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    Moin,

    in einem anderen Thread kam von @Lethargic Mom die Frage auf, ob sich Untertitel lohnen. Da eine Antwort dort aber zu lang und Off-Topic wäre, hier mal ein separates Thema dazu. Für die Lesefaulen gibt es den Text am Ende auch als Video ;)

    Lethargic Mom schrieb:

    Apropos "englischsprachig" - wie sind Eure Erfahrungen mit Untertiteln und automatischer Übersetzung? Habe mir mal die Mühe gemacht bei mehreren Videos, die Untertitel zu pflegen (also nicht den Mist, den YT da versteht) und diese dann in mehreren Sprachen anzubieten (das allerdings automatisch übersetzt). Ich dachte, vielleicht werden sie dann öfter angeguckt. Aber ich merke da keinen Unterschied zu denen, wo ich mir die Mühe nicht gemacht habe. Kann man sich das also sparen - oder liegts an den deutschen Tags und Titeln, dass das eh kaum Anderssprachige suchen und finden?

    Allgemein
    Im Allgemeinen haben Untertitel einen Vorteil: Sie sind eine 1-zu-1-Beschreibung dessen, was im Video passiert. Und da es sich letztendlich um Text handelt, ist diese Beschreibung auch sehr gut von Suchmaschinen durchsuchbar. Inwieweit YouTube das aber direkt als Rankingfaktor oder für die Zuordnung von Suchbegriffen mit einbezieht, ist natürlich nicht bekannt.

    Untertitel
    Bei Untertiteln würde ich in zwei Arten unterscheiden: Originalsprache des Videos und Fremdsprache. Der Nutzen variiert stark einerseits von der Art, aber vor allem auch vom Inhalt des Videos. Dazu am Ende aber noch mal mehr.

    Untertitel in der Originalsprache des Videos sind sinnvoll für Hörgeschädigte oder wenn man aus technischen Gründen den Ton nicht hören kann/will. Automatische Übersetzung ist aus dem Englischen in alle Sprachen zwar ok, für alles andere aber noch eher mangelhaft. Insofern eignen sich deutsche Untertitel nur minimal, um auch ein internationaleres Publikum zu erreichen.

    Wer deutsche Videos produziert und fremdsprachige Untertitel anbietet, öffnet sich direkt einem breiterem Publikum. Insbesondere mit Englisch lassen sich weltweit Zuschauer finden, und hier funktioniert die automatische Übersetzung dann auch besser.

    Zusätzlich bietet YouTube auch automatische Untertitel an, dass heißt alles was ihr sagt wird direkt als Text erkannt und als Untertitel gespeichert. Funktioniert das zuverlässig? Keinesfalls. Manchmal funktioniert es erstaunlich gut, meistens liegt es leicht daneben, und manchmal auch gänzlich. Eigene Untertitel sind in jedem Fall besser.

    Übersetzte Videoinformationen und Einblendungen
    Zahlreiche Untertitel für ein Video bringen wenig, wenn das Video nicht gefunden wird. Jemand der nicht Deutsch spricht, wird auch nicht nach deutschen Titeln und Stichwörtern suchen. Daher würde ich immer empfehlen, zu jeder erstellen Untertitelsprache, auch Titel und Beschreibung mit zu übersetzen. Eventuell bietet sich dann noch ein Vermerk an, dass es sich hier um Untertitel handelt. YouTube blendet zwar selbst ein entsprechendes Label ein, aber wer liest das schon, wenn der Klick nach dem Lesen von Titel und Thumbnail schon beschlossen ist? Aktuell vermerke ich meine Untertitel immer mit [EN sub], wobei ich glaube, dass das noch nicht ideal ist.

    Eine Sache die sich aktuell nicht übersetzten lässt, sind Thumbnails. Wer also Text auf den Thumbnails und Untertitel nutzt, muss sich hier dann für eine Sprache entscheiden. Tendenziell würde ich hier zur universelleren Sprache raten. Auch Tags haben so keine direkte Übersetzung, aber es hindert einen niemand daran, mehrere Sprachen zu nutzen.

    Texteinblendungen, die ihr im Schnitt in die Videos einfügt, kann YouTube natürlich ebenfalls nicht übersetzen. Hier müsst ihr euch dann auch wieder entscheiden, ob die Einblendung nur mit einer Sprache geschehen soll, oder vielleicht auch mit mehreren. Ich fahre momentan mit deutschen und englischen Einblendungen ganz gut.

    Aufwand vs Nutzen
    Titel und Beschreibung eines Videos sind schnell übersetzt, Untertitel brauchen jedoch viel Zeit. Ich persönlich benötige aktuell etwa 1 Stunde für 5 Minuten Videomaterial. Das ist natürlich schon ein nicht unerheblicher Aufwand, und wenn man sein 10 Minuten Video übersetzt hat, möchte man auch einen entsprechenden Nutzen davon haben. Wie eingangs erwähnt, ist der aber sehr unterschiedlich. Nicht unerwähnt soll die Möglichkeit sein, dass Zuschauer auch Untertitel erstellen können, siehe Hilfe-Seiten und Creator Academy.

    Inhalte, die sehr suchbar sind, also bspw. Tutorials und Reviews, können stark von Untertiteln profitieren. Eines meiner Reviews hat so z.B. trotz deutscher Sprache nur 21% der Wiedergabezeit aus Deutschland, der Rest ist international. Einige andere Reviews mit Untertiteln rangieren bei 30 - 40% deutscher Wiedergabezeit.
    Anders sieht es aus, bei Inhalten die weniger stark gesucht werden, bspw. Vlogs oder Let's Plays. An den meisten Vlog-Inhalten besteht schlicht kein internationales Interesse. Hier bewege ich mich meist bei für meinen Kanal typische 80 - 90% Wiedergabezeit aus Deutschland. Natürlich kann man auch hier mit der Zeit ein internationaleres Publikum aufbauen, aber die Zuschauer müssen dann nicht nur an euch als Person interessiert sein, sondern auch noch gewillt sein, Untertitel zu lesen und euch nicht zu verstehen. Insofern ist das natürlich schwierig.

    Weitere Stoplersteine
    Das Anbieten von übersetzten Inhalten kreiert eine gewisse Erwartungshaltung beim Zuschauer. Wenn er die Untertitel nicht aktiv hat, oder sich darauf nicht einlassen möchte, dann ist diese Erwartungshaltung nicht erfüllt, und er verlässt das Video recht früh wieder. Der Zuschauerbindung ist das nicht zuträglich und die Kurve kann dementsprechend zu Beginn stark abfallen. Auch die durchschnittliche Wiedergabezeit von Videos ist in der Originalsprache meist höher als bei der Zuschauern mit Untertiteln.
    Hin und wieder hinterlässt mach ein Zuschauer aus Enttäuschung dann auch mal einen Dislike. Zumindest ist das meine Vermutung, YouTube's Zahlen geben darüber keine direkte Auskunft.

    Fazit
    Insgesamt lässt sich festhalten, dass Untertitel viel Aufwand sind, und man abwägen muss, ob sich der Aufwand für den eigenen Inhalt lohnt. Für den einzelnen Zuschauer, der die Untertitel dann nutzt, lohnt sich das auf jeden Fall. Lasst mir eure Erfahrungen und Feedback gerne als Antworten da. :)

    Und jetzt für die Lesefaulen... ;)

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    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Felix aus folgendem Grund: Automatische Untertitel hinzugefügt

    • 00

    Vor einem Moment

    Hej Du

    Vielleicht hilft dir das weiter:
    Sehr schön :D

    Wenn ich es nicht überlesen hab fehlt aber noch die Info das YT ja selbst Untertitel ohne Aufforderung erstellt in der Muttersprache des Videos und das diese naja, not good sind xD z.B. In meinen aktuellen Video:

    "Der eine oder andere kennt diesen Pfeil schon aus der Einsteiger Reihe ...." Gesprochener Text
    "Der eine oder andere kennt diesen Fall schon aus der Einsteiger Rainer ...." Untertitel

    Kann aber sonst allesn ur betstätigen Untertitel sind gerade im Education Genre ein dickes Plus!

    Steve KTM schrieb:

    Wenn ich es nicht überlesen hab fehlt aber noch die Info das YT ja selbst Untertitel ohne Aufforderung erstellt in der Muttersprache des Videos und das diese naja, not good sind xD z.B. In meinen aktuellen Video:
    Die habe ich eigentlich weggelassen, weil man darauf ja keinen Einfluss hat. Habe sie nun aber der Vollständigkeit halber noch mit erwähnt.
    Ein geniales Thema, Hut ab @waterwebdesign an dieser Stelle!:)

    Ich finde es kommt halt stark auf den Content an. Bei Tutorials, kann ich mir vorstellen, lohnt sich der Aufwand vll.
    Aber in den meisten Fällen, denke ich nicht, dass das Sinn macht. Man darf ja nicht vergessen, dass auch viele Witze, Redewendungen, Situationen (wie.... Sozialsystem, Politik ect) ja stark spezifisch auf das jeweilige Land auch sind.

    Ich habe den Eindruck, viele Kanäle erhoffen sich durch die Übersetzung plötzlich den wahnwitzigen Erfolg. Ich habe auch einpaar kleinere Kanäle bei der Umsetzung beobachtet- und der Aufwand hat sich nicht gelohnt. Es waren Kanäle im Genre Unterhaltung und Kunst.
    Und für ca. 50 Abonnenten mehr, über Wochen der Beobachtung- da zahlt sich der Aufwand einfach nicht aus.

    Muss man eben gut abwägen.....
Exit