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    Vor einem Moment

    Hej Du

    Vielleicht hilft dir das weiter:
    Kritische Stimmen sind wichtig für eine Vielfältige Diskussion und Wahrnehmung der Plattform. Ich finde, sie haben definitiv ihre Daseinsberechtigung.

    Wie in vielen anderen Bereichen, gibt es aber auch bei den Kritikern Kanäle, die es Ernst meinen, gut umsetzen, verschiedene Aspekte beleuchten und zu einer Diskussion anregen, dann aber auch andere Kanäle eher nur ihre Meinung präsentieren. Sicherlich ist auch das wichtig, aber das kann auch schnell so wirken, als würde man nur die Reichweite eines aktuellen Themas mitnehmen wollen. (Ich glaube, das verwässert dann auch schnell zum News-YouTuber, der nur oberflächlich berichtet)
    Im Blog und Netz zuhause, YouTube mit diesem Equipment. Macht auch Twitter.
    Betrachte ich durchaus kritisch. Aber weniger den Content an sich, sondern vor Allem die Tatsache, dass diese Art von Content so im Trend ist.

    Aufmerksamkeit bekommt man heute auf Youtube vor Allem durch die Bravo und den Schulhof-Funk.
    Wenn man dafür nicht in die Zielgruppe passt, dann durch die Kritik an Leuten, die in die Zielgruppe passen, und davon profitieren.

    Das Problem was ich darin sehe ist, dass gerade bei den Bravo-Kanälen der Inhalt oft quasi kaum vorhanden ist. Der besteht oft zu weit mehr als 50% aus "abonniert mich...oh und folgt mir auf Instagram und twitter", und der Rest sind dann völlig sinnfreie lieblos gestaltete Videos oder Product Placements. Wenn man als Zuschauer Glück hat immerhin gekennzeichnet.
    Interessanter Fun Fact an der Stelle: Maxi Gstettenbauer (oder wie der geschrieben wird) hat da letztens mal ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert. Er hat nämlich wohl mal als Gag-Schreiber für viele größere Youtuber gearbeitet. Scheinbar ist bei vielen Kanälen noch mehr durchgescriptet (also von externen Stellen) als selbst den Kritikern klar ist.
    Dass viele größere Kanäle ihre Videos ja nicht mal selber schneiden ist denke ich ohnehin schon bekannt. Bei vielen großen Kanälen sitzen Profis an den Aufnahmen, die die Videos genau so schneiden, dass sie bei der Zielgruppe geplante Reaktionen hervorrufen.

    Sich jetzt seine Existenz auf genau so einem Content aufzubauen als Kritiker halte ich aus mehreren Gründen für sehr problematisch. Letztendlich pusht man genau dieses Geschäftsmodell dadurch und sorgt für noch mehr Reichweite solcher Kanäle. Zum Anderen ist auch hier unter den Kritikern die Kreativität natürlich nicht wirklich im Vordergrund. Es hat mehr einen Kommentarcharakter, und weniger einen wirklichen Inhalt.
    Das große Problem was ich dabei sehe ist die Konditionierung der Zuschauerschaft. Denn letztendlich gewöhnen sich die Zuschauer dann an Inhaltsloses Zeug, sei es nun kritisch oder der tatsächliche Content, und Videos mit Inhalt überfordern zunehmend die Zuschauer (weil sie es einfach nicht mehr gewöhnt sind). Eigene Ideen sind zudem nicht mehr in der kollektiven Wahrnehmung und wirken allein dadurch, dass sie ein anderes Thema haben, schon als "irrelevant". besondere Vorkommnisse auf der Plattform geraten durch die starke Fokussierung bei Unmengen anderer Videos zunehmend stärker in den Fokus, und Content, der sich mit etwas anderem beschäftigt geht hier dann ebenfalls unter.
    Zum anderen haben wir im Internet zunehmend den Fall, dass Menschen entweder Mitläufer sind, oder Spaß daran haben gegen etwas zu sein (was aber am Ende aufs gleiche raus kommt, nur dass die 2. Gruppe sich "klüger" fühlt. Im Kern ist es aber eigentlich genau das Selbe). Wirklich Content, der einfach den eigenen Interessen entspricht, ohne Skandale, ohne hate-Welle, ohne krasse späktakuläre Geschichten oder Emotionen, das interessiert zunehmend weniger Leute.
    Das zeigt sich auch in der Wahl des Contents. Wirklich Kritik ist das schon lange nicht mehr. Es werden immer die gleichen Youtuber rausgesucht und auf denen rumgehackt. Das liegt nicht daran, dass sie sonderlich "asi" wären im Gegensatz zu anderen, sondern vor Allem daran, dass es da am wenigsten Gegenwind gibt, und am meisten Zuspruch. Ein Leon Machere und ein Apo Red sind ein Ziel ohne großen Gegenwind. Wenn man sich Youtuber anschaut, wo Kritik wirklich interessant wäre, weil die Themen der Youtuber auch Kontrovers sind, da sieht man nicht wirklich was dazu, denn hier stößt Kritik auf Gegenkritik, und es gibt auch nicht 100erte andere Kanäle, die genau das gleiche kritisieren. Schlecht für die Youtube-Suche.

    Das wirklich große Problem ist vor Allem die Tatsache, dass beide Seiten ("asi" Content, und kritischer Content darüber) sich am Ende einfach nur gegenseitig pushen, und jegliche andere Form von inhaltlich wirklich kreativem oder ich nenns mal "sinvollem" Content zunehmend untergeht.

    Das zeigt am Ende vor Allem eins: Wirklicher Inhalt in Videos ist den meisten Leuten zu anstrengend und zu langweilig geworden. Viele Kanäle, die sich um ordentlichen Content mit Eigenkreativität bemühen, die stagnieren, Coole und interessante eigene Projekte gehen zunehmend unter. Oder wann habt ihr zuletzt mal wieder virale Videos gesehen, die wirklich durch Kreativität ihre Aufmerksamkeit bekamen? Früher gab es das sehr häufig. Und heute? Bei den meisten viralen Videos geht es um Kritik, um Persönlichkeiten die bekannt sind, oder es ist das typische "Kalenderspruch" Zeug (meist dann in Form von Bildchen die geteilt werde). Ab und an heult auch mal einer vor der Kamera rum dass irgendwas furchtbares passiert ist.

    Alle wollen "realen" Content, wollen "realen" Menschen folgen, und "reale" Inhalte sehen. Doch sowas hat immer Ecken und Kanten. Es bedarf eine Auseinandersetzung damit. Und bei "realem" Content passiert eben auch nicht in jedem Video irgend ein krasser shit, der sämtliche Aufrufrekorde bricht. Doch wie viele Zuschauer sind dazu heute noch bereit? Videos im positiven Sinne einfach zu schauen, und sich an der Kreativität und "realness" zu erfreuen? Solche Videos gehen neben einem Skandal immer unter, und mittlerweile gibt es meist mehrere Skandale parallel.

    Kritischer Content, der mit Fingern auf andere zeigt, ist selten wirklich inhaltlich wertvolle Kritik. Meist ist das am Ende auch nur ein Rädchen, dass auch die "Gegner" mit ins Boot des 08/15 Contents holt, und dafür sorgt, dass ein Leom Machere und ein Apo Red auch die letzten User auf Youtube noch erreicht, die ohne so einen Content meist wohl nicht mal wüssten, wer das eigentlich ist. Ich kannte vor dem trend die meisten der ständig kritisierten Youtuber nicht mal vom Namen. Heute weiß ich was die genau für einen Content machen, ohne auch nur ein einziges Video von denen gesehen zu haben.

    Mir fehlen die Kanäle, die einfach nur durch eigene sympathische Ideen ihre Aufmerksamkeit bekommen, völlig fernab von Skandalen. Und ich denke, gerade die Youtube-Kritik Kanäle haben mit einen der größten Anteile daran.
    Kennt ihr eigentlich schon das "Stylophone"?
    Klick mich hart, ich bin ein Link :D
    -------
    7 Tipps zum Musikvideo drehen (Tutorial für Anfänger)
    Klick mich ... ich bin auch für Videos mit ohne Musik zu gebrauchen :D
    Das Motto auf YouTube ist immernoch "Brodcast Yourself". Daraus interpretiere ich eine künstlerische Freiheit. Sprich jeder soll das machen was er für am besten hält. Egal ob Spaß oder Geld die Motivation ist. Die Zuschauer bestimmen den Trend und das ist vollkommen okay. Das wahre Problem ist die digitale Verdummung. Ich könnte jetzt zwar genauer darauf eingehen, allerdings würde das den Rahmen sprengen. Ich kann legendlich auf das Buch "Digitale Demenz" verweisen.

    Man sollte solche Trends akzeptieren, was nicht heißt das man sie toll finden muss. YouTube ist zu einer Geldmaschine geworden. So sollte man sie auch behandeln. Deswegen glaube ich keinen YouTubern mit ihrer versteckten Doppelmoral *hust*Montanablack*hust*, wenn sie das ganze als Hobby mit Taschengeld behandeln.

    Meinungsblogs, Neuigkeiten und Top-Listen!
    Kanal: youtube.com/user/TerrorTimme27

    Steve KTM schrieb:

    @Johnny_JayJay definier bitte mal was du mit YouTube-kritisch meinst ...

    Videos über Youtube selbst?
    Videos über Youtber?
    Videos über den Content auf YouTube?
    Einfach alles; Von KuchenTV über reine "Kanalzerstörer" bis hin zu aufwändigeren Videos, die dieses Thema sehr stilvoll betrachten.

    @Semu
    Ich sehe da oft ein ähnliches Problem. Mir geht es z.B. auch so, dass ich diese Asi-YouTuber alle nicht kannte, bevor dann irgendwann 2016 dieser Trend losging.
    Dass die eigene Kreativität nicht mehr im Vordergrund steht o.Ä. kann ich nicht unterschreiben. Es gibt eine Menge Negativbeispiele, allerdings finde ich Kanäle wie Den Heider einfach großartig.
    "wann habt ihr zuletzt mal wieder virale Videos gesehen, die wirklich durch Kreativität ihre Aufmerksamkeit bekamen?"
    Das ist tatsächlich eine Sache, die ich unglaublich schade finde. Es stimmt, der Großteil von YouTube entwickelt sich gegen die Richtung "Kreativität" oder "Inhalt". Wobei es ja dann doch ab und zu Projekte gibt, die sehr viel Aufmerksamkeit bekommen (siehe Julien Bam). Trotzdem gehört sowas zu der völligen Minderheit, da gebe ich dir recht.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Johnny_JayJay

    WELCOME to YOUTUBE, einer kommerzielen Unterhaltungsplattform. Was die Zuschauer sehen wollen wird produziert, damit Gewinn und Reichweite größt möglich sind. Nix schlimmes dran, oder geht hier wer für Umme arbeiten? Also ich nicht.

    Die Online Plattformen sind nix anderes als TV 2.0 ... und es gab auch nie was neues dort .... Oh Internetmenschen regen sich über die Niveaulosigkeit von RTL oder der BILD auf ... nur um im zweiten Satz genau die belanglosen Texte loszuwerden wie die Laiendarsteller in Berlin Tag und Wach. Und nebenbei wird schnell Produkt X beworben und die eigene Reichweite erhöht.

    Jeder soll das machen was er will ... wie schon erwähnt heißt es ja ...


    TerrorTimme schrieb:

    "Brodcast Yourself

    ... ja natürlich ist mir klar, das die Konfliktsuche in der Natur des Menschen liegt und der nunmal nur zu gern ein Feindbild hat ... für Kinder ist es der pöser AboRot ... für Erwachsene der IS ... und für Angie und Trump der Friseur ...

    Ich sag leben und leben lassen ... ihr seid nichts anderes als Menschen, also lebt mit anderen Menschen und akzeptiert sie.

    Erfolg kann jeder haben, du musst nur an deine Träume glauben, sie als Ziele fokusieren und sie kontinuirlich verfolgen <3
    ブラック


    AKTL: Abwesend!!!

    Johnny_JayJay schrieb:

    Steve KTM schrieb:

    @Johnny_JayJay definier bitte mal was du mit YouTube-kritisch meinst ...

    Videos über Youtube selbst?
    Videos über Youtber?
    Videos über den Content auf YouTube?
    Einfach alles; Von KuchenTV über reine "Kanalzerstörer" bis hin zu aufwändigeren Videos, die dieses Thema sehr stilvoll betrachten.
    @Semu
    Ich sehe da oft ein ähnliches Problem. Mir geht es z.B. auch so, dass ich diese Asi-YouTuber alle nicht kannte, bevor dann irgendwann 2016 dieser Trend losging.
    Dass die eigene Kreativität nicht mehr im Vordergrund steht o.Ä. kann ich nicht unterschreiben. Es gibt eine Menge Negativbeispiele, allerdings finde ich Kanäle wie Den Heider einfach großartig.
    "wann habt ihr zuletzt mal wieder virale Videos gesehen, die wirklich durch Kreativität ihre Aufmerksamkeit bekamen?"
    Das ist tatsächlich eine Sache, die ich unglaublich schade finde. Es stimmt, der Großteil von YouTube entwickelt sich gegen die Richtung "Kreativität" oder "Inhalt". Wobei es ja dann doch ab und zu Projekte gibt, die sehr viel Aufmerksamkeit bekommen (siehe Julien Bam). Trotzdem gehört sowas zu der völligen Minderheit, da gebe ich dir recht.
    Ich spreche hier auch eher von Tendenzen. Ausreißer gibt es zum Glück immer, auch in beide Richtungen. Gerade die Vielseitigkeit ist das, was so eine Plattform (für mich) ausmacht.

    Ich sage auch nicht, dass der Content als solcher schlecht ist. Auch unter Youtube-Kritikern gibt es großartigen Content, der teilweise auch mit Eigenkreativität umgesetzt wird. Ich beanstande hier auch nicht die Doppelmoral (was man aber durchaus oft könnte). Ich finde es nur sehr schade, dass viele Menschen eben so ähnlich sind in der Auswahl ihres Contents, und dass viele Menschen einfach wenig Reflektiert an ihren eigenen Geschmack herangehen. Ich würde mir persönlich als kreativer Mensch auch wieder mehr kreativen Content wünschen, der eben nicht so optimiert ist, und hier die kollektive Wahrnehmung von Content einfach vielseitiger macht. Der Wertschätzung für den Unterhaltungsfaktor ist halt zunehmend, sowohl im TV, wie auch bei Zeitungen, Artikeln, aber eben auch auf Youtube, von krassen Geschichten und Sensationsgeilheit bestimmt. Ich würde mir persönlich einfach wünschen wieder mehr von dem Zeug zu sehen, der vor ein paar Jahren mal deutlich gefragter war als heute (eben genau diese kleinen viralen Videos, eigene Sketche und eigene Kreative Ergüsse), und der eben auch 3 Wochen später noch unterhaltsam, und nicht direkt wieder überholt ist.
    Viele Videos die heute von großen hochgeladen werden folgen mehr den Trends als den eigenen Ideen, und sind entsprechend teilweise nach 2 Tagen schon nicht mehr aktuell. Und da alle oft quasi das gleiche machen, ist es bei einigen Kanälen nur noch eine Stilfrage, wie man den genau gleichen Inhalt gern präsentiert hätte. Direkt das Video? Doch kommentiert als react/Kritik? Mit Beleidigungen? Mit rumgebrüll? doch eher ruhig und analytisch? Ich finde das Ganze ein wenig schade. Ich würde mir wünschen, dass wieder mehr größere Youtuber ihre eigenen Ideen und Konzepte verfolgen, und sich mehr auf ihre eigene Kreativität beziehen. Eigene Gags bringen, eigene Sketche drehen, etc.

    Aber auf der anderen Seite: Auch die Zeit der ewigen Kritik wird irgendwann vorbei sein. Zum 100.x den gleichen "asi"-Witz zu bringen ist halt auch irgendwann nicht mehr lustig, und zum 50. zu hören, dass jemand mal wieder irgendwas faked oder was weiß ich was...das ist halt auch nichts, was über Jahre hinweg unterhalten wird.
    Ich hoffe, dass irgendwann mal wieder eine Zeit kommt, wo es ein klein wenig eine Rückbesinnung auf die "broadcast yourself"-Anfänge von Youtube gibt. Ich vermute mal eher nicht, aber ich hoffe es :D Denn letztendlich ist der Grundgedanke, als Privatperson plötzlich so viele Zuschauer zu haben, und diese Bekanntheit wirklich "real" miterleben zu können ohne gefakten Mist, hochinteressant. Als Zuschauer eine Idee davon zu bekommen, wie das Leben einer bekannten Person wirklich ist, ich denke das ist durchaus was, was eigentlich sehr sehr viele Menschen interessiert, was sich aber irgendwie keiner traut offen zu zeigen, weil ständig manager xy dahinter sitzt und auf die Zahlen guckt, und weil halt der Mehrumsatz durch Skandale sehr verlockend ist.
    Kennt ihr eigentlich schon das "Stylophone"?
    Klick mich hart, ich bin ein Link :D
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    7 Tipps zum Musikvideo drehen (Tutorial für Anfänger)
    Klick mich ... ich bin auch für Videos mit ohne Musik zu gebrauchen :D

    Semu schrieb:

    Ich würde mir wünschen, dass wieder mehr größere Youtuber ihre eigenen Ideen und Konzepte verfolgen, und sich mehr auf ihre eigene Kreativität beziehen. Eigene Gags bringen, eigene Sketche drehen, etc.
    Hmm, ich finde, da ist es immer wichtig, was einen selbst anspricht. Es mag auch viele Leute geben, die sich mehr Comedy und Sketche gar nicht so wirklich wünschen. Ich muss sagen, es gibt auch ein paar YouTuber, die Ihre eigenen Konzepte und Ideen verfolgen, aber dennoch YouTube kritisch gegenüberstehen. Ich weiß nicht, ob Du schon Mal was von Ultralativ gehört hast. Die beiden Jungs sind einfach großartig in dem, was sie machen und meiner Meinung nach der beste YouTube-Kritik Channel. Leider ist das eher was einmaliges.

    Semu schrieb:

    Aber auf der anderen Seite: Auch die Zeit der ewigen Kritik wird irgendwann vorbei sein. Zum 100.x den gleichen "asi"-Witz zu bringen ist halt auch irgendwann nicht mehr lustig, und zum 50. zu hören, dass jemand mal wieder irgendwas faked oder was weiß ich was...das ist halt auch nichts, was über Jahre hinweg unterhalten wird.
    Wie schon erwähnt muss das nicht unbedingt sein. Diese Aussage mag zwar auf die Kanäle zutreffen, die erst mit der Welle dieses Trends angefangen haben, YouTube Deutschland zu kritisieren, aber viele verfolgen ja auch ein zeitloses Konzept. Wie eben Der Heider oder Ultralativ.

    Semu schrieb:

    Denn letztendlich ist der Grundgedanke, als Privatperson plötzlich so viele Zuschauer zu haben, und diese Bekanntheit wirklich "real" miterleben zu können ohne gefakten Mist, hochinteressant. Als Zuschauer eine Idee davon zu bekommen, wie das Leben einer bekannten Person wirklich ist, ich denke das ist durchaus was, was eigentlich sehr sehr viele Menschen interessiert, was sich aber irgendwie keiner traut offen zu zeigen, weil ständig manager xy dahinter sitzt und auf die Zahlen guckt, und weil halt der Mehrumsatz durch Skandale sehr verlockend ist.
    Ich weiß jetzt nicht genau, auf was Du Dich beziehst, aber ich denke es gibt eine Menge "reale" Vlog-Channel auf YouTube :) Oder beschreibst Du hier auch wieder das Ausleben der eigenen Kreativität, das "Broadcast Yourself"? Also so ganz à la coldmirror?
    interessant :D Genau die von dir genannten Kanäle hatte ich da tatsächlich alle im Hinterkopf ^^

    Bei Ultralativ bin ich tatsächlich schon seit grob 1000 oder 2000 Abonnenten rum dabei, die finde ich auch großartig, und zwar vor Allem deshalb, weil die Videos oft zeitlos sind, und die aktuellen Geschehnisse vor Allem ein Beispiel sind, und weniger das Videothema, das ist doch sehr oft sehr allgemein gehalten, und die Grundsituation für Vorfall XY im Allgemeinen ist hier das Thema, und das auch auf einem durchaus etwas höherem Niveau. Unterschreibe ich da absolut, dass das ein Ausnahmekanal ist, im positiven Sinne.

    DerHaider ist auch nichts, was ich per se schlecht finde. Wie gesagt, ich kritisere auch den Content nicht, ich finde es nur schade, dass es immer und immer wieder die Selben Kanäle sind, die kritisiert werden. Es ist durchaus sehr unterhaltsam und auch mit einem nötigen Abstand produziert. Ich finde nur man sollte sich da halt auch als Zuschauer darüber im klaren sein, dass die "gehaidert" Videos oder ähnliches vor Allem auch für mich als "nicht-asi-gucker" im Prinzip nur eine für mich angepasste Version ebenjenen Contents sind. So aufgearbeitet, dass ich als Zuschauer mit anderem Geschmack ebenjenen Content trotzdem konsumieren kann ohne mir dabei die Augen ausstechen zu wollen.
    Und versteh mich da nicht falsch, ich finde den Content nicht schlecht, ich finde auch das Konzept nicht schlecht an sich. Es ist nur nicht das, was ich unter "kreativer Eigenproduktion" verstehen würde. Und genau da liegt der Punkt, den ich schade finde. Nicht, dass es so Content gibt, sondern dass genau so ein Content so unfassbar viel Anklang findet, und viele kreative Eigenproduktion aufgrund von weniger Relevanz, weil eben nicht Skandalorientiert, auf der Strecke bleibt.
    Und da geht es mir auch gar nicht mal um den Punkt des öffentlichen Interesses, sondern vor Allem auch der Tatsache, dass mittlerweile 100erte solcher Kanäle existieren, die auf jeden Trend zug aufspringen, und den Youtube-Content ständig sprengen mit den immer gleichen Tags und Suchwörtern. Dadurch entstehen immer punktuell unfassbar viele Videos zu ein und dem selben Thema mit quasi identischem Inhalt nur anders visuell und stilistisch präsentiert. Anderer Content, der sich nicht mit genau den Themen beschäftigt geht dann für die Zeit immer völlig unter, weil auch die Videovorschläge voll mit dem Kram sind. DAS finde ich immer sehr schade, weil sich eben genau sowas sehr stark häuft, vor Allem in letzter Zeit.
    Das hat nämlich die Konsequenz, dass ein random-Zuschauer auch kaum Alternativen bekommt, außer er sucht wirklich aktiv danach (was die meisten nicht tun). Dieses "ich klick mich mal durch und finde zu unfassbar vielen Themen random unfassbar viele Videos" geht dadurch immer häufiger verloren weil Bibi gerade einen Song rausgebracht hat, zu dem dann 5000 Videos hochgeladen werden, oder weil Youtuber XY irgendwo irgendwas gesagt hat, beef hat, etc. etc.


    Und bei dem zeitlosen kreativen Content sind wir dann auch schon wunderbar bei Coldmirror. Denn genau dieses "rumblödeln" und Spaß haben, kreativ sein, Ideen umsetzten, eigene Stile entwickeln etc. das ist bei Coldmirror bis heute doch sehr konstant so geblieben und erhält einen Stückweit den alten Zeitgeist von Youtube, den ich mir persönlich wieder mehr wünschen würde. Ob das am Ende nun Wissensformate, Sketche oder was auch immer ist, das ist da an sich egal. Mir geht es um diesen Grundgedanken der wirklichen Eigenproduktion auf Grundlage einer wirklich eigenen Idee, die nicht zwangsläufig was mit 50 anderen Trend Videos zu tun haben muss, damit man irgendwo irgendwie in den Vorschlägen steht. Ich würde mir einfach wünschen, dass sowas wieder häufiger geschaut werden würde, und diese Kurzzeittrends nicht so extrem im Vordergrund stehen würden.
    Kennt ihr eigentlich schon das "Stylophone"?
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    7 Tipps zum Musikvideo drehen (Tutorial für Anfänger)
    Klick mich ... ich bin auch für Videos mit ohne Musik zu gebrauchen :D
    Ich finde es schon etwas absurd wie viele sich über bestimmte Youtuber oder Veränderungen bei Youtube beschweren, sich dabei aber die Hände reiben weil sie sich davon große Klicks erhoffen. Kann mir niemand sagen, dass die meisten die ein kritisches Video über Tanzverbot und Ähnliche machen nicht genau wissen, dass sie damit zwar Tanzverbot pushen, aber selbst auch ein Stück vom Kuchen abhaben können. Es ist eigentlich totale Heuchelei. Trotzdem kommen dabei tatsächlich auch manche unterhaltsame Videos raus, die trotz aller Berechnung halt wirklich gut gemacht sind.

    Bei Videos mit Kritik an Youtube selbst und nicht an Kanälen muss man natürlich normalerweise vorsichtig sein, immerhin beißt man die Hand, die einen kostenlos füttert. Andererseits trenden solche Videos und was sollte Youtube schon gegen Videos haben, die ihnen selbst viel Geld in den Rachen schmeißt. Und da kommt der Boomerang: Wer bewusst aus Click-Gründen kritische Videos gegen Youtube macht, bringt Youtube bewusst Geld ein - famose Sache das. Aber auch hier finde ich gutgemachte Videos toll. Gerade wenn man Probleme objektiv darlegt, hoffe ich das manche Kritikpunkte schon auf irgendeinem Weg bei den richtigen Leuten auf dem Tisch landet. Das meiste sind aber leider "Youtube ist Scheiße"-Videos

    Aber was solls. Am Ende setzt sich der Content durch, der von den meisten Youtube-Nutzern gesucht wird. Wirft zwar oft ein ziemlich übles Bild auf das Durchschnittsniveau, aber so läuft es halt. Diese Videos sind meist ja nicht einmal gut suchoptimiert. Es wird halt nachgefragt. Ich hoff ja noch darauf, dass sich die zunehmende Videofunktion in neueren Social Medias die ganz junge Zielgruppe ein wenig von Youtube wegverlagert, aber mal sehen, ob das je der Fall sein wird. Fakt ist, dass Social Media - und dazu zählt eben auch Youtube - im steten Wandel ist. Niemand hätte gedacht, dass Facebook die totale Dominanz verlieren könnte. Dann sind die Jüngeren zu Instagram abgewandert, als die Eltern immer mehr auf Facebook zu finden waren und mittlerweile ist es Snapchat.
    Keine Ahnung, ob es nen noch neueren Trend gibt, aber ich denke auch Youtube wird weiter einen steten Wandel haben und wer weiß, vielleicht bekommt Youtube sogar irgendwann ein großes neues Portal als Konkurrenz.
    Dann werdens vermutlich die grauen Eminenzen sein, die Youtube vorwiegend weiter als Hauptplatform nutzen.

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