Moin @DerAuspacker
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Moin @DerAuspacker
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Leider konnte ich micht immer noch nicht bewerben, ich finde es echt frech von yt, dass man in der mail schriebt :'' "So kannst du dafür sorgen, dass die Monetarisierung wieder aktiviert wird: 1 Kläre alle Urheberrechtsprobleme und Probleme mit den Community-Richtlinien .2 Wenn du die betroffenen Videos löschst, werden die Probleme nicht automatisch behoben." und einfach seit Monaten nichts passiert und das nur wiel man mit seinem ersten Video einen Strike bekommen hat? Wofür gibt es denn 3 strikes, wenn einer schon solche Auswirkungen hat?
Moin,
Wenn Du die Plattform YouTube benutzt, befindest Du Dich mehr oder weniger im Haus YouTube. Damit ist YouTube sowas wie ein "Vermieter", wobei Sie die Hausordnung festlegen und sie sind recht frei dabei, was sie dort reinschreiben und wie sie das umsetzen. Und weil sie nett sind, lassen Sie Dir ein "Zimmer" für Deinen Kanal, ohne dass sie Miete dafür verlangen. Wenn Du es mal aus der Perspektive betrachtest, ist es doch schon ganz freundlich, dass Sie Dich weiter wohnen lassen, obwohl Du bereits direkt zum Anfang gegen die Hausordnung verstoßen hast. Es ist also nicht frech, wie Du es empfindest, sondern Ihr gutes Recht als "Hausbesitzer", dass sie fordern, dass Du Dich erstmal bemühst die Regeln einzuhalten und beweist, dass Du vorhast zukünftig nach den Regeln weiter zu machen.
Es klingt in der eMail für mich so, als würden weitere Videos Probleme mit Urheberrechten haben? Gibt es denn daneben auch noch Claims, etc.? Hast Du denn Deine anderen Videos mal durchgeschaut, und alle entsprechenden Dinge vom Kanal entfernt? Alle Claims mit den Urhebern geklärt?
Und "nur weil man einen Strike bekommen hat", das ist nicht "nur". Bei den meisten Strikes sind Urheberrechtsverletzungen dahinter, das ist ein Vergehen, für das man theoretisch durchaus auch vor Gericht belangt werden könnte. Auch bei vielen Community-Guidelines-Verstößen stehen oft Dinge dahinter, die durchaus strafrechtlich oder privatrechtlich vor Gericht führen könnten.
Hier hat sich YouTube sozusagen schützend vor Dich gestellt und mehr oder weniger durch die Löschung des Videos verhindert, dass die geschädigte Firma/Gegenseite direkt mit Anwälten, Abmahnungen und Klagen auf Dich losgeht. Das ist nicht wirklich ihre Pflicht, sie könnten Dich auch eiskalt allein damit zurecht kommen lassen. Das wäre sicher gar nicht so nett.
Zumindest in den Anfangs-Zeiten des Internets sind da so manche Leute, die meinten Urheberrecht wäre etwas, was man leicht ignorieren kann, mit zigtausenden Euro Schadensersatzforderungen nach Hause gegangen. Und auch heute noch werden viele Leute, die einfach irgendwas ins Internet stellen, von Abmahnanwälten mit massiven Geldforderungen eingedeckt. YouTube steht hier als eine Art Schutzschild vor Dir, aber natürlich auch vor den Urhebern, deren Rechte sie halt auch einzuhalten haben. Das nur mal so als Denkanstoß.
YouTube ist nicht dazu verpflichtet, Dir einen Kanal zur Verfügung zu stellen. Es gibt kein Recht auf einen Kanal und auch kein Recht auf Monetarisierung. YouTube ist eine Firma, deren Ziel es ist Umsatz zu machen, ihre Mitarbeiter zu bezahlen und sich am Weltmarkt zu halten und vielleicht sogar zu wachsen. Sie bieten kostenlose Kanäle und die Monetarisierung an, weil sie selbst damit Geld verdienen. Und wenn Du Ihnen dabei helfen kannst innerhalb des rechtlichen Rahmens, machen sie das meistens auch gern, weil ist eine Win-Win Situation.
Wenn aber bereits am Anfang nicht klar ist, ob Du nach den Regeln spielst, werden Sie Dich eventuell auch erstmal längere Zeit beobachten, ob sich das Risiko lohnt. Denn eventuell laufen sie Gefahr, wegen Dir Werbefirmen zu vergraulen, weil deren Werbung auf Deinem Content läuft oder sie eventuell sogar ihrerseits zu Schadensersatzzahlungen verknackt werden, weil Sie Dich gewähren ließen. Ich kann verstehen, dass die Firmenpolitik da sagt, eher vorsichtig sein, erstmal abwarten. YouTube hat schon oft Millionen-Zahlungen leisten müssen, weil sie für derlei Probleme, die im Endeffekt von Creatorn verursacht wurden, geradestehen mussten. Und an Kanälen, neuem Content und Video-Creatorn mangelt es nicht. Wenn Sie Dich also nicht monetarisieren, kommen zehn andere.
Moin @Schwepps
erstmal:
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Dann ein paar Gedanken zum Thema:
Also ich glaube nicht an diese Theorien vom geheimnisvollen "Channel Rating" und auch Metrics wie Abonnenten/View Verhältnis sind heute eher nicht mehr geläufig. Das sind Fragen, die vor einigen Jahren vielleicht mal relevant waren, aber heute bei weitem nicht mehr so sehr oder sogar gar nicht mehr. YouTube analysiert den Content und auch den Kanal an sich, keine Frage, aber dabei spielen sehr, sehr viele Faktoren eine Rolle, und die meisten nur eine kleine, vor allem auf Channel Ebene.
YouTube arbeitet mittlerweile, nach xfacher Aussage der Ingenieure hinter Search und Discovery, also jener YouTube-Systeme, mit denen kleine Channels Views gewinnen und wachsen, auf einer per-Video-Basis. Dies bedeutet, dass die Videos vor allem erstmal für sich alleine stehen, jedes Video getrennt bewertet und eingestuft wird, in verschiedensten Systemen einsortiert wird, und das ohne dabei auf die Werte der vorherigen Videos zu schauen.
Natürlich gibt es dabei aber noch einen Faktor, den der Audience und der Aktivierung von vorherigen Zuschauern mit neuem Content. Aber hierbei machen wir Creator oft einen ganz entscheidenden Fehler. Wir denken gern mal, dass Leute, die uns abonniert haben, damit aussagen sie wollten ab jetzt alles anschauen, ganz egal was wir posten. Dass sie uns als Creator toll finden und es egal wäre, was wir ihnen an Inhalten vorsetzen. Aber das ist leider in den meisten Fällen ganz und gar nicht so. Passiert bei einigen wenigen Kanälen, weil die Person dahinter extrem lustig oder charismatisch ist, aber bei geschätzt 90% der Channels, geht es um Themen.
Zuschauer abonnieren hunderte Kanäle, und das jeweils meistens, weil ihnen ein ganz bestimmtes Video zu einem ganz bestimmten Thema gefallen hat und sie mehr zu diesem einen Thema sehen wollen. Machen wir dann Videos zu anderen Themen, können sie damit eventuell nicht mehr viel anfangen.
Dabei ist es aber völlig egal, ob Du Deinen alten Kanal weiterbetreibst, oder einen neuen aufmachst und dann "neue, andere" Abonnenten suchst. Das Problem bleibt bestehen, außer Du machst nur noch Videos, die ganz exakt gezielt nur noch Thema XYZ behandeln. Aber auch dann werden viele Abonnenten nach 2-3 oder spätestens nach 5 Videos immer seltener klicken.
Ein neuer Kanal ändert also nichts daran, außer Du analysierst genau, wer ist eigentlich die Zielgruppe Deiner Videos, sind das wirklich immer die gleichen Leuten? Oder machst Du lieber Inhalte, die mal diese und mal jene Leute ansprechen?
Wenn ich Deinen Kanal anschaue, geht es da um Themen, die untereinander nicht das geringste miteinander zu tun haben. Das gemeinsame Thema ist "irgendwas in 24 Stunden lernen", wenn ich das richtig verstehe. Aber interessieren sich die Zuschauer wirklich dabei dafür, wie man alles Mögliche in 24h lernt, oder hast Du eventuell eher ein paar Zuschauer, die sich für Selbstverteidigung interessieren, ein paar die sich für Zauberwürfel interessieren und einige, die sich über das Haare selber schneiden informieren möchten?
Wie groß sind wohl die Überlappungen dieser Zuschauergruppen? Werden sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auch daran interessiert sein, wenn Du ihnen zeigst, wie Du einen Autoreifen wechselst? Würde an diesem Problem ein neuer Kanal etwas ändern? Kann es wirklich eine signifikante Menge an Leuten geben, die sich für all diese Themen gleichermaßen interessieren oder ist es normal, dass bei einigen Videos Desinteresse ausgelöst wird? YouTube misst dann dieses Desinteresse, und wird eher nach Videos suchen, die die Zuschauer mehr interessieren.
Eine Erkenntnis, die eventuell hier ganz hilfreich sein kann, ist, wenn man sich mal klarmacht, dass die YouTube Systeme nicht dafür gedacht sind, Zuschauer für Deine Videos zu finden. Ihr Auftrag ist ein ganz anderer, der sich zwar ähnlich anhört, aber von der Aufgabenstellung und der Herangehensweise ganz anders ist.
Denn die Vorschlags- und Suchsysteme von YouTube versuchen herauszufinden, welche Interessen ein Zuschauer hat, was er gern mag und was nicht. Es geht also darum die richtigen Videos für einen bestimmten Zuschauer zu finden, nicht umgekehrt.
Wenn dieser Zuschauer XY wieder auf die Plattform zurückkommt, möchten diese System dem Zuschauer genau auf ihn zugeschnittene Inhalte finden, die ihn möglichst lange gucken lassen und ihn dabei so zufrieden wie möglich machen, damit er länger dran bleibt und öfter wiederkommt. Und da der Platz auf der Home-Seite und in den Vorschlägen begrenzt ist, werden immer nur die 10-15 Videos angezeigt, die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit das Interesse des Zuschauers halten. Dazwischen gibt es auch immer mal Vorschläge für neue, andere, abwechslungsreiche Themen, aber 80-90 % der angezeigten Videos sind Matches für die Dinge, die die Person in der Vergangenheit oft geschaut hat.
Und wenn man das erkannt hat, wird immer wichtiger, dass man realisiert, kann mein Content bei dieser Aufgabe der YT-Systeme hilfreich sein und ist er so strukturiert, dass es für die Systeme leicht gemacht wird, einem Zuschauer mit einem bestimmten Interesse öfter mal Videos von meinem Kanal vorzuschlagen?
Oder gehe ich ganz auf die Suche ein und möchte ich mit meinem Content Antworten auf ganz spezielle Fragen geben, so dass zwar immer Leute zuschauen, die diese Frage hatten, und beim nächsten Video geht es um eine andere Frage, um andere Zuschauer, um andere Interessen.
Im ersten Fall sollte man eher eine Community aufbauen und deren Interessen im Fokus behalten. Im zweiten Fall sollte man die Abonnenten eher vernachlässigen, und sich auf Suchmaschinenoptimierung konzentrieren. So oder so, wird ein neuer Kanal das Problem nicht lösen, die Fragestellung und die Lösung des Problems liegen halt an ganz anderer Stelle.
Moin Leute,
ich würde mich sehr freuen, wenn wir dann etwas ruhiger werden könnten. Es gibt sehr oft unterschiedliche Meinungen, es gibt unterschiedliche Wissensstände, und das zu vermitteln ist nicht immer einfach. Aber es wird versucht, und das im Idealfall freundlich und neutral. Können wir uns darauf einigen, bitte?
Jeder hat auch mal einen schlechten Tag und dann werden manchmal Dinge entweder nicht ausreichend hinterfragt oder einfach mal gegooglt, bevor man etwas postet oder auch mal Dinge in einer Form ruppig formuliert, obwohl man keinen bösen Hintergedanken hat. Das passiert jedem Menschen Mal, denk ich. Das muss nicht mit böser Absicht passieren, wirkt aber auf andere eventuell, wenn man nur den Einzelfall betrachtet, manchmal merkwürdig oder aggressiv. Aber lasst uns das bitte nicht zum Anlass nehmen, Fronten aufzubauen.
Eigentlich geht es hier um das Miteinander, das gemeinsame und gegenseitige Austauschen von Wissen, Erfahrung, das Klären von Fragen und Füllen von Wissenslücken, und vielleicht auch mal um das Aussprechen von Sorgen und die Suche nach gegenseitigem Verständnis im besonderen Leben von YouTube Creatorn, oder sehe das nur ich so? So, please stay nice and friendly ![]()
Diskussion zum Artikel YouTube Analytics Glitch / Bug momentan:
ZitatMoin Ihr Lieben,Alles anzeigen
momentan scheint es ein Problem mit der Darstellung der Views und einiger anderen Daten in den YouTube Analytics zu geben. Dabei scheint ein kompletter Tag mehr oder weniger genullt zu sein. Das Ganze sieht dann ungefähr so aus:
https://i.imgur.com/8SymzCw.png
Ich hatte dieses Problem gestern bereits mit den Daten von vorgestern, die sind dann heute im Laufe des Tages wieder aufgetaucht. Heute passiert das gleiche Problem wieder, und wie ich Meldungen bei Twitter, FB, etc.…
Sorry, wenn es dadurch zu Missverständnissen gekommen ist...und Danke nochmal für die Hilfestellung, nun schaut alles gut aus
Absolut nichts zu entschuldigen, vielleicht für ähnliche Fälle sogar hilfreich. Lieber dreimal zu viel gefragt, als wenn es völlig schiefläuft und man dann hinterher dauernd über "das dumme, fiese YouTube" meckert.
Eigene Fehler zu erkennen und daraus tatsächlich zu lernen ist eine tolle Eigenschaft, die nicht jedem Menschen gegeben ist. Und obendrein Danke, dass Du auch nach der Lösung Deines Problems noch mal hier bei uns vorbeikommst, Danke sagst und erklärst, was schiefgelaufen ist, das ist der Idealfall wie ein Problem-Thema ausgehen sollte. ![]()
Ich hoffe, Du bleibst uns erhalten ![]()
Moin Dietmar,
zu erst einmal:
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Dann als Disclaimer:
Ich bin kein Anwalt, ich darf keine Rechtsberatung geben, höchstens meine Meinung und Erfahrung teilen. Für eine verlässliche Rechtsauskunft kontaktiere bitte einen Anwalt, in diesem Fall einen Fachanwalt für Urheberrecht und/oder Medienrecht.
Und zu Deiner Frage:
Rechtlich sollte nicht viel dagegen sprechen, solange du für eine geleistete Zahlung auch die Versprochene Leistung erbringst und normale Steuern auf die Einnahmen abführst.
Zur technischen Umsetzung:
Man kann in YouTube Videos auf ungelistet stellen, so dass die Videos nicht in Suche oder an anderen Stellen gezeigt werden, und dann kann man den Link gezielt an Leute herausgeben. Allerdings hat man dann keine Kontrolle darüber, was mit dem Link danach passiert. Sollte einer der zahlenden Kunden den Link irgendwo teilen oder veröffentlichen, so hätten auch nicht bezahlende Zuschauer Zugang zu diesen Videos.
Daneben gibt es die Möglichkeit, wenn man diese Funktion zur Verfügung haben sollte, Videos auf Kanalmitglieder zu beschränken und dabei sogar verschiedene Level von Zugang zu gewähren. Allerdings bekommt YouTube bei der Kanalmitgliedschaft einen Anteil von 35 % an allen Einnahmen, abgesehen von zu zahlenden Steuern auf diese Einnahmen. Kanalmitgliedschaften werden von YouTube aber auch erst ab 1000-10.000 Abonnenten freigeschaltet, der Bereich ist fließend mit Trend nach unten, bin da auch nicht völlig auf dem aktuellen Stand, wie er heute direkt steht.Aber ein neuer oder sehr kleiner Kanal wird diese Funktion nicht nutzen können.
Solche Kurse werden daher meistens über spezielle Plattformen angeboten, die dann aber auch Kosten verursachen und meistens ebenfalls einen Anteil der Einnahmen abzweigen. Hier würde eine Google Suche nach z. B. "Video Online Kurs" sicher schnell einige Plattformen zutage fördern.
Ja, alte Videos werden zwar in gaaaanz langen Abständen immer mal wieder automatisch geprüft und mit den neuen Methoden und Regeln abgeglichen, es wäre also irgendwann eh dazu gekommen. Aber wenn man sie anfasst und Metadaten ändert, löst man damit selbstständig sofort eine erneute Überprüfung aus. Und die "andere haben sowas auch online"-Diskussion hatten wir ja schon viele Male mittlerweile. Nur weil es manchmal Leute gibt, die bei einem Bankraub nicht erwischt wurden, kann man daraus nicht das Recht ableiten, dass nun jeder ungestraft Banken überfallen darf.
Solange das Video noch nicht gelöscht wurde, kannst Du mit dem Editor-Modul im YouTube Studio einfach den nicht beanstandeten Teil des Videos in ein neues Video kopieren. Theoretisch könntest Du auch den beanstandeten Teil wegschneiden, aber vermutlich wird YT dies nach einer bereits erfolgten Verwarnung nicht mehr durchgehen lassen.
Moin Jonas ![]()
erstmal vorweg:
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Dann zu Deiner Frage:
Clickraten für sich allein sind keine so wirklich aussagekräftige Größe. Denn sie ergeben meistens nur im Zusammenhang mit den Impressionen einen Sinn. Denn oft ist ein Absinken der Clickraten mit einem Anstieg dieser Impressionen verbunden, und das bedeutet einfach, dass YouTube Euren Content an neuen Zuschauerkreisen ausprobiert, die Euch eventuell bisher noch nie gesehen haben, und dadurch kommt es meistens zu geringeren CTRs. Auf jeden Fall ist dieses Thema ein komplexeres, da kann man meistens nicht einen Wert aus der Menge herausgreifen, da oft erst die Betrachtung der gesamten Daten eine Aussage ergibt.
CTRs sind auch nicht nur von Thumbnails abhängig, sondern auch von Titel, Videobeschreibung und der allgemeinen Themenauswahl. Das ausgefeilteste und schönste Thumbnail verführt nicht zum Klicken, wenn es im Video z.B. um das Kleingedruckte in einem Wartungsvertrag zu einer Toilettenbürstenreinigungsmaschine geht.
Dazu kommt, dass die Altersangaben in den YouTube Analytics eher so "naja", sind. Häufig springen die wild umher und zumindest bei meinem Channel sehen die Zahlen oft nicht sinnvoll aus, weil 1-2 bestimmte Altersgruppen angeblich fast die komplette Zuschauerschaft ausmachen sollen und andere angeblich niemals vorkommen. Das ist aber ziemlich wahrscheinlich einfach ein Messfehler, weil z.B. viele User ihr Alter im Google/YT Profil nicht hinterlegt haben oder sogar mit Absicht falsche Angaben machen.
Und zum Abschluss noch etwas Allgemeines:
Bitte hinterlege Deinen Kanal im Benutzerprofil des Forums, denn dann kann man einfach mal nachschauen, wie der Kanal so steht, was für Content drauf ist, etc. und bei fast allen Fragen, kann man dann etwas eher sinnvolle Antworten geben. Wenn man den Kanal nicht kennt und nicht sehen kann, ist fast immer grobes Rumraten angesagt.
Vimeo wird unter anderem gern für Firmen-Webseiten genutzt, wo speziell für die Firma hergestellte Produkt-Vorstellungen oder Firmen-Profil-Videos gehostet werden, die man dann direkter in die Webseite einbauen kann, als dies mit YouTube möglich wäre. Dafür zahlt man bei Vimeo für Speicherplatz und YouTube ist umsonst, bzw. zahlt dann seinerseits ab einer gewissen Reichweite dafür.
YouTube erlaubt auch nicht alle Inhalte, wenn man 18+ Inhalte, Glücksspiel, politische Rand-Inhalte bis hin zu Demagogie, Waffen-Vorstellungen, Drogen-Berichte etc. hochladen möchte, so ist YouTube eventuell nicht die richtige Plattform dafür, da die Content Guidelines weitestgehende Regelungen aufstellen, welcher Content geduldet wird und welcher nicht. Natürlich wird dies nicht 100 % einhaltbar sein, bei der Menge an Material, die täglich neu hochgeladen wird und der Riesenmenge, die bereits online ist, damit gelten die Regeln grob, soweit das automatisiert erkennbar ist, es gibt aber immer (bisher) unerkannte Ausnahmen.
Vimeo ist da vermutlich bei weitem neutraler, welche Inhalte geduldet werden, aber sie brauchen sich da auch keine Gedanken um die Monetarisierung machen, da die Uploader die zahlenden Kunden sind, nicht Werbetreibende oder Viewer. Von daher besteht dort eine völlig andere Ausgangslage.
Erhaelt eine ein Video das nur auf Youtube vorhanden ist, viel mehr Klicks als wenn ein identisches Video
ausschliesslich auf Vimeo verfuegbar ist?
Vimeo verbreitet den Content nicht von sich aus. Wenn man Views auf Vimeo Videos haben möchte, muss man das selber organisieren, zum Beispiel, indem man eine Webseite aufbaut, die dann vielleicht in Google ranked und so dann Zuschauer anlockt und dann kann man dort auf der Webseite eigene Werbung schalten, die eventuell mehr Einnahmen generiert, als YT Werbung.
Es gibt bei Vimeo auch Dienste, wo man Content nicht-öffentlich machen und beschränken kann, so dass nicht jeder einfach so schauen kann. Damit wird z.B. mancher Bezahl-Content realisiert, sprich Inhalte, wo die Zuschauer erst eine Art "Eintrittsgeld" bezahlen müssen, oder Mitglied in einer Community werden müssen und dann speziell dafür freigeschaltet werden, dass sie diese Inhalte sehen dürfen. Bezahl-Online-Kurse arbeiten oft mit solchen Plattformen, wo man sich dann einen teuren Kurs kauft und dadurch dann Zugang zu 10,20 oder 50 Lehr-Videos bekommt, die es so nicht frei verfügbar gibt.
So kann man seine Inhalte eventuell über Vimeo oder vergleichbare Plattformen besser monetarisieren, als dies über YT ginge. Aber dafür muss man halt auch selbst die Zuschauer heranschaffen, während YouTube mit seinen Such- und Vorschlags-Algorithmen für sehr viel Traffic sorgt.
Ich bin kein Stream-Experte, hab zwar schon öfter gestreamt, aber wenn dann meistens über OBS oder vergleichbare Software. Daher kann ich Dir leider auf Deine Frage keine hilfreiche Antwort geben.
Aber eine Frage zum Verständnis: Warum stören Dich die 7-10 Sekunden Verzögerung? Selbst wenn man sehr, sehr engagiert mit der Community interagiert und auf den Chat reagiert, für welchen Zweck braucht man wirklich eine schnellere "Reaktionszeit" ? Oder ist es einfach eine technische Optimierung, die Du gern machen möchtest, einfach weil es eventuell technisch möglich sein könnte, ohne dass Du Verwendung dafür hast?
aber nun habe ich gelesen, dass YouTube Werbung den organischen Wachstum hemmt.. ist das tatsächlich so?
Meine Meinung und Einschätzung dazu:
a) Ich denke nicht, dass es zutrifft, dass man dem Kanal damit wirklich aktiv Schaden zufügt.
b) Vermutlich ist es aber so, dass es auch nicht viel positive Wirkung hat.
Warum a)?
Wie Du selbst schon vermutest, würde sich Google (minimal) damit ins eigene Fleisch schneiden. Wobei geschätzt 99 % aller YouTube Werbe-Aktionen nicht durchgeführt werden, um einen Kanal zu pushen, sondern um ein Produkt zu bewerben. Die Werbe-Clips sind dann dabei zwar hochwertig produziert, aber die Kanäle, von denen die Videos kommen, sind entweder speziell dafür gemacht, oder keine tatsächlich aktiv genutzten Kanäle. Daher wäre auch die Auswirkung von Werbung auf den entsprechenden Kanal in den meisten Fällen völlig irrelevant, solange das eigentliche Ziel der Werbung, nämlich eine Steigerung von Verkäufen oder der Bekanntheit einer Marke erreicht wird.
Wenn also ein Creator nun beschließt Werbung für seinen Kanal zu machen und dabei ein völlig normales Video eines Kanals in der bezahlten Werbung angezeigt wird, sind die Views fast immer minimal kurz, also sind extrem viele 5 Sekunden Views dabei, außer das Video läuft zwangsweise länger, was aber bestimmt auch mehr pro View kostet. Während also normale Views eventuell 2,3,5 oder gar 10 min lang sind, bekommt man hier große Mengen von 5Sek Views. Und auch Views ohne jegliches Engagement, denn die wenigsten Werbezuschauer machen sich die Mühe auf den Kanal einer Werbung zu schauen.
Davon ab haben aber mehrere Programmierer / Software Ingenieure von YouTube in den letzten Jahren immer wieder klargemacht, dass Videos anhand der Watch-Daten untersucht und gewichtet und gewertet werden, dabei aber die Quellen unterschiedlich gehandhabt werden (Quelle verschiedene Creator Insider Videos). Ein Video, das sich also in Home/Search/Suggested gute Werte "erarbeitet" hat, wird durch extrem kurze Werbe-Nutzung nicht zwingend "hingerichtet", da z.B. der Search Algorithmus nicht hinschaut, wie die Werte in den Werbeblöcken waren, sondern sich nur auf die durch Search gewonnen Views und deren Statistiken konzentriert.
Was dann für den Otto-Normal-Creator verwirrend ist, sind die Analytics des jeweiligen Videos, weil zumindest auf der obersten Ebene der Analytics einfach alle Quellen kumuliert und verrechnet werden. Und dann sehen die Werte für das Video eventuell verheerend aus, auch wenn es trotzdem nicht wirklich Effekt zeigt. Und generell werden die Analytics durch solche Werbeaktionen halt extrem verändert und aus der sowieso bei kleinen Channels nahezu nicht sinnvoll verwendbaren Datenbasis, wird dann eine völlig abstruse Datenbasis, aus der man endgültig nichts Sinnvolles mehr rauslesen kann.
Man müsste dann schon zukünftig für ein solches Video genauer nach Quellen filtern und dabei unterscheiden, welche Quelle wie abgeschnitten hat, um nach so einer Werbeaktion noch sinnvolle Werte aus den Analytics herauslesen zu können. So kommen manche Creator und auch manche "YouTube-Lehrer", die es nicht so richtig blicken, darauf, solche Aussagen zu treffen, wie "mit Werbung macht man sich seinen Kanal kaputt". Das muss aber gar nicht sein, sondern es handelt sich dabei eher um eine Fehlinterpretation.
Um diesen Effekt, der sich hauptsächlich auf die Analytics bezieht, zu vermeiden, sollte man eventuell als Werbevideo ein speziell für den Werbezweck gemachtes Video benutzen, das sonst nicht weiter genutzt wird. Ist vermutlich eh besser, weil der Werbeeffekt verschwindend gering sein dürfte, wenn man einfach irgendein Video vom Kanal als Werbevideo nutzt.
Warum b)?
Denk einfach mal an Dich selbst, wenn Du auf die letzten 50 Werbeblöcke bei YT zurückblickst, bei wie vielen davon hast Du Dir den dazugehörigen Kanal angeschaut? Ja, sehr wahrscheinlich lautet die Antwort "Null" und das trifft wohl auf fast jeden YT Benutzer zu. Die meisten Zuschauer warten mit dem Mauspfeil oder Finger über dem "Werbung überspringen" Knopf und der Inhalt der Werbung ist ihnen fast immer völlig egal. Wenn eine Werbung ohne diesen Button kommt und länger als 10 Sek läuft, baut sich vermutlich bei manchem eher Frust, Antipathie oder Schlimmeres auf.
Und selbst wenn jemand wirklich mal 20 oder 30 Sekunden im Werbeblock drin bleiben sollte, ist die Person vermutlich gerade nicht am Gerät, abgelenkt oder eingeschlafen. Es gibt dann noch eine ganz minimale Chance, dass ein Zuschauer tatsächlich interessiert ist am Inhalt des Werbevideos. Aber selbst dann, bei tatsächlich am Thema interessierten Personen, ist die "Conversion-Rate", also das Erreichen des gewünschten Effekts, sprich, dass die Person auf den Kanal geht und abonniert oder sich zumindest weitere Videos anschaut, nahe null, auf jeden Fall sind bei fast allen Werbeaktionen CR Werte von 1-3 % normal. Da müsste es schon eine extrem erfolgreiche Kampagne werden, die mal höhere Conversion-Rates erzielt.
Was sind also die genannten 8524 Views aus der YouTube-Werbung tatsächlich? Grob über den Daumen 8450 Menschen, die 5 Sekunden gewartet haben, ohne tatsächlich auf das Video zu achten und grobgeschätzt 80, die vielleicht auf den Kanal geschaut haben. Wobei von den 80 dann vermutlich nur ein verschwindend geringer Teil Abonnent oder Stamm-Viewer geworden ist. Die positive Wirkung ist damit also verschwindend gering bis gar nicht vorhanden.
Nachsatz:
Ach ja, und für die Leute, die denken, sie können die 1000 Abonnenten und 4000h Watchtime per Werbung "erkaufen": sämtliche Watchtime, die durch Werbung generiert wird, zählt nicht für die 240.000 Minuten. Hier wird nur "organisch" von tatsächlichen Zuschauern "erwirtschaftete" Watchtime gewertet. Künstlich erzeugt Views und Watchtime werden dabei, so weit irgendwie möglich, rausgerechnet und nicht gewertet. Dazu kommen dann noch allerhand andere Faktoren, wie repetitive Content, reused Content, der nicht dabei gewertet wird und viel mehr verhindert als hilft, aber das ist ein völlig anderes Thema.
PS:
Bitte pack doch Deinen Kanal in Dein Forums-Profil, da kann man Dir auch immer sehr viel eher mal tatsächliche Tipps geben, die auch wirklich relevant für Deinen Kanal passend sind.
Was zur Hölle ist ein Closeup?
Ein Bild eines Gesichts oder eines Gegenstandes in Großaufnahme, so dass das Gesicht oder das Item den Bildrahmen fast oder ganz ausfüllen. Deutsche Übersetzung wäre wohl passenderweise "Nahaufnahme".
Ich bin ja immer wieder begeistert, wie Du Dir Plätze erkämpfst, die zumindest anfangs oft ganz klar für rein optisch basierende Inhalte geplant waren. ![]()
Moin Martin,
zuerst: Wir sind ein Forum von YT Creatorn für Creator, niemand hier arbeitet für Alphabet, Google oder YouTube. Daher können wir zwar Dein Problem sehr gut verstehen, aber leider nicht direkt hinter den Kulissen zur Lösung beitragen.
Dann meine Gedanken dazu:
Adsense hat da ziemlich strikte Regeln, was mehrere Accounts dort angeht. Dort steht unteranderem, dass jede Person nur einen Account haben darf, lebenslang. Darum ist auch ein Ban von Adsense, wenn einem das passieren sollte, ziemlich drastisch. Darum auch die strikte Sperre, wenn vermutet oder herausgefunden wird, dass mehrere Accounts für eine Person existieren sollten.
Warum nun allerdings Adsense "denkt", dass Du ein zweites Konto hast, und Du nichts davon weißt, klärt das noch nicht. Wäre ich in Deiner Situation würde ich alle Google Accounts prüfen, die vorhanden sind (gut, dass ich nur einen habe) und kontrollieren, ob eventuell bei einem davon doch ein Adsense Konto bestehen sollte. Dies muss gar nichts mit YouTube zu tun haben, da Adsense unter anderem auch genutzt wird, um mit Werbung auf Webseiten Geld zu verdienen, aber auch genauso, wenn man seinerseits Werbung schalten möchte. Hier kann es vielleicht Überschneidungen mit völlig anderen Vorgängen in der Vergangenheit kommen, oder mit beruflichen Tätigkeiten, wenn man eventuell für die eigene Firma oder für die Firma, bei der man angestellt ist, Werbung über Google durchführt.
PS: Den Kanal am besten auch im Profil Eintrag hinzufügen, das erleichtert bei eventuellen späteren Fragen zum Kanal dann einiges.
Ok, Entschuldigung angenommen.
Aber es steht halt schon sehr viel da, was absolut anwendbar ist. Daher verstehe ich nicht, warum Du denkst, Du wirst missverstanden. Wenn wir mehr miteinander reden und das in einem möglichst freundlichen und respektvollen Ton, dann wird das schon. Auch dieses miteinander muss man ernst nehmen, nicht nur hier im Forum, generell. Wenn Du allerdings genervt davon wirst, dass andere Ihre Zeit verwenden, Dir bei Deinen Fragen zu helfen, dann ist das schon irgendwie ein bisschen schräg und nimmt mir zumindest ein wenig die Lust Dir weiterhin zu helfen.
Die häufigsten Hacks von YouTube Accounts passieren wirklich über Phishing Mails. Und da hilft es, wie ich oben erwähnte, zu lernen wie man solche Phishing Attacken erkennen kann. Nämlich zum Beispiel durch das Auslesen von eMail-Headers und durch das Überprüfen von tatsächlichen Linkzielen.
Solche Attacken starten damit, dass man gefakte Mails bekommt, die aussehen, als wären sie von YouTube direkt oder vom YouTube Support und dann werden einem dort Links angeboten um angeblich direkt auf die Plattform zu springen. In Wirklichkeit landet man dann aber auf einer nachgemachten Seite der Ganoven und in der einfachen Form wird man dort gebeten seine Login Daten einzugeben.
Oder sie sind gleich so geschickt programmiert, dass sie testen, ob in einem anderen Browser-Fenster eine aktive Google-Login-Session existiert, und dann greifen sie auf diese aktive Session zu, und ändern sofort die eMail-Adresse und das Passwort, das zum Google Account gehört. Um es gemeiner zu machen, das alles wieder herzustellen, lösen sie in vielen Fällen den YouTube Account vom Google Account. Und dann werden aktuell in den meisten Fällen Fake BitCoin Livestreams darauf gepackt, die den ehemaligen Abonnenten des gekaperten Kanals dann entweder Schadsoftware unterjubeln, ihnen teure Affiliate Produkte verscheuern oder andere Schweinerein.
Die zweithäufigste und noch gemeinere Variante zielt meistens auf aktive, mittlere bis größere Channels ab. Dabei werden diese genau zurechtgeschnitten mit persönlichen eMails angeschrieben, in denen ihnen meistens ein Kooperations-Angebot gemacht wird, mit einer Software Firma, wo sie angeblich sehr viel Geld verdienen können, wenn sie die Software testen, vorstellen oder einfach nur bewerben. Hier zielt man also direkt auf die Freude der Kanal-Besitzer ab, die in diesen aufkeimt, wenn sie solche oft gut bezahlten Geschäftsangebote bekommen und durch das versprochene Geld werden die Creator dann unvorsichtig.
Oft geben sich die Abzocker dabei als bekannte Firmen aus, manchmal erfinden sie Firmen, die gar nicht existieren und bauen sogar Fake-Webseiten für diese Firmen auf. Im Verlauf dieses Angebots wird dem Kanalbetreiber irgendwann nahe gelegt sich die Software der Firma runterzuladen und zu installieren, und in dieser Software ist dann nicht das besprochene Software-Produkt, sondern natürlich eine Malware, die ebenfalls sofort alles nach existierenden Google-Accounts absucht und diese dann kapert. Dazu habe ich schon mehrfach Warnungen geschrieben, zum Beispiel hier: [Vorsicht] YouTube Account Diebstahl - Scams / Social Hacks / Phishing
Könnt ihr nicht lesen?
Dazu fällt mir als erstes ein: Kannst Du nicht nett sein?
Sorry, aber alles, was oben steht, ist auch auf einen YT Kanal anwendbar und auch generell für Cyber-Sicherheit relevant. Wenn Du das nicht verstehst, mag ich meine Zeit hier nicht weiter vergeuden.
Mein Informatiklehrer hat es uns empfohlen einen langen Satz plus Zahlen zu verwenden. Er meinte Maschinen haben es viel schwerer sowas zu entschüsseln als eine x-beliebige Zahlenrheinfolgen.
Ja und Nein, was Dein Lehrer vermutlich sagen wollte, ist, dass man sich einen komplexen Satz im Gehirn leichter merken kann. Und ein vergessenes Passwort ist auch nicht sicherer als 1234. Wenn der Satz aus Wörtern besteht, die in Wörterbüchern vorkommen, sinkt die Komplexität des Passworts, wenn es dann noch Wörter und Zahlen sind, die über sogenanntes Social Hacking herauszufinden sind, geraten wir schnell in den Bereich "relativ einfach zu knacken".
Zusammenhanglose Buchstaben, Zahlen, Sonderzeichen, sind das Komplexeste was geht, weil es einfach nicht vorhersehbar zufällig ist. Wenn man den vollen Unicode Zeichensatz verwendet (65536 mögliche Zeichen) und das mit AES1024 Bit verschlüsselt, dann ist eine Brute-Force-Attacke (also das zufällig Ausprobieren aller Kombinationen) auf ein ausreichend langes Passwort (16-20 Zeichen, Länge unbekannt), theoretisch so komplex, dass selbst bei den aktuellen Rechengeschwindigkeiten der Supercomputer heute, das Knacken theoretisch so aufwändig ist von der Rechenpower her, dass die Sonne verglüht, ehe der Supercomputer fertig damit ist.
Social Hacking ist halt die Kunst, Wortteile zu erraten und auszuprobieren, die im Leben der zu hackenden Person vorkommen. Wie ich oben meinte, der Name der Katze ist so ein Ding, der lässt sich leicht rausfinden. Also sind Namen von Verwandten, Wohnorte, Haustiernamen oder Namen von Lieblings-Automarken oder Fussballvereinen genauso ungünstig wie Geburtsjahre, -Monate, - Tage. Beim Social Hacking würde man solche Begriff in einer Datei sammeln und dann beim Brute Force erstmal alle Kombinationen aus diesen Begriffen ausprobieren, ehe man zu den komplexen Varianten über geht.
ABER ca. 99,999 Prozent aller Brüche der Passwort-Sicherheit finden nicht über Hacking einer einzelnen Privatperson statt. Hacker machen sich fast nie die Mühe, und hacken einzelne Privatpersonen. Das passiert ganz eventuell bei wichtigen, berühmten Personen, oder bei Menschen, die besonders interessante Daten haben, die sehr wertvoll sind. Ansonsten wird eventuell mal ein Bot vorbeikommen und durch eine vollautomatische "ich probiere alles zu hacken, was geht"-Routine durchprobieren, ob er wo reinkommt.
Aber das viel wahrscheinlichere Szenario ist, dass man in Gefahr ist, weil man bei mehreren Diensten das gleiche Passwort verwendet und eine der Seiten gehackt wird, wo die Kombination aus eMail und Passwort verwendet wurde. Danach werden diese Daten in Datenbanken eingepflegt, wo Hacker dann bestimmte eMails und dafür bekannte Passwörter nachschlagen können, sowohl manuell wie auch automatisiert.
Daher ist die Komplexität der Passworte oft nur bedingt wichtig. Viel wichtiger ist, dass man möglichst niemals das gleiche Passwort mehrmals verwendet und kein leicht zu durchschauendes Muster verwendet. Privatpersonen werden wie gesagt selten gehackt. Aber sehr, sehr oft werden große Dienste angegriffen, die Datenbanken mit tausenden oder Millionen User-Daten aufbewahren. Wenn dann solche Datenbanken geklaut und eventuell mit anderen Kombiniert werden, und das passiert andauernd, dann finden Hacker sehr schnell User heraus, wo die Kombination aus email-Adresse und Passwort immer gleich ist. Und dann werden alle wichtigen Dienste durchprobiert, ob dort diese eMail auch registriert ist, und da das dann ein Generalschlüssel ist, boom, drin. Und mit entsprechender Mustererkennung lassen sich auch Accounts mit Passwörtern, die nach bestimmten Mustern aufgebaut sind, leicht in diesen Datenbanken finden und herausfiltern.
Ein interessanter Dienst ist dabei https://haveibeenpwned.com/ - Dort werden eMail Adressen hinterlegt, von White Hat Hackern (also den guten Hackern), von staatlichen Dienste, von gehackten Firmen, etc. die in kompromitierten Datenbanken enthalten waren. Jährlich werden tausende solcher FIrmendatenbanken geklaut. Gibt man seine eMail-Adresse oder Telefonnummer dort ein, wird einem sofort angezeigt, wie oft die Daten rund um diese Adresse oder Nummer in Datenbanken enthalten waren, die gehackt wurden und auch eine genaue Liste, bei welchen Diensten das passiert ist. Daneben bekommt man einige Tipps, wie man sicherer im Internet unterwegs sein kann.
Wie gesagt, sicherer, denn sicher gibt es nicht.
Ja, das hört man immer öfter, aber wer soll die sich alle merken?
Steht ja da, Passwort Safe nutzen, oder wahlweise ein Notizbuch, falls man den Software-Lösungen nicht vertrauen sollte, weil man die Verschlüsselungs-Mechanismen nicht versteht. Also nicht die "Passwort speichern" Funktion des Browsers nutzen, die ist meistens sehr unsicher und leicht knackbar. Und bei Neuinstallationen sind die Passwörter eventuell verloren.
Edith sagt: Habe oben noch 2-3 Punkte ergänzt und/oder geändert