Beiträge von ZapZockt

    Wiso soll man ein Verhältnis beachten? Die Klickrate ist doch in % und das heißt, dass genau da eben schon das Verhältnis beachtet wurde.

    Weil 2% aus 100 Impressionen und 2% aus 1 Mio Impressionen zwei völlig unterschiedliche Geschichten sind. Bei ersterem Beispiel, wird YT eventuell die Verbreitung weitaus schneller stoppen, als wenn man die 2% erst bei den 1 Mio Impressionen erreicht. Verständlicher? Und um genauer zu sein, muss man dabei das Dreiecksverhältnis aus Impressionen, Klickrate und average Watchtime betrachten, pro Quelle, pro anderes Video, neben denen unser Video vorgeschlagen wurde, pro Suchbegriff, zu denen unser Video ins Ranking kam, und eigentlich sogar noch detaillierter, weil das alles personalisiert wird, aber die dafür nötigen Daten werden in den Analytics gar nicht alle angezeigt, also nicht möglich.


    Und Aussagen wie "die Clickrate sollte zwischen 7-10% liegen", sind halt völlig aus der Luft gegriffen. Klar ist es ein schöner Wert, aber ich hätte gern lieber 1% CTR bei 1 Milliarde Impressionen, als 10% bei 5000 Impressionen ;) Und beides existiert, weil das Thema halt nicht so simpel ist, wie es gern heruntergebrochen wird.

    Das folgende gilt für alle Sorten Content, nicht nur für Dokus.


    CTR ist immer im Zusammenhang mit den Impressionen zu betrachten, und vor allem auch immer auf einer per Video-Basis. Wenn man dabei mehrere Videos vermischt, oder das Verhältnis von Impressionen und CTR nicht beachtet, führt man sich leicht selbst in die Irre. Aber selbst auf einer Per-Video-Basis sieht man nur ein sehr, sehr vereinfachtes Bild eines eigentlich viel komplexeren Sachverhalts.


    Denn es gibt dabei bestimmte Vorgänge, die im Endeffekt gewollt dafür sorgen, dass die durchschnittliche CTR heruntergeht. Klingt unlogisch? Ist es aber nur auf den ersten, weniger fundierten Blick. Denn in der Phase, in der YT Dein Video kennenlernt, wird probiert, ob es bestimmte Zielgruppen mit bestimmten Interessen zufriedenstellen kann. Nur als Beispiel nehmen wir an, Du machst ein Video über Caesar, und YT erkennt, dass es um Caesar, den Imperator Roms geht, und checkt nun erstmal bei Zuschauern, die bereits vorher ähnliche und sehr verwandte Videos zu Caesar geschaut haben, indem dort Dein Thumb+Titel vorgeschlagen wird. Auch in der Suche nach dem Begriff "Caesar, Imperator Roms" wird Dein Video recht weit oben mit angezeigt. Nehmen wir an, Du bekommst so 1000 Impressionen, und 20 Leute aus den Vorschlägen und 20 Leute aus der Suche klicken Dein Video an, schauen sogar einigermaßen lang. Also ergibt das 1000 Impressionen/40 Views = 4 % CTR. Allerdings sind diese 1000 Zuschauer, die Dein Video bereits angezeigt bekommen haben, jetzt weitestgehend gesättigt, 40 haben es bereits gesehen, 960 wurde es angezeigt, aber sie haben nicht reagiert, vermutlich ein anderes Video angeschaut zum gleichen Thema, also unwahrscheinlich, dass sie nochmal klicken.


    Trotzdem versucht YT es bei diesen 960 Leuten nochmal, 20 davon klicken diesmal doch noch, im 2. Versuch. Also 1960 Impressionen mit 60 Klicks = 3,06 % CTR. Da diese Leute aber recht lange geschaut haben, hat YT weiterhin den Eindruck, dass Dein Video noch mehr leisten könnte. Es erweitert den Interessenkreis der Zuschauer auf Leute, die Videos zum Thema "Caesar im alten Rom" bereits angeschaut haben und auch in der Suche wird es zu weiteren Suchbegriffen angezeigt. Daraus entstehen 5000 neue Impression, und 50 Leute davon schauen Dein Video an. Dann sind wir bei 6960 Impressionen und 110 Views = 1,58 % CTR.


    Die CTR sinkt also automatisch, je weiter die Kreise erweitert werden, aber trotzdem bekommt Dein Video dadurch mehr Views. Nur irgendwann ist die CTR in vielen Zusammenhängen so niedrig, dass es zumindest dort nicht mehr direkt vorgeschlagen wird. Die durchschnittliche CTR sinkt immer weiter. Vielleicht kommt es aber noch als Vorschlag neben einem ganz bestimmten Video, das von den Leuten immer gleichzeitig mit Deinem angeschaut wurde, und wo die CTR nur für diesen Zusammenhang sehr viel höher als der Durchschnitt ist. Und in der Suche positioniert es sich bei einigen Begriffen weiter nach unten (weil Search-Intent nicht erfüllt, Leute klicken wenig und schauen nur kurz) und bei ein paar anderen Begriffen aber recht hoch, weil die Leute durch ein besseres Match zwischen ihrer Suchanfrage und Deinem Video-Thema öfter klicken und länger schauen. Und nun hat dieses Video lauter verschiedene CTRs, die unterschiedlich hoch sind, und die unterschiedlich wirken, je nach Ort des Vorschlags, je nach Suchanfrage, je nachdem welche Interessen bestimmte Zuschauer haben. Im Durchschnitt mag die CTR niedrig sein, aber bei bestimmten Zusammenhängen liegt sie vielleicht sogar bei >10%, man sieht es im Durchschnitt nur nicht.


    Diese komplexen und vielfältigen Zusammenhänge auf eine einzige CTR herunterzubrechen ist simple Statistik, spiegelt aber die tatsächlichen Zusammenhänge nur ungenügend wider. Intern rechnet YT mit sehr, sehr vielen unterschiedlichen CTRs für jedes einzelne Video, für jede einzelne Beziehung zu anderen Videos, für jede einzelne Such-Keyword-Kombination, etc., etc. Es können bei länger laufenden und zu mehreren Begriffen erfassten Videos sehr schnell einige 10.000 verschiedene CTRs, verschieden gute Bindungen, verschiedene Rankings, etc. werden. In den YT Analytics wird das halt nur stark vereinfacht dargestellt, weil wenn sie zu jedem Video die zig Millionen Datenpunkte andauernd anzeigen würden, die sie dazu speichern, würden den Channel-Ownern die Hirne rausfliegen vor Komplexität, und die Leute schreiend Reißaus nehmen vor den Analytics.


    PS: Tu uns allen bitte den Gefallen, und verlinke Deinen Kanal in Deinem User-Profil, so dass er immer bei jedem Post links am Rand daneben steht. Das macht es sehr viel einfacher, mal eben schnell einen Blick auf Deinen Content zu werfen, und Du brauchst nicht immer extra einen Link einfügen, der dann schnell mal übersehen wird.

    Gerade heute frisch in den E-Mails gehabt:


    (1)Infos personalisierte URL: https://support.google.com/you…6180214?ref_topic=9257109

    (2) YouTube Handle: https://www.youtube.com/handle

    Ich uploade, wenn ein gutes Video fertig ist. Wie oft das passiert, hängt nicht nur von meiner Freizeit und meiner Motivation ab, sondern auch davon, ob ich Testmuster bekomme, überhaupt entsprechende und ansprechende neu veröffentlichte Titel in meiner Mikro-Nische verfügbar sind, ob mir genug für ein Tipps&Tricks Video einfällt, etc. etc. So gibt es manchen Monat 2-3 Videos, manchmal auch gar keins.


    Und um irgendwelche Schedules oder künstlich auferlegten "Mindest-Upload-Quoten" schere ich mich überhaupt gar nicht. Hab ich früher mal gemacht, war extrem stressig und nicht gut für mein seelisches Wohlbefinden. Irgendwann stand ich vor dem Burnout und die Frage war, entweder ganz aufhören, oder mit Vernunft an die Sache rangehen und uploaden, wenn es so weit ist, und sonst halt nicht. Dadurch geht nichts kaputt. Ganz eventuell könnte man mit mehr Output schneller wachsen, aber um welchen Preis? Und es gibt defintiv auch eine Grenze von "zu viel Uploads" und ein Gleichgewicht von Menge und Qualität, da entscheide ich mich heute immer für die Qualität, statt für die Menge. Dahinter steht oft nur "FOMO" (Fear of missing out), also die Angst irgendwas zu verpassen, wenn man nicht oft genug und schnell genug uploaded. Ist aber eigentlich eine selbstgemachte Folter, an der viele YouTuber zerbrechen, wenn sie nicht irgendwann mal Klarschiff in ihrem Oberstübchen machen.


    Laut Deiner "hab ich schon oft gehört"-Bubble sollte mein Channel vermutlich wohl völlig tot sein, ist aber absolut nicht der Fall. Er wächst trotzdem gemütlich vor sich hin, die Aufrufe bleiben recht konstant, schwanken zwar, abhängig von Saison, Trends, Sales im Bereich der gecoverten Titel. Aber insgesamt hab ich, trotz Nische, in der angeblich die Konkurrenz zu groß ist und 99% aller "Gurus" und Coaches empfehlen, man sollte bloß nicht in dem Bereich anfangen, ein stetiges Wachstum an Abonnenten. Sprich der Channel hat mehr Neuabonnenten als De-abonnierer, was bei älteren Channels oft ein Problem darstellt. Die Gesamtaufrufzahlen wachsen nicht immer, sind aber relativ konstant auf einem Niveau, dass mir auch eigentlich ausreicht. Klar wäre mehr Wachstum schön, aber wenn ich es mit Mangel an Freizeit, mit Stress und Druck gegen mich selbst aufbauen bezahlen muss, dann verzichte ich hier gerne.


    Meine Videos brauchen meistens 20 bis manchmal 100 Stunden Vorarbeit, Recherche, Analysen, Schreiberei, ehe es dann überhaupt erst zu Aufnahme, Bearbeitung, Website Artikel und Video Upload kommt. Und manchmal erweist sich ein angepeiltes Thema im Laufe dieses Prozesses als zu low, und dann werf ich auch mal halbfertige Sachen in den Müll, veröffentliche sie nur als Text-Artikel auf meiner Website, oder stelle sie auf "vielleicht später mal". Da ich das halt nur als Hobby betreibe, neben richtigem selbständigem Business (von dem ca. 10 Menschen leben), Familie, Beziehung, anderen Hobbies, wäre wöchentlich oder gar täglich völlig utopisch. Oder ich müsste mit Massen von low-quality "Müll" um mich werfen, wie es leider viele andere tun. Arbeit nach dem Prinzip "Wenn ich genug Scheisse an die Wand werfe, bleibt vielleicht irgendwann mal was kleben, was funktioniert", das ist nicht so mein Ding.


    Als "Belohnung" für meinen erhöhten Aufwand, erreichen meine Videos fast immer einige hundert, oft auch tausende Views in den ersten 2-3 Monaten und laufen aber fast ausnahmslos dauerhaft langsam aber sicher immer weiter. Und mit der Zeit (Jahre) landen viele bei tausenden Views und auch ein paar in der Zone von 20k-75k. Wenig Evergreen Content ist hier mein Ziel, im Vergleich zu massenweise kurzlebigen Inhalten, die nach einer Woche veraltet und eingeschlafen sind.

    Moin Yanogamerik


    erstmal vorweg:


    Willkommen auf

    Themen-Empfehlung für neue Mitglieder:
    >>> DU bist NEU im Forum? Worum geht's hier & über Eigenwerbung
    >>> Alles was du über YouTube wissen musst! [Tutorial Register]


    Solltest du Hilfe rund um das Forum benötigen, wende dich gerne an das Foren-Team.


    Dann entspricht Deine Vorstellung leider nicht den Mindestanforderungen für Kanalvorstellungen. Weitere Informationen dazu kannst Du hier finden: Regeln & Infos für Kanalvorstellungen


    Bitte schreibe etwas ausführlicher (mindestens 3-4 weitere Sätze), worum es auf dem Kanal geht, wie es dazu kommt, dass Du ihn eröffnet hast, wer Du bist, wer die Zuschauer sind, wie Du die Videos erstellst oder derlei Dinge. Ich werde den Post erstmal mindestens 24h stehen lassen, damit Du Chance hast, diesen zu bearbeiten und zu erweitern. Sollte er aber nach dieser Zeit weiterhin nicht ausreichend Informationen enthalten, muss ich ihn dann bedauerlicherweise löschen, aber ich hoffe, das wird nicht nötig sein.


    LG und schönes Wochenende,

    Zap

    YTForum-Team

    Noch als Zusatz:


    Musik-Videos, Comedy-Sketches, Animationsfilme, News, Meinungen, etc. sind meistens auch "Help"-Content, weil die Zuschauer ein Bedürfnis nach verbessertem Seelenleben, Unterhaltung, anderen Meinungen oder Infos über aktuelles Geschehen haben, und ein Video, dass diese Bedürfnisse befriedigt, ist definitiv "Help". Trifft sicher auch auf viele andere Bedürfnisse zu, die mir jetzt gerade nicht einfallen.

    "YouTube certified" war viele Jahre lang nur ein Badge/Abzeichen, das man bekommen hat, wenn man den Kurs der Creator Academy abgeschlossen hatte. Ist also nicht sooo viel wert, dieses Logo. Und ich weiß nicht, ob jeder, der es sich auf seine Website pappt, auch wirklich dafür qualifiziert ist/war.


    Heute ist das Zertifizierungsprogramm von YT nochmal stark geändert. Da geht es mehr darum, dass Firmen sich zertifizieren lassen, die Channel Rights Management, Music Rights, etc. anbieten. Über die Qualität der Video-Inhalte wird dort aber gar nicht mehr gesprochen, sondern es geht dabei mehr um Verwaltungs-Dienstleistungen, z.B. für YouTube Netzwerke. Aber im Endeffekt ist es immer noch ein Kurs, der entweder online oder über ein paar Tage bei einem Live-Meeting angeboten wird, und am Ende bekommt man das Abzeichen. Ist aber kein heiliger Gral der YouTube-Weisheit.


    Mehr Infos zu "YouTube Certified":

    https://support.google.com/youtube/answer/6145904?hl=de


    Willst du damit sagen, dass es keine Help, Hub & Hero Videos gibt oder wie darf ich das verstehen?

    Help Content gibt es definitiv. Sehr viele Channels bestehen zu fast 100% aus Help Content und fahren sehr gut damit. Die gesamte DIY, Schulhilfen, Self-Learning, etc. Branche lebt nur von Help-Content.


    "Hub Content" klingt nach Deiner Definition oben eher nach "Füll-Content", Lückenfüller, wenn man gerade keine zündende Idee hat. In den meisten Fällen sollte man sich vielleicht überlegen, ob man solchen Content überhaupt hochlädt, denn es wird vermutlich den Zuschauern nur mäßig was bringen, neben "lasst uns mal zusammen rumhängen". Vielleicht fällt FAQ-Content in diesen Bereich, aber der würde in den meisten Fällen auch eher in Richtung Help verlagern, außer es kommen Fragen wie "Was ist Deine Lieblingsfarbe?" oder ähnlich "aussagekräftige" Dinge darin vor.


    Und den Begriff "Hero Content" höre ich öfter, aber in den meisten Fällen, ist es auch nur Help-Content, der etwas ausführlicher und noch hilfreicher aufbereitet wurde, aufwändiger bearbeitet und noch besser für die Zielgruppe abgestimmt wurde.


    Woran ich mich am meisten stoße ist diese "Du sollst dieses und jenes Verhältnis einhalten"-Aussage, die oft dahinter steht. Und das ist in meinen Augen völliger Humbug. Ideal wäre 100% Hero-Help Content, der der Zielgruppe genau das bietet, was sie brauchen, ihre Zeit respektvoll behandelt ohne Füller-Material und Bla-Content und wo die Leute nach dem Video keine weiteren Fragen mehr haben. Oder ein Video, das so unterhaltsam ist, dass die Leute es sich immer wieder anschauen möchten. Aber das Problem mit "Ideal" ist, dass es meistens eine illusorische Ziel-Gebung aus der Theorie heraus ist, die in der Praxis genau von 12 bis Mittag Bestand hat.

    Je besser irgendwelche KI-Tools werden, Bilder, Texte, Sprachausgabe und irgendwann auch laufendes Bildmaterial zu erzeugen, desto mehr wird es davon wohl auch geben. Und vermutlich wird es auch Beispiele davon geben, wo so etwas zufällig funktioniert. Und bei Themen, die eventuell noch fast gar keine Coverage auf YouTube haben, könnte ich mir vorstellen, dass es sogar einige Zeit erfolgreich laufen könnte. Bis irgendein Mensch mit halbwegs Hirn auf die Nische stößt, und dann echte Videos macht. Text-to-Speech-Videos mit Stock-Fotos und Stock-B-Roll gibt es ja schon länger, und es ist meistens totaler Müll. Aber die TTS-Roboter werden besser und schaffen es häufiger "Lebensechte" Stimmen zu generieren, der Müll wird also etwas weniger trashig werden. Grundlegendes und gravierendes Problem dabei ist oft auch, dass die "Automation Videos" sehr, sehr oft auf Content Diebstahl aufbauen, und Text-Inhalte von anderen aus dem Internet abgreifen und einfach nur in Videoformat kopieren.


    Gerade jetzt wo es noch "neu" ist, ist es vermutlich für eine gewisse Menge Views gut, weil es einfach so unerwartet und gleichzeitig meistens so cringe ist, dass die Leute nicht direkt abschalten. So wie manche Menschen bei Unfällen nicht wegschauen können. Aber je mehr es davon geben wird, desto mehr dürfte sich dieser Effekt abschwächen und die Menschen eine Resistenz gegen automatisierte Inhalte aufbauen und doch echte Menschen bevorzugen. Abgesehen davon, dass diese Automatisierung zumindest teilweise gegen einige Punkte in den Community-Guidelines und in den Adsense Guidelines verstoßen dürfte. Channels mit solchen Inhalten sind also immer nah dran an der Grenze zum Gelöscht-werden.


    Abseits von YT, mit Videos auf anderen Plattformen und auffindbar über die Google-Suche für Themen, wo YT keine Treffer generiert, könnte ich mir vorstellen, dass uns das aber noch längerfristig begegnen wird. Das ist nichts, worüber ich mich freue, aber ich denke, das Thema wird uns lange Zeit erhalten bleiben. Und es wird, neben vielen, die damit nichts verdienen, auch so einige geben, die damit reich werden. Zumindest für die Programmierer dieser Tools steht erstmal Kasse machen an, denn es wird sicher eine große Menge Leute geben, die auf den "Easy Money"-Zug aufspringen wollen, und erstmal dort investieren, bis sie merken, dass es in den meisten Fällen nicht klappen wird.

    Es liegt ein kleines Fünkchen Wahrheit darin begraben, das ich mal noch aufgreifen will.


    Suggested ist wohl die mächtigste Zuschauerquelle überhaupt. Wenn man es schaffen sollte, diese 75 % mit jedem Video zu erreichen, hat man vermutlich einen Vollzeit-Job erschaffen und kann fortan gut und glücklich von YT leben. Von daher macht es vielleicht auch Sinn, sich das zu wünschen. Aber dort hinzukommen, ist nichts, was man trivial mit "ich lege hier mal diesen Schalter um, und wenn ich mir das vornehme, dann klappt das schon" erreichen könnte. 99 von 100 Channels werden diesen Wert niemals erreichen (und da schließe ich mich klar mit ein), einfach weil ihre Videos nicht massentauglich genug sind, zu speziell, zu schlecht, zu intelligent für die Massen, zu wenig clickbaity, zu wenig trendy.


    Mit Content für bestimmte Nischen oder Hilfe-Content oder anderen Themen, die nicht für 75% aller Menschen gleichermaßen geeignet sind, kann man auch eine solche Vorschlagquote nicht erreichen. Muss man aber auch gar nicht. YouTube ist vielfältig und es gibt nicht nur "den einen richtigen Weg".

    Wieder so ein "Schema", irgendeines selbsternannten YouTube-Gurus, das versucht Kreativität und Zielgruppenbedürfnisse in eine "So ist es richtig und alles andere ist falsch"-Aussage zu quetschen. Ich kriege Kopfschmerzen von solchen Pseudo-Weisheiten.


    Sehr viele Kanäle fahren absolut gut damit, einfach nur Hero-Videos zu machen, die durchaus auch gleichzeitig Help enthalten. Und es gibt richtig viele, extrem große Channel, die haben glaube ich in ihrem ganzen Leben noch nie ein Help-Video gemacht, und Heroes waren da wohl auch nur wenig bei. Aber Masse statt Klasse funktioniert wohl oft genug, wenn die Zielgruppe entsprechend ist, dass mangelnde Qualität des Inhalts eh nicht auffällt (und manche YT-Gurus fallen auch in diese Kategorie).

    Ich habe schon öfter etwas vom 25/75 Prinzip gehört. Was halet ihr davon? Stimmt das wirklich?

    Wieder eins der "Prinzipien", die sich irgendjemand ausgedacht hat, weil es bei ihm/ihr so ausschaut, die aber nichts mit der Realität zu tun haben. Irgendwie wird es aber immer wieder nacherzählt, aber dadurch wird es nicht wahrer. Das mag für einige Channel/Nischen/Creator zufällig stimmen, aber ein Prinzip ist es garantiert nicht.


    Ich biete hier mal 56% Search, 18% Extern (davon 75% Google Search, 20% meine Website), 10% Vorschläge, der Rest wild verteilt. Viele Wege führen nach Rom, oder so.

    Es gibt bereits einiges an sinnvollen Threads zum Thema Hashtags im Forum zu finden, wo teilweise einiges mehr drin steht an Informationen, wenn man ein wenig danach sucht

    https://ytforum.de/search-resu…ageNo=2&highlight=hashtag


    Anders als bei Plattformen wie Insta oder Twitter haben sich Hashtags bei YouTube bisher fast gar nicht durchgesetzt. Sie sind auch nur bedingt brauchbar umgesetzt worden, meiner Meinung nach. Denn auch hier sind größere Channel stark bevorzugt, da die Hashtag-Index-Seiten eine kurze Liste mit den aktuellsten Videos mit dem jeweiligen Hashtag zeigen, und darunter die populärsten angezeigt werden. Die Chancen darüber kleinere Channel zu finden sind dadurch eher gering.


    Als Zuschauerquelle kommen sie zumindest bei mir auf dem Kanal eigentlich gar nicht vor. Ich habe keine ausführlichen Statistiken dazu, aber von den knapp 1,5 Mio. Aufrufen, die mein Kanal bisher erreicht hat, sind 72 (!) durch Hashtags passiert, das entspricht 0,0048% aller Aufrufe. Meiner Meinung nach, ist das irgendwie also kein besonders "einträgliches" Geschäft, dort irgendwie Arbeit hineinzustecken, die über 3-5 Standard-Bla-Hashtags hinaus geht.


    Diese sorgen aber trotzdem dafür, dass ein Video deutlich besser gefunden wird.

    Naja, das stelle ich mal als Aussage etwas in Frage, Grund siehe oben.


    Wenn man die Hashtags in die Beschreibung packt, werden die ersten drei unter dem Titel im klein als Verlinkung angezeigt. Weitere Hashtags werde dort allerdings nicht angezeigt und daher sind auch nur bis zu drei Hashtags sinnvoll.

    Da ist ein kleiner Denkfehler drin. Denn mehr können sich eventuell trotzdem lohnen, denn man taucht ja auch in mehr Listen auf dadurch (falls die jemals jemand anschauen sollte). Mehr Hashtags senken allerdings mit jedem zusätzlichen Hashtag auch die Relevanz jedes einzelnen, kann aber trotzdem Sinn ergeben. Und die Anzeige der Hashtag-Links unterm Video, auch wenn vielen das irgendwie erstrebenswert vorkommt, ist ja eigentlich eher etwas, was oft einen Effekt haben könnten, den man gar nicht haben will. Denn damit bietet man Zuschauern an, die den eigenen Channel bereits gefunden haben, auf die Index-Seite der Hashtags zu gelangen. Und von dort aus gehen sie dann meistens auf andere Videos und sind weg, vermutlich für immer. Hier liegt also eventuell ein selbstgenerierter Zuschauerverlust begraben.


    Es könnte eventuell anders sein, wenn man "eigene Hashtags" erfindet, aber da klickt dann erst recht niemand drauf, denk ich.

    Vlogs ist irgendwie eine extrem breite Nische, und ich glaube nicht, dass man diese komplett pauschal bewerten kann. Bei Vlogs ist neben den üblichen Qualitätsmerkmalen Ton, Bild, Sprechweise, Charisma der Person, etc. vor allem wichtig, was wird dabei eigentlich gezeigt und wie groß und engagiert ist die Zielgruppe für die besprochenen Themen. Die Vlogging-Szene ist nicht so meins, aber ich schreibe trotzdem mal meine Gedanken dazu, aus Sicht eines aufmerksam und analytisch beobachtenden Youtubers, der nur mässig Interesse an den meisten Vlogs hat, aber aus "Forschungsgründen" manchmal hier und da reinschaut.


    Manche Vlogger sitzen auf ihrem Bett im Jugendzimmer, und erzählen aus ihrem Leben in Schule und Ausbildung, das kann als Zielgruppe schon ein Anfang sein, wird vielleicht Klassenkameraden interessieren, oder andere Leute im gleichen Alter. Manche Vlogger reisen um die Welt, mit dem Fahrrad, ohne Kapital, machen mehr eine Survival-Erlebnistour um die Welt. Andere Creator reisen in der Luxusjacht von einem Schickimicki-Hafen zum anderen. Der nächste Vlogger ist Experte darin, mit Actionkameras und Drohnenflügen extrem rasante Aufnahmen seiner Großstadt zu zeigen und dabei Sehenswürdigkeiten zu präsentieren und macht dabei oft auch Stunts und lädt andere bekannte Creator in seine Videos ein. Manche zeigen 3 Stunden am Stück, wie sie sich beim Skateboardfahren immer wieder auf die Klappe legen. Manche wandern stundenlang durch die Landschaft und zeigen ihre Heimat. Und die nächste Person sitzt zu Hause vorm Spiegel, schminkt sich und tratscht über ihre gehässigen Freundinnen, die immer über sie tratschen, weil sie diese Vlog Sache macht. Viele Vlogger machen dann einen inkonsistenten Mischmasch aus irgendwelchen dieser Elemente und präsentieren das mit schlechter Bildqualität und wackeligem Ton, angereichert mit vielen Ääähms und manchmal wenig eloquenten Gedanken-Ausbrüchen, dazwischen immer wieder irgendwelche merkwürdigen "Challenges", die in Ausnahmefällen durch obskure, sich selbst ins Lächerliche ziehende Aufnahmen Interesse erzeugen könnten, aber meistens einfach nur irgendwo zwischen Peinlich und Fremdscham landen.


    Naja, das sind nur ein paar wenige Beispiele von Vlogs. Manche basieren auf real existenten Channels, die ich kenne, manche haben Millionen Zuschauer und Views pro Video, andere bringen 10 Videos nacheinander raus ohne 50 Views zusammen zu bekommen. Es liegt halt einfach daran, wie und was im Video passiert, wie groß die Gruppe derer ist, die sich dafür interessieren und ob das große Thema hinter dem Kanal für 5 Videos ausreicht und dann ausgelutscht ist, oder ob es auch nach 500 Videos immer wieder neue, spannende Einsichten bringt. Es kommt auch ganz groß auf die Person an, die dahinter steht, denn Vlogs funktionieren extrem viel besser, wenn die Person dahinter guter Geschichtenerzähler ist, wirklich interessante Dinge zu erzählen hat und Ansichten und Einsichten bringen kann, die nicht in jedem zweiten anderen Vlog auch gezeigt werden.


    Vlogs im Aufbau haben das Problem, dass sie oft nur schwer in der Suche platzierbar sind, also extrem stark auf Abonnenten, Suggested, etc. aufbauen und darauf, die paar Zuschauer, die man angelockt hat, zu halten und immer wieder neu motivieren muss, auch beim nächsten Video reinzuschauen, und das geht nur, wenn man den Spannungsbogen über viele, viele Videos aufrecht halten und vielleicht auch steigern kann. Das gelingt aber nur den wenigsten. Viele Vlogs haben ein paar starke Folgen, hin und wieder gelingt es ihnen mal ein Video zu machen, das irgendwie ein paar Zuschauer anlockt, aber die meisten Folgen sind dann mehr oder weniger 08/15 langweiliger Kram, womit dann die bestehenden Zuschauer vergrault werden, und dann geht es wieder abwärts.


    tl;dr:

    Vlogs haben 1000 Unternischen und manche sind Raketen, viele aber eher Schlaftabletten. Aber es gibt auch Menschen, die gern Schlaftabletten beim Auflösen im Wasser zuschauen, nur halt nicht besonders viele.

    Immer wieder sehe ich komplett unterschiedliche Dinge was den Titel angeht und auch vieles was mir immer wieder gesagt wird, was eigentlich falsch ist.

    Das liegt einfach daran, dass es dafür keine festen Regeln gibt, zumindest keine, die YT irgendwie in ein Regelbuch geschrieben hätte und die nun für immer wie eine Gebrauchsanleitung garantiert funktionieren werden. Und nichts aus der Liste ist ein 100%iger Garant dafür, dass ein Video besser wird, und wenn man all das nicht beachtet, kann ein Video trotzdem erfolgreich sein. Denn die Titel sind nur einer von vielen Tausend Meta-Daten, direkt zu Beginn vermutlich mit einer der wichtigeren, weil er mithilft, den Inhalt des Videos zu erfassen. Aber je länger das Video online ist, je mehr Impressionen und Views es hatte, desto unwichtiger werden jene Meta-Daten, die von Creatorn manuell eingestellt werden können.


    Kurzer Ausflug zum größeren Kontext des SEO-Themas:

    Es gibt im Internet eine Menge YT-Gurus, wie auch SEO-Gurus bei der Google-Suche, zwei sehr verwandte Themenbereiche, die sich auch überlappen. Die meisten davon haben sich irgendwann selbst dazu ernannt, verkaufen Kurse, Bücher, betreiben Channel, Webseiten, Beratungsfirmen, SEO-Tools, etc. und sie bauen darum ein großes Business auf. Aber, grob geschätzt sind 70-90 % der Sachen, die sie erzählen entweder veraltet, oder einfach nur ausgedacht und irrelevant. Es ist nicht leicht, mit Content auf YT dauerhaft erfolgreich zu sein, und die meisten "YT-Gurus" haben diesen Pfad ergriffen, weil ihnen kein besseres Thema eingefallen ist und sie mit eventuellen anderen Themen vorher erfolglos waren. Was eigentlich beweist, dass das meiste, was sie als Wissen, Erfahrung und 100%ig geprüfte Fakten hinstellen, im Endeffekt für sie wohl gar nicht so gut funktioniert hatte, bevor sie als relativ erfolglose YouTuber losgezogen sind und die noch erfolgloseren YouTuber als Zielgruppe und Ziel ihrer Business-Abzocke ausgemacht haben.


    YouTubes Algorithmen, genauso wie die KIs, die bei Google das Suchranking beeinflussen, sind sehr, sehr gut gehütete Geheimnisse. Denn sie werden seit 1 bis 2 Jahrzehnten als eine Art Schiedsrichter genutzt, wer im Internet Geld verdienen kann und wer nicht. Und entsprechend wird auch eine Menge Energie, Zeit und Geld darin investiert, diese KIs zu manipulieren. 2005 war das noch sehr erfolgreich, 2010 bis 2015 sank der Anteil des völlig SEO-manipulierten Contents immer mehr, und mittlerweile haben die Teams hinter den beiden größten Suchmaschinen der Welt, Google und YT, gelernt, dass es total fatal ist, wenn sie zu viel Wissen über die Funktionsweise der Algorithmen nach draußen lassen. Denn es wird nur dafür genutzt, dass umtriebige SEO-Firmen weltweit damit Schindluder treiben und Content versuchen, in den Rankings nach oben zu bringen, der eigentlich für die Suchenden nicht gut ist. Und darum werden die Algorithmen immer mehr darauf trainiert, alle menschengemachten SEO-Vorgaben mehr oder weniger "in Zweifel" zu betrachten, zwar mitzunutzen, aber sowie genug gemessene Daten vorliegen, sie mehr und mehr zu vernachlässigen.


    Ich könnte hierzu jetzt vermutlich einen halben Roman schreiben, aber ich kürze das mal ab. SEO ist eine Wischiwaschi "Kunst", da fast nichts in diesem Bereich 100%ig nachprüfbar und fast nichts in diesem Bereich 100%ig und dauerhaft erfolgreich ist. Man macht etwas, ändert 100 Dinge, und dann ändert sich was, aber in den meisten Fällen wissen die SEO Profis auch nicht genau, warum es sich geändert hat. Sehr oft haben sie zig Projekte, davon sind wenige erfolgreich, aber bei ein paar hat es ganz gut geklappt, mehr oder weniger durch Zufall. Und diese werden dann mit der plakativen Aussage "schaut her, wir haben NACHWEISBAR Erfolg" vorne als Werbung platziert, von den xmal so vielen nicht erfolgreichen wird nicht mehr gesprochen.


    Es gibt ganz klar einige technische Dinge, die richtig schlecht sind, die man unbedingt sein lassen sollte und es gibt ein paar wenige klare "mache dies und das, ansonsten geht es völlig unter"-Faktoren. Aber auch diese ändern sich im Laufe der Jahre immer wieder. Und ein ziemlich großer Teil, was im Bereich YT- und Google-SEO als "Wissen" verkauft wird, ja richtig teuer verkauft wird teilweise, ist irgendwo zwischen Voodoo, Homöopathie, Wunderheilung und Bullshit-Marketing angesiedelt. Manche verdienen sich damit eine goldene Nase, anderen "Mittelchen" gegen ihr Unwissen und ihre Unsicherheit zu verkaufen, und das meiste davon ist simply Bullshit, Schlangenöl, Vaporware, und was Ihr sonst noch so kennt, was Leute kaufen, ohne dass eine Wirkung tatsächlich nachweisbar wäre.


    Eine der wichtigsten SEO-Regeln meinerseits ist, macht Content für die Menschen, die Ihr ansprechen wollt, nicht für die KIs. Denn wenn die Menschen merken, dass Ihr guten Content habt, dann messen die KIs das und dann reagieren sie auch entsprechend. Und macht Content nicht in Bereichen, wo schon tausend andere vor Euch herumgewühlt haben. Metaphorisch: Wenn 100 Angler an einem Teich sitzen, bedeutet das nicht, dass jeder weitere Angler, der sich an den Teich setzt, auch gute Chancen haben wird, dort Fische zu fangen, sondern vermutlich eher keine, angelt lieber an Teichen, wo möglichst wenig andere sitzen, da habt Ihr mehr Chancen, dass noch Fische über sind.


    Zu den eigentlichen Fragen rund um Titel:

    Manches davon hat einen Hintergrund in der Geschichte der Suchalgorithmen, ein paar Dinge davon gelten heute noch, vieles davon ist überholt oder heute so stark entwertet, dass die Wirkung davon zu vernachlässigen ist. Keywords im Titel, in der Beschreibung, im gesprochenen Text des Videos wie auch in Text-Einblendungen werden ausgewertet, um den Inhalt des Videos zu erfassen. Tags werden fast komplett ignoriert (siehe Text über der Eingabe-Box bei YT, Original-Zitat YT ► "unwichtig").


    Die Anordnung der Keywords, die Länge des Titels, etc. sind dabei wohl fast völlig egal. Zumindest was die KIs angeht, die finden ihre Infos in 100 Buchstaben langen Titeln genauso wie in 15 Buchstaben langen Titeln (soweit man da was reinbekommt). Wichtig ist daher eher, wie wirkt das auf Menschen? Ein ansprechender Titel hat SEHR großen Einfluss auf die Klickrate, und das entscheidet maßgeblich darüber, ob Leute das Video anschauen, oder halt weiterscrollen. Da Menschen schnell durch die Ergebnisse scrollen, haben lange Titel Nachteile, denn die Menschen sind generell schon lesefaul und wenn sie schnell scrollen, wird oft nur noch kurz abgescannt, ob der Titel etwas verspricht, was interessant klingt, oder hilfreich, die wenigsten lesen dabei bewusst.


    Aber was dabei im Endeffekt wirklich funktioniert, dazu kann man kaum 100%ig gültige Regeln definieren, das ist sicher auch von Audience zu Audience unterschiedlich und ändert sich vermutlich auch mit allerlei Faktoren und auch dadurch in welchem Umfeld der Titel angezeigt wird. Wenn man in einer Nische unterwegs ist, wo alle toll formulierte Titel haben, fällt man kaum auf, wenn man auch toll formulierte Titel hat. Wenn man in einer Nische veröffentlicht, wo alle Titel eher technisch sind, fällt man aber mit rosigen Formulierungen vielleicht stark auf, so als grobes Beispiel.


    Wie auch bei den Thumbnails und der Videoqualität an sich, es kommt immer extrem stark darauf an, was so bei den anderen Videos passiert, neben denen Euer Content angezeigt wird. Herausragen aus der Masse ist ein wichtiger Punkt im schnelllebigen Internet-Content-Business, und die meisten, die irgendwelche Regeln aus (meist veralteten oder ausgedachten) Kochrezepten verfolgen, sehen daher am Ende genauso aus, wie 8 der 10 anderen Channels, die auch dem gleichen Rezept folgen, und daher ist jeglicher eventuell positive Effekt des Rezeptes neutralisiert, weil 9 von 10 der Channels gleichgeschaltet, konform aussehen. Und der 10. Channel, der sich nicht an die "Regeln" hält, sticht aus der Masse heraus, und könnte eventuell die Klicks abgreifen, halt genau, weil er sich eben nicht an die "Regelwerke" hält, sondern einfach kreativ irgendwas Eigenes macht.

    Vorweg: 480p als Zielgröße für den Bildausschnitt anzupeilen ist heutzutage vermutlich schon im Bereich "Pixelart" angesiedelt.


    Und ich vermute anhand Deiner Beschreibung, dass Deine Bilder in Full HD, was 1080p entspricht, im Programm einfach nicht angepasst werden. 480p ist weniger als die Hälfte an Höhe und da das Seitenverhältnis vermutlich erhalten bleibt, auch weniger als die Hälfte der Breite. So zeigt Dein Video einfach irgendeinen Ausschnitt des gesamten Bildes und der Rest liegt einfach ausserhalb des sichtbaren Bereichs.


    Einfachste und auch für die Zuschauer bessere Lösung, das Video als Full HD / 1080p einstellen, dann sollten auch die Bilder vernünftig in den Frame passen, ohne dass sie extra skaliert werden müssen. 1080p gilt heute auch eher als Mindeststandard für Video-Formate, auch wenn es immer noch Mobile-Geräte gibt, die das nicht können und bei schlechten Datenraten auf niedrigere Bildraten umgeschaltet wird. Aber viele Geräte nutzen heute 1440p oder 4k und da sieht 1080p teilweise schon pixelig aus.


    480 ist dann in etwa wie die Grafik eines Amiga Computers aus den Neunzigern, oder Playstation 1, Nintendo NES. Auch die Bitraten hören sich etwas gruselig niedrig an, obwohl das bei Standbildern mit Ton eventuell ausreichen könnte. Aber bei bewegt Aufnahmen von der Handy-Kamera ergibt das ein sehr undeutliches Endergebnis.

    Ich z.B lebe überwiegend vom Youtubewerbeanteil, in meiner Nische ist der CPM aber eben auch deutlich höher als im Bereich "Games".

    Ich denke, das ist nicht Nischen abhängig, sondern ganz speziell Zielgruppen- bzw. Audience-abhängig. Gaming erreicht bei vielen Channels vermutlich so wenig CPM/RPM, weil die meisten Videos hauptsächlich <15 Jahre Zuschauer ansprechen, die über kaum Kaufkraft verfügen und auch nachweisbar wenig auf Werbung klicken und danach kaufen. Sowas wird auch gemessen, ausgewertet und Marketing-Kampagnen dann gezielt auf bestimmte Zielgruppen und Keywords ausgerichtet, die eher erwachsenere Zuschauer mit Einkommen und Kaufintent ansprechen.


    Manche Gaming-YTer hier berichten von CPMs <1 Euro, und das klingt für mich auch nach furchtbar schwierig, damit Geld zu verdienen. Ich mache auch Gaming Content, habe aber durch meine Ausrichtung auf eher 30+ Gamer immerhin eine RPM von 3,5-5, je nach Quartal, Saison, die 5 kommen im November bis Dezember und die CPM schwankt zwischen 7 und 10. Das sind also schon nochmal ganz andere Werte, in der gleichen Nische, aber halt mit anderer Zielgruppe und anderer Audience-Zusammensetzung.


    Mit meinen RPM/CPM Werten liege ich generell immer einiges über den Schätzungen von Socialblade oder zumindest am obersten Rand, wenn es nicht so gut läuft. Es scheint also nicht der "durchschnittliche" Wert zu sein. Kenne aber auch zu wenige RPM/CPM Werte von anderen, um hier wirklich exaktere Aussagen zu treffen.

    Wie schafft man das zeitlich die alle regelmäßig mit neuen Videos zu bespielen ohne Einbußen in der Qualität zu haben?

    Das mit dem "regelmäßig" ist halt auch eher ein Mythos. Es mag für manche Channels absolut hilfreich sein, konsistent neuen Content anzubieten. Aber es ist garantiert nicht so, dass umgekehrt ein Channel direkt sterben würde, nur weil man mal ein Zeitlang nichts hochlädt.

    Wird das im Ausland echt entsprechend übersetzt angezeigt?

    Jepp, genau dafür ist es gut. Ob das funktioniert, ist aber vom Content abhängig, denn wenn man seinen Titel in Spanisch oder Hakka an das Video schreibt, dann aber trotzdem im Video Deutsch redet, fühlen sich viele dadurch verkaspert und reagieren entsprechend schlecht. Wenn man aber Content ohne Sprache hat, kann das durchaus eine gute Option sein, die Audience etwas internationaler auszurichten.

    Ausloggen ist vor allem wichtig, wenn man an öffentlich zugänglichen Geräten Zugriff aufs Internet nimmt. Dort würde ich generell vermeiden, irgendwelche Seiten einzuloggen, an denen mehr als nur eine anonyme Internet-Persönlichkeit hängt. Auf der Arbeit, oder im WLAN des örtlichen Caffee-Betriebs, könnte das auch riskant sein, aber da würde es schon eher aufwändig werden, irgendwelche Accounts darüber abzugreifen und das würde tatsächlich einen ziemlichen Aufwand an krimineller Energie erfordern. Die meisten Admins in Firmen und Kaffeehaus-Betreiber haben besseres mit ihrer Zeit anzufangen.


    Zu Hause dagegen, wenn euer Router nicht gerade 20 Jahre alt und niemals geupdated ist und immer noch mit Login:Admin PW:Admin läuft, ist es extrem unwahrscheinlich, dass jemand da an Eure Accounts geht. Es sei denn, Ihr habt Streit mit Tante Helene oder Neffe Siegfried und die haben einen Schlüssel für Eure Wohnung und sind auf der Suche nach den versteckten Familien-Millionen. Und sollte Euer Vermieter tatsächlich in eurer Abwesenheit in Eurer Wohnung herumschleichen, macht er sich sowas von strafbar und vermutlich hätte er eher an anderen Stellen zu schauen, die vielversprechender sind, etwas "kompromittierendes" zu finden. Das wäre aber alles direkter, physischer Zugriff auf den Rechner, da sollte meistens schon ein gutes Windows-Passwort reichen.


    Ausnahme: Wenn Euch eine Hausdurchsuchung droht oder wenn Ihr Euch einen Trojaner einfangt, der nur darauf lauert, dass offene Browser-Sessions verfügbar werden. Beide dieser "Angreifer" lassen sich durch Windows-Passworte nicht aufhalten, können aber bei Bedarf auch lange vorher etwas auf dem Rechner installieren, schlafen lassen und den Moment abpassen, an dem Ihr Euch eh einloggt. Wahrscheinlichkeit, dass dies passiert eher gering, außer ihr gehört zu der Gruppe der Leute, die in Spam- und Phishing-Emails immer erstmal alle Links ausprobiert.


    Ansonsten sehe ich ausloggen bei Banking oder anderen finanziellen Diensten als halbwegs wichtig an, aber nur wenn Ihr mit Leuten zusammen wohnt, denen Ihr nicht vertrauen könnt. Aber diese haben meistens sowieso 15-30 Minuten Inaktivität als automatische Auslog-Schwelle voreingestellt.


    Ansonsten: Ausloggen ist nervig und meistens Zeitverschwendung.