gesuchtet habe, heute immer noch extrem populär, heißt halt nur Sims. Und auch von Tetris sind gerade wieder mehrere Ableger herausgekommen, die sehr populär sind. Es gibt also Prinzipien, die vermutlich ewig bleiben. Auch Schach ist nie richtig langweilig geworden, und Skat oder Uno spielen die Leute heute auch noch immer wieder.

    Aber ich weiß, was Du meinst, fast immer wenn ich einen alten Klassiker meine herausholen zu müssen, weil ich den früher total gut fand, bin ich in dem Moment, indem das Spiel startet total enttäuscht. Die meisten Games haben sich nicht nur Grafikmäßig überholt. Durch mehr Rechenzeit, stetige Weiterentwicklung und gegenseitiges voneinander Lernen der Studios haben sich auch neben der Grafik einfach viele, viele Dinge in den Spielen verbessert, UI Design, Gegner-KI, Story-Telling, Level-Design Möglichkeiten. Vieles was in heutigen Spielen total normal ist, war damals nicht möglich oder zumindest hatte sich das noch keiner ausgedacht. Und damit sind aus heutiger Sicht einfach viele Spiele von damals, wenn man sie mit der Erfahrung von heute anschaut, strunz langweilig und dumpf. Damals war es gut, weil man nichts anderes kannte, aber heute halt nicht mehr. Daher, die Spiele werden auf jeden Fall älter und nutzen sich ab, denk ich.

    ICh hab mir daher an irgendeinem Punkt vorgenommen, einfach die alten Klassiker ruhen zu lassen, weil man sich mit dem rauskramen und noch mal reinschauen oft die Erinnerungen daran kaputt macht. Lieber den Gedanken im Kopf behalten, "das war mal ein gutes Spiel früher", als es wirklich wieder starten und dann mit Langeweile und "ups, den komischen Kram fand ich früher mal gut?" Gefühlen, die netten Erinnerungen zu übertünchen. Das sehe ich mit Musik und Filmen, Büchern, etc ganz genauso.

    Ein Problem was viele Menschen haben, ist dass sie sich die Vergangenheit besonders schön hinstellen und irgendwann auf diese "Früher war alles besser"-Schiene kommen und wehmütig in die Vergangenheit schauen und anfangen sich mehr mit der Vergangenheit und zu wenig mit der Gegenwart zu beschäftigen. Schlimmer Fehler, denn durch das viele Beschäftigen mit der Vergangenheit verbringt nicht genug Zeit mit aktuellen Fragen, Problemen und aktueller UNterhaltung, und dann wird man abgehängt, verliert den Anschluß und versteht nicht mehr, was um einen herum passiert. Und dann, wenn man sich darin verfängt, dann wird man RICHTIG ALT. Sich mit jüngeren zu unterhalten wird dann mehr und mehr immer schwieriger, da die Themen sich einfach total auseinander dividieren und irgendwann kaum noch Überlappungen haben.

    Die Vergangenheit ruhen lassen, bereit sein für neues, sich immer noch auf die Zukunft freuen, das find ich besser. Jetzt hier und heute findet das Leben statt. Bin 45 btw., freu mich aber immer, wenn mich Leute bei meiner Arbeit mit "junger Mann" anreden, von denen ich weiß, dass sie eigentlich jünger sind als ich oder ähnlich alt :D
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    Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von ZapZockt

    Heute machen die Meisten dass so dass man die Spiele auf einen Modernen Fernseher per Upscaler spielt oder auf einem Emulator um die "alten Zeiten" wieder zu erleben.Doch daran scheiterts meiner Ansicht nach. Dass sieht dann so glattgebügelt aus. Das hat nicht mehr den Scharm von früher.

    Meistens sehen die Spiele besser aus wenn man so gut wie möglich versucht, es auf die Art zu spielen wie es früher war.

    Zur NES und SNES Zeit hatten die Röhrenfernseher Scanlines gehabt. Die Entwickler haben die Spiele so gestaltet so dass das Spiel mit den Scanlines gut aussieht.

    Nintendo hatte vor einiger Zeit den SNES & NES Mini veröffentlicht. Diese Mini Konsolen geben einen die möglichkeit dass Spiel einen CRT Filter das Spiel so aussehen zu lassen dass es so aussieht wie damals. Ich finde sogar dass das sogar besser aussieht und spiele deswegen ungern die Spiele ohne diesen Filter.

    Oder bei einem N64 Emulator ist das Spiel (meistens) Perfekt Emuliert worden. Aber irgendwie finde ich dass das auf der Originalen Konsole besser aussieht, da dass nicht so glattgebügelt ist und noch den guten alten Scharm von früher hat.

    Um zur frage zurück zu kommen, ich denke dass hat zum einen damit was zu tun wie man die alten Spiele heute spielt (also mit welchen Equipment) und damit dass sich die Technik weiterentwickelt hat,
    die Spiele werden immer realistischer und daran gewöhnt man sich. Wie du schon erwähnt hast ist der Mensch halt einfach ein Gewohnheitstier.
    Emulatoren... *Schauder*
    Alte Spiele auf Große Flachbild-TVs *Schauder*

    Mein Sega Mega Drive, PS1 und PS2 betreibe ich immernoch an meiner guten alten Röhre - da sieht alles so gut aus wie ich es von damals kannte.
    Ich spiele meine alten Spiele um mir Bewusst zu machen wie sich mein Geschmack im Laufe des Lebens geändert hat, alles ist im Wandel und nichts bleibt auf ewig.

    Allerdings mag ich "MediEvil" immernoch auch nach 20 Jahren.

    Die "Mini" Konsolen will ich nicht haben, weil ich keine Lust habe auf ein paar Spiele festgesetzt zu sein...

    Ich bin bereit mich auf neues einzulassen, aber ich will nicht vergessen wo ich herkam.

    MfG
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