Beiträge von ZapZockt

    Wie kann yt, oder das Gericht soetwas seriös prüfen?


    Grob technisch vereinfacht:

    Beim Upload werden sogenannte Hash-Daten erstellt. Dabei wird das Video in kleine Blöcke zerteilt, und eine Art Prüfsummen für diesen Video-Abschnitt erstellt, die ziemlich einzigartig sind. Später können mit einer Muster-Erkennungs-Software andere Videos gescannt werden, ob deren Hashwerte in Teilen oder ganz mit einem bereits bekannten Video übereinstimmen. Dabei muss es keine 1:1 Kopie sein, damit die Routinen so etwas bemerken, auch Spiegelungen, Farbveränderungen, Zooms, Verzerrungen und andere Verfremdungen wie Overlays, Rahmen, Zeitraffer oder Verlangsamung werden mittlerweile oft erkannt. Und die Routinen, die solche Muster erkennen sind lernende Systeme, je mehr Daten sie bekommen, um daraus zu lernen, desto besser wird erwartungsgemäß ihre Zuverlässigkeit.


    Das System ist nicht perfekt, es gibt auf jeden Fall noch Schlupflöcher. Und es gibt auch eine Menge alte Inhalte, die Kopien enthalten und noch nicht erkannt wurden. Wenn Videomaterial momentan vielleicht noch nicht erkannt werden kann, so werden immer mal wieder Überprüfungen von älteren Videos durchgeführt. Und wenn die KIs dann zukünftig neue Tricks gelernt haben, Kopien und Verfremdungen zu erkennen, dann wird es vielleicht in 6 Monaten oder 1-2 Jahren erkannt. Die Chancen mit solchen Dingen davonzukommen, sind momentan noch vorhanden, aber sie schrumpfen ständig.

    Für eine Firma, die sich auf Seminare zu Verkaufs-Schulungen spezialisiert, verkauft Ihr Eure Stellenausschreibung aber nicht besonders professionell. Neben den Rechtschreib- und Kommafehlern im Text, würde ich, damit ich mich für die Stelle interessieren würde, zumindest eine Vorstellung der Firma, ihrer Philosophie, ihrer verkauften Produkte und eine grobe Angabe zur zu erwartenden Bezahlung erwarten.


    Durch den Mangel an Informationen war ich gezwungen, nach dem Namen zu googlen, und da geriet ich auf einen interessanten Artikel, der mir persönlich allerdings sagt, dass ich lieber keine Bewerbung an die angegebene email-Adresse schicke möchte, daher habe ich die Adresse auch entfernt:

    https://a-vista-studios.de/blo…spam/spam-von-marc-galal/


    Sollte also jemand trotzdem Interesse haben, meldet Euch beim TE bitte per PM.

    Obendrauf ist es zusätzlich moralisch bedenklich

    Dies halte ich für eine ganz wichtige Aussage, die ich leider oft zu sehr beiseite lasse. Darum möchte ich darauf nochmal genauer eingehen und meine Meinung dazu schreiben.


    Wenn man Material von anderen mit Erlaubnis nutzt, kann das völlig okay sein, oft schafft man durch gegenseitige Kooperation sogar für beide Seiten eine hilfreiche Situation oder zumindest kann ein größerer Kanal einem kleineren so eventuell helfen, durch Nennung im Video, Verlinkung, Vorstellung, etc. Nicht ohne Grund gibt es eine Menge Reaction Channels, die diese gegenseitige Unterstützung durch Nutzung der Inhalte anderer zu einer besonderen Art der Werbung für andere perfektioniert haben. Manchmal geht das auch mit "negativen" Reactions trotzdem positiv aus, weil manchmal negative Nennungen mehr bringen als gar keine Nennungen. Der typische "YouTuber Beef" ist hier wohl als Beispiel zu nennen. Kontroversen steigern das Engagement der Zuschauer und darum planen manche Kanäle solche negativen Kooperationen direkt als Marketing.


    Aber Material von anderen zu nutzen, ohne vorherige Einwilligung, egal ob Bild- oder Fotomaterial, Ton, Video, Grafiken, Animationen oder auch einfach Worte und Ideen, das halte ich persönlich für Diebstahl und eine menschlich sehr bedenkliche Aktion, auf der Karma-Skala eher "very low". Dies ist schon extrem bedenklich, wenn man dies bei großen Firmen macht, und wird sehr oft zu Recht auch nicht geduldet sondern verfolgt. Und auch wenn ich das manchmal nicht rüberbringe, kann ich absolut niemanden bemitleiden, der mit einem solchen Verhalten in Probleme geraten ist.


    Aber wenn dieses Verhalten dann eventuell sogar noch gegenüber anderen kleinen oder sogar kleineren Personen aus der Creator-Bubble passiert, wird aus meinem "kein Mitleid" sogar eher sowas wie "sehr wütend darüber", und hier geraten wir auf meiner persönlichen Karma-Skala in den Bereich "ultra low" bis "evil". Don't do it. Don't be evil.

    Moin Ann :)


    Willkommen auf

    Themen-Empfehlung für neue Mitglieder:
    >>> DU bist NEU im Forum? Worum geht's hier & über Eigenwerbung
    >>> Alles was du über YouTube wissen musst! [Tutorial Register]


    Solltest du Hilfe rund um das Forum benötigen, wende dich gerne an das Foren-Team.



    Zu Deinen Fragen:

    Mir sind keine direkten Mittel in der YouTube Oberfläche bekannt, die eine zeitliche Steuerung von Umstellungen der Videos auf Privat oder Löschungen möglich machen würden. Ich könnte mir vorstellen, das so etwas eventuell per API-Zugriff (Programmier-Schnittstelle für Software von Drittanbietern) möglich sein könnte.


    Allerdings kenne ich jetzt direkt keine Software, die so etwas anbietet, da ich mich nicht soo viel mit Automatisierungs-Software rund um YouTube beschäftige. Denn zum einen gerät man hier schnell in Probleme, weil YouTube umfangreiche Automatisierungen nicht so sehr mag und man leicht damit Probleme bekommen kann. Und zum anderen muss man einer Software dafür, wenn es um Änderungen vom Status von Videos oder gar automatisierte Löschungen geht, fast kompletten Zugriff auf seinen YouTube Account geben. Und ich wäre da skeptisch, einer Fremdfirma solche umfangreichen Zugriffsrechte einzuräumen.


    Beschränkungen wie gewünscht, dass User bestimmte Videos nur einmal gewährt werden, sind nicht möglich. Wer einen Videolink hat, kann diesen nutzen und auch weitergeben. Dies kann eingeschränkt werden, wenn der Kanal über die Funktion "Kanalmitgliedschaft" verfügt. Dort kann man dann Beschränkungen für bestimmte Videos einstellen, dass für die Ansicht eines Videos ein bestimmter Mitgliedsrang erforderlich ist.


    Das Ganze klingt ein wenig nach Schulungs-Videos oder bezahlten Kursen? Für diese Zwecke gibt es einige spezielle Plattformen, die da besondere Möglichkeiten anbieten, die dann aber wiederum meistens Geld kosten und fast immer auch einen Anteil an den Einnahmen haben wollen.

    Disclaimer: Ich bin kein Anwalt, ich darf keine Rechtsberatung geben, höchstens meine Meinung und Erfahrung teilen. Für eine verlässliche Rechtsauskunft kontaktiere bitte einen Anwalt, in diesem Fall einen Fachanwalt für Urheberrecht und/oder Medienrecht.


    Wenn Du vorher die Erlaubnis aller Urheber einholst, besteht da weitestgehend kein Problem. Weitestgehend, weil YouTube da manchmal auch automatisch eingreift, wenn großen Anteile kopierter Inhalte erkannt werden. Ich würde mir das aber schriftlich geben lassen, falls jemand später seine Meinung ändern sollte. Aber auch da sollte man vorher klären, ob man "unbegrenzte" Nutzungsrechte eingeräumt bekommt, nicht dass jemand dann nach ein paar Jahren plötzlich doch was dagegen hat.


    Ohne Erlaubnis läufst Du aber schnell in die Gefahr, dass einer der Urheber Dein Video beanstandet und dann daraus eine Löschung und damit ein Strike resultiert. Die Monetarisierung hat hier nur bedingten Einfluss, eine urheberrechtlich kritische Nutzung liegt mit oder ohne finanzielle Absichten vor. Grundlegend hat YouTube auch Formulierungen in den Community-Guidelines, die "re-used Content" ab einem undefinierten Ausmaß auch als Grund für Kanallöschungen direkt durch YouTube möglich machen. Ein Kanal, der nur aus kopierten Inhalten besteht, hat es also eventuell schwer, dauerhaft zu bestehen, selbst wenn kein Urheber jemals Einspruch erheben sollte.


    Und das ist nur die YouTube Seite, unabhängig von den typischen YouTube Auswirkungen, Claim, Strike, Kanallöschung können Urheber natürlich auch abseits der Plattform gegen die Verletzung ihrer Rechte vorgehen, mit der üblichen Bandbreite von anwaltlichen Abmahungen, Unterlassungserklärungen, Schadensersatzforderungen und was auch immer noch so in diesem Bereich üblich ist.


    Ob jemand das nur "privat" macht oder aus finanziellem Interesse, hat nur ganz eventuell einen Einfluss, wenn es um Festsetzungen von Zahlungen geht, z.B. falls es später zu einem Prozess kommen sollte. Ansonsten sollte das keinen großen Einfluss haben. Wobei das typische "privat" für Privatkopie halt nicht wirklich vorliegt, wenn man es öffentlich ins Netz stellt und anderen zugänglich macht. Und wenn statt Werbung der Kanal in irgendeiner anderen Weise Richtung Geld tendiert, z.B. Affiliate-Links, Werbung für eine Webseite, Firma, etc. oder irgendein anderer Kontakt Richtung Geld besteht oder irgendwann zukünftig geknüpft wird, ist man eh wieder am selben Ausgangspunkt. Nicht-kommerziell macht das Ganze nicht automatisch legal, kommerziell würde vermutlich nur einen Einfluss auf eventuelle Schadensersatz- oder Abmahn-Kosten haben.

    Interessante Geschichte dazu habe ich mal von einem der beiden Gründer von der US Firma Income School gehört. Das ist eine Agentur, die sich auf Webseiten und YouTube Marketing spezialisiert hat und nicht nur dutzende höchst-profitable Webseiten und einige Kanäle selbst aufgebaut haben, sondern sie betreiben eine Art Aufbau-Programm, wo sie anderen helfen, gegen Geld natürlich. Und viele sind recht erfolgreich damit. Okay, aber das tut nichts zur Sache.


    Jedenfalls hatte Jim, der Typ den ich meine, angefangen mit einer Website über Kameras. Er hat parallel dazu eine eigene Facebook Seite aufgebaut, die nach seinen Aussagen an einem Punkt 1,4 Mio Follower hatte, und dort hat er unter anderem Werbung auch für seine Webseite und seinen YouTube Channel gemacht. Und im Laufe der Zeit hat er dann immer mehr Zeit in die Facebook Seite gesteckt, und dafür weniger Zeit für YT und Webseite gehabt. Und als er dann geschaut hat, wie viele Klicks er wirklich von Facebook weg auf YT und Website bekommen hat, da waren das um einiges weniger als 1 % seiner Seitenaufrufe und Videoviews. Also selbst mit einer so großen Facebook Followerschaft, und voller Kontrolle über diese FB Seite, konnte er keinen nennenswerten Traffic auf einer anderen Plattform generieren. Als er erkannt hat, wie schlecht die Conversion Rates tatsächlich sind, und wie wenig die FB Follower tatsächlich mit seinen Inhalten interagierten, hat er die Arbeit an der FB Seite mehr oder weniger fast komplett eingestellt.


    Das mag jetzt ein besonders negatives Beispiel sein, vermutlich gibt es auch Beispiele, bei denen es weitaus besser gelaufen ist. Aber man sollte sich immer fragen, wie viel Zeitinvestment möchte man in diese anderen Plattformen stecken und wie viel kommt am Ende dabei herum? Und in fast allen Fällen, in denen jemand mal genauer hinschaut, ist dieses Verhältnis nicht sonderlich vielversprechend. Social Media Marketing kann man also mal so nebenbei machen, besonders wenn man wirklich noch ganz klein ist und um jeden View ringt, aber wenn die "Kutsche" irgendwann auch nur ein bisschen Fahrt aufgenommen hat, ergibt es wohl oft mehr Sinn, diese Zeit in YT zu stecken, und nicht so sehr in andere Plattformen.

    Ich weiß nicht ob das so ist, aber ich glaube kaum, dass die ganzen Menschen die die Memes erstellen, sich zu jeden Bild oder Clip eine Erlaubnis einholen... oder?

    Die Memes entstehen wie Lauffeuer...

    Die meisten Memes, die bisher verwendet werden, sind in DE bis momentan weitestgehend illegal gewesen. Denn sehr oft handelt es sich um nicht genehmigte Ausschnitte aus TV-Shows oder um Bilder von Personen, deren Recht am eigenen Bild verletzt wird. Allerdings gibt es bei Memes in der Form der kleinen .gifs seltener Kläger. Und oft sind hier internationale Personen des öffentlichen Interesses zu sehen, oder Leute, die das lustig finden oder sich dadurch geehrt sehen. In den USA gibt es da andere Gesetze, wie das Fair Use Regelwerk, aber das gilt a) nicht in DE/EU, und b) ist das kein Recht, dass man einfach so hat, dass muss man sich vor Gericht erstreiten. Aber wo kein Kläger, da auch kein Richter. Und bisher galt, dass Plattformen eine durchgehende Überprüfung der Inhalte nicht vorgeschrieben wurde, da der technische Aufwand als unzumutbar und die Technik als noch nicht verfügbar galt.


    Mit Artikel 17 werden diese bisher meistens illegalen Memes in DE sozusagen legalisiert, solange sie nicht mehr als 15sek Bildmaterial zeigen (animiert) oder 125kb Bildgröße haben (Standbild). Auch für Textzitate, etc. gibt es dann exakte Grenzen, die man einzuhalten hat. Dies gilt dann für große Plattformen, die dazu verpflichtet werden, Nutzungsverträge für die kleinen, unkommerziellen Nutzer ihrer Dienste mit den Urhebern abzuschließen. Wenn es um kommerzielle Nutzung geht, ist der Nutzer selbst haftbar und muss dann eigene Verträge abschließen oder halt Strafen zahlen. Und das Recht am eigenen Bild ist, bis auf die Ausnahmen Person des öffentlichen Interesses oder aufgenommen auf einer öffentlichen Veranstaltung, weiterhin gültig. Wenn sich jemand darüber beschwert, wird es vermutlich erstmal gelöscht, und man kann dann vor Gericht ausstreiten, ob das rechtens war oder nicht, mit eigenem finanziellen Risiko.


    Viele weitere Infos, kann man auch hier finden:
    https://www.bmjv.de/SharedDocs…echt-dig-Binnenmarkt.html


    Bei YouTube sieht das dann auch noch etwas anders aus, als bei den meisten anderen Plattformen, denn YouTube verfügt über eine solche Technik bereits seit Jahren. Und YT nutzt sie zum einen, um weitere Klagen von Rechte-Inhabern im Vorfeld zu vermeiden, auch um Streitfälle eventuell bereits im Vorfeld zu schlichten, ehe es zu einem Prozess kommen muss (hier werden also Creator von YT zum Teil vor gegnerischen Anwälten und Gerichtsprozessen abgeschirmt). Aber zum anderen auch, um ihre eigenen Regeln bezüglich Qualität, Originalität und Familienfreundlichkeit durchzusetzen. Darum ist YouTube vermutlich auch momentan die mit am stärksten regulierte und überprüfte Plattform. Ganz einfach, weil die Ingenieure von YT ganz vorne dabei sind, die Techniken zu entwickeln, die notwendig sind, um vollautomatisch und ohne gewaltige Zeitverzögerung riesige Mengen von Content abzuscannen.


    Meine Einschätzung:

    In Kürze wird das, was bei YT schon Realität ist, aber wohl auf allen größeren Plattformen passieren. Und dann werden manche Dinge, die man bisher als "normal" ansah, eventuell ganz schnell aus der Online-Welt verschwinden, oder soweit angepasst, dass es rechtlich tragbar ist und in die gesetzlichen Rahmenbedingungen passt. Aber wie gesagt, internationaler Markt, internationale Gesetze, und die meisten Plattformen werden eher den Weg des kleinsten gemeinsamen Nenners gehen, um Prozesse zu vermeiden.

    Disclaimer: Ich bin kein Anwalt, ich darf keine Rechtsberatung geben, höchstens meine Meinung und Erfahrung teilen. Für eine verlässliche Rechtsauskunft kontaktiere bitte einen Anwalt, in diesem Fall einen Fachanwalt für Urheberrecht und/oder Medienrecht.


    Momentan ist die Rechtslage da ziemlich kompliziert, und wird es wohl auch zukünftig weiter bleiben. Die einfachste Art, keine Probleme zu bekommen, ist es, einfach keine Inhalte zu nutzen, an denen andere Rechte halten. Jegliche Art von Nutzung von Fremdinhalten konnte, kann und wird auch zukünftig für Probleme sorgen, wenn man sich keine schriftliche Erlaubnis im Vorfeld einholt. Oft sind Beispiele, wo man solche Nutzung bei größeren Kanälen sieht, rechtlich über Anwälte oder mit vorher geschlossenen Nutzungsvereinbarungen rechtlich abgesichert. Hier sollte man sich nicht dazu verleiten lassen in eine "wenn die das machen, darf ich das auch" Mentalität zu verfallen, weil man sieht von außen nicht, welche Verträge und Vereinbarungen geschlossen wurden.


    Bei privater, nicht-kommerzieller Nutzung gibt es da bestimmte Duldungs-Grenzen, die bisher sehr schwammig waren, nun aber durch Artikel 17 etwas genauer formuliert werden. Aber spätestens bei kommerzieller Nutzung (sprich durch Monetarisierung, setzen von Affiliate-Links, Erhalt von kostenlosen Testmustern, etc. pp.) gelten ziemlich strikte Regeln im Urheberrecht und hier kann man neben den unbeliebten Claims (eher im Musikbereich üblich) auch ganz schnell in den Bereich Content-Löschung (=Strikes, 3 davon in kurzer Folge = Kanallöschung) geraten. Und auch wenn man nicht-kommerziell anfangen sollte, falls man später wechselt oder auch nur Millimeterweise die Grenze berührt, wird eventuell sehr schnell ein Großteil solcher Content-Arten zu einem massiven Problem. Und diese Probleme können neben Löschungen auch schnell Abmahnungen, Unterlassungserklärungen, Strafgelder oder Entschädigungszahlungen zur Folge haben.


    Grundlegend ist die Plattform YouTube technisch in der Lage kopierte Inhalte, an denen die Urheberrechte bei anderen liegen in Teilen zu erkennen und den eigentlichen Inhabern der Urheberrechte Bescheid zu sagen oder sogar direkt Ansprüche (Claims) oder Löschungen vorzunehmen.


    Dazu muss man aber sagen, dass die Erkennungsrate bei Musik zwar bereits sehr hoch ist, bei Standbildern und animierten Bildern aber noch eher in den Kinderschuhen steckt, wenn man es grob überschlägt. Allerdings gibt es sehr viel Forschung und Entwicklung in diesem Bereich, auch bedingt durch neue Gesetze und immer stärkere Forderungen aus der Wirtschaft hierzu, sowohl aus dem Bereich der Content Industrie, die Rechtssicherheit für ihre Inhalte möchte, wie auch aus dem Bereich der Werbeindustrie, die meistens nicht möchte, dass ihre Werbung auf illegalen Inhalten angezeigt wird. So werden viele Dinge momentan noch nicht oder nicht zuverlässig erkannt, aber man kann davon ausgehen, dass die Erkennungsrate in der nahen Zukunft massiv ansteigen wird, auch durch immer ausgefeiltere KI Systeme. Und Content, der dieses Jahr vielleicht noch unerkannt durchrutscht, wird mit ständig steigender Erkennungsrate dann vermutlich nächstes Jahr oder in den Jahren danach plötzlich reihenweise erkannt und gelöscht


    Mit Artikel 17 werden gerade aktuell sehr viele bisher unklare Regelungen oder schwammige Formulierungen, die dann bisher im Zweifel für den Urheberrechte-Inhaber ausgelegt wurden, oder oft vor Gericht erst genauer definiert wurden, in klarere Regelungen und Grenzen gefasst. Diese Regelungen sind aber aktuell noch nicht vollständig in die YouTube Systeme integriert. So gelten teilweise schärfere und teilweise schwächere Regeln. Aber dies kann zum Teil auch weiterhin so bleiben, denn YouTube ist eine internationale Plattform und das neue Urheberrecht ist eine nationale Auslegung einer EU Verordnung, die halt nicht überall auf der Welt volle Wirksamkeit hat. Damit wird dieser ganze Bereich weiterhin sehr, sehr kompliziert bleiben.


    Und es steht YouTube frei, ihre Systeme nicht nur auf bestehende gesetzliche Grenzen zu eichen, sondern sozusagen zusätzlich zur Einhaltung der staatlichen Bestimmungen "schärfere Hausregeln" zu führen, die Dinge auf der Plattform verbieten, die nach geltendem Recht erstmal grundlegend für eine Veröffentlichung im Internet allgemein okay wären. Die Firma Alphabet hat hier mit ihren AGBs, Community Guidelines, etc. reichhaltige Möglichkeiten und im Zweifel fast immer das Hausrecht, und kann Content, der "für Ärger sorgt", jederzeit recht frei von der Plattform entfernen, selbst wenn ein Fall vorliegt, der vor Gericht vielleicht nicht so streng behandelt werden würde.


    Und sehr oft wird hier "auf Nummer sicher" gegangen und Content der in diesem Bereich fraglich oder riskant wird, lieber erstmal vorsichtshalber gesperrt und gelöscht, ehe man in die Gefahr läuft, im Nachhinein teure Gerichtsstrafen zahlen zu müssen. YouTube musste hier in den vergangenen 15 Jahre schon mehrfach Strafen von mehreren hundert Millionen zahlen, die sind da lieber vorsichtig. Und auch aus der Gruppe der Werbetreibenden gab es bereits öfter Boykotte, wo mit Entzug von Werbegeldern gedroht wurde, oder dies auch bereits durchgeführt wurde, bis YouTube bestimmte Inhalte von der Plattform entfernt hatte.

    Danke, aber bei mir springt die Suche nicht zum Kommentar, es zeigt nur "1 von 1 Übereinstimmung".

    Welcher Browser? Aktuelle Version? Ich hab es extra gerade nochmal in Chrome, Edge und Firefox (Desktop) probiert, alle drei zeigen die Anzahl an, markieren die Textstelle auf der Webseite und springen zum ersten Fundort, mit den Pfeilen hoch und runter kann man dann zwischen den Fundstellen umher hüpfen.

    Ja, Schwankungen sind auf jeden Fall vorhanden, aber bestimmt bei jedem Kanal mal mehr und mal weniger, und wie Steve völlig richtig schrieb, bei manchen Content Arten besonders stark.

    Und oft kann man die Schwankungen nicht so leicht erkennen, gerade wenn der Kanal noch jung ist, weil man zu Beginn keine Vergleichswerte hat. Und danach können eventuelle Einbrüche durch gleichzeitiges Wachstum des Kanals überlagert werden, so dass es erstmal nicht oder nur eingeschränkt sichtbar wird. Aber nach mehreren Jahren, wenn sich die Zahlen stabilisiert haben, wird das deutlicher.


    Grob ist zum Beispiel oft im Winter, wenn die Leute mehr drinnen sitzen, eher eine Hochphase und wenn dann im März/April der Frühling kommt, gehen die Leute wieder mehr raus, genießen frische Luft, Garten, Kaffees, Spaziergehen, Sport, etc. und dann ist halt ein kleiner Einbruch recht normal. Bei Content, der sich an Jugendliche richtet, spielen auch die Ferien und Schul-Zeiten eine wichtige Rolle. Längere Phasen von Schlechtwetter (mehr drin) oder gutem Wetter (mehr draußen) können da auch schon leichte Schwankungen verursachen.


    Und in Corona-Homeoffice-bleib-Zuhause Zeiten haben sicher auch viele Leute mehr YouTube als durchschnittlich geschaut, während in der momentanen Öffnungsphase zwischen den Wellen, vermutlich der Trend wieder in die andere Richtung ausschlägt (vergleichbar mit Frühling).


    PS: Statista Links sind immer etwas problematisch als Diskussionsgrundlage, weil man als nicht-zahlender Seitenbesucher dort fast nie Zahlen zu sehen bekommt.

    Ist das normal, also dass Zuschauer das Video liken, irgendwann später sich das anschauen (vielleicht auch runterladen), nachspielen und dann wieder aus der "Mag ich"-Liste entfernen (vielleicht der Übersichtlichkeit halber), nachdem Herausforderung gelöst ist? Und wenn nicht normal, wie könnte man darauf noch Einfluss nehmen?

    Ich bezweifle, dass User das machen. Ich halte es für viel wahrscheinlicher, dass Leute das Video gelikt haben, ohne wirklich einen richtigen Abschnitt des Videos anzuschauen. Wenn ein Engagement getätigt wird, ohne gleichzeitig das Video wirklich für einen, mir als exakte Zahl unbekannten, Anteil des Videos tatsächlich anzuschauen, dann wird eine Automatik nach einiger Zeit diese Views, Likes, Comments annullieren. Viele Infos dazu kann man auch hier finden: Likes, Abos und Kommentare verschwinden? [Info Thread 2021]


    Dies passiert unter vielen anderen Möglichkeiten manchmal, wenn man seinen Bekanntenkreis oder zB eine FB-Gruppe etc. darum bittet, das Video anzuschauen, diese dann zwar hingehen und es liken, aber eigentlich gar nicht am Thema des Videos interessiert sind und das Engagement nicht durch das Interesse am Video, sondern durch Deine Bitte ausgelöst wurde. Ich vermute, auch Posts hier, wie dieses Feedback Thema, könnten leicht in diese Kategorie fallen. Andere Creator wollen Dich "supporten", klicken auf Dein Video, schauen nur ein paar Sekunden, liken, geben vielleicht einen Kommentar, und machen sofort wieder zu. Da ist für YT messbar, dass weder Like noch Comment durch das Video zustande kamen, also werden sie nach Prüfung der Umstände des Views wieder genullt.


    YouTube ist in der Lage eine Menge Daten zu messen, was ein User macht, während ein Video View stattfindet, ganz besonders im Chrome Browser werden hunderte Messdaten über User-Interaktionen bei allen Webseiten gemessen und ausgewertet, für Google Rankings von Webseiten, genauso wie für YouTube. Mausbewegungen während der Anzeige, Scroll-Bewegungen, welcher Teil des Screens ist tatsächlich sichtbar für wie lange, ist das Fenster überhaupt im Vordergrund, etc. etc. Und diese Daten werden gesammelt und ausgewertet, um zu messen, ob ein Stück Content wirklich User Intent befriedigen kann, und auch um zu messen, ob eventuell Manipulationen stattfinden.

    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Ja, das Codewort, was die Alarmglocke klingeln lässt, ist "ALLE". Man kann mal 2-3 Titel oder wenn man viel Content hat auch 5 bis 10 Titel ändern. Aber dann sollte man es erstmal ruhen lassen. Massive Änderungen über "alle" Titel und Beschreibung, und noch viel schlimmer gar mit einem automatisierten Tool wie TB, kann leicht dazu führen, dass YouTubes Alarmglocken klingeln und der Kanal erstmal in die Überwachung gerät oder anderweitig kalt gestellt wird. Denn solche massiven Änderungen sind ein Alarmzeichen dafür, dass ein Kanal eventuell gehackt wurde. Wenn zB diese Bitcoin-Werbe Hacker einen Kanal per Phishing Mail oder Trojaner gekapert haben, ist das erste was sie machen, erstmal alles am Kanal auf einen Schlag ändern.


    Abseits davon, wird man damit die bisher gewonnen Daten der KIs zum Kanal massiv entwerten und eventuell sogar komplett nullen. Und das bei Content, der eigentlich noch ein bisschen läuft, das sollte man, wenn überhaupt, nur vorsichtig und in kleinen Zügen vornehmen. Gut laufende Videos am besten gar nicht ändern, sondern erstmal mit eingeschlafenem Content rumtesten.


    Insgesamt auf jeden Fall ein wichtiger Einwand, Steve , den man bei solchen Feedbacks vermutlich jedes Mal mit einwerfen solle, nicht zu viel auf einen Schlag ändern, kleine Änderungen nach und nach sind sicherer und man läuft weniger Gefahr etwas kaputtzumachen.

    PLEASE PLEASE PLEASE ... bitte verinnerlichen: Metadaten SEO ist out!

    Der heiße Scheiß ist User Expierience SEO ... zu deutsch, mach zielgruppenorientiert optimierten Content.


    Also auch zielgruppenorientiert optimierte Titel.

    Ja und Nein. Ja, Metadaten werden immer weniger beachtet, sind aber trotzdem nicht völlig unwichtig, und klar findet YT die Daten auch im Titel weiter hinten, aber da werden sie weniger stark gewichtet. Dazu gibt es eine Menge Vorträge und auch Whitepapers von YT direkt aus den letzten 1-2 Jahren, die das trotz allem immer noch als wichtigen Punkt beinhalten. Und in der Beschreibung ist es weiterhin so, dass weiter vorne auch eine höhere Relevanz ergibt. Klar gibt es 1000e User Experience Daten, die mit der Zeit diese Metadaten überschreiben. Wenn ein Video denn mal irgendwann 1000 oder 10.000 Views hatte. Aber bis es so weit ist, werden die Metadaten aus Titel, Beschreibung und Untertitel/Speech-to-Text vom gesprochenen Wort im Video weiterhin genutzt, nach altem Schema. WO sollen die User Experience Daten auch herkommen, wenn ein Video <100 Views hatte bisher? Und wie soll ein Video >100 Views bekommen, wenn der Kanal klein und das Video neu ist? Also, beides nacheinander, aber zu Beginn, weiterhin Metadaten SEO, sonst kommt nix an User Experience Daten rein.


    Und gerade wenn es um Reviews geht, will die Zielgruppe Titel im Sinne von "Spielname Review" oder "Spielname Test". Ich hab das xmal ausprobiert, wenn ich irgendwelche Catchy Titles vorne hingepackt habe, sank das Ranking oft um 10 oder mehr Ränge ab binnen kürzester Zeit. Dann versinkt man mit seinem Review im Let's Play Morast. Vielleicht steigt die CTR um ein paar Prozent, aber was nützt das, wenn stattdessen die Impressions nur Bruchteil so viele sind, weil man bei den typischen Suchen statt auf Seite 1 oder 2 dann auf Seite 4 oder 5 auftaucht (wo dann fast niemand mehr vorbeikommt) ?

    Das mag in vielen anderen Nischen nicht so sein (mit recht hoher Sicherheit nicht). Aber bei Produktbezogenen Suchen, ist eben dieser Produktname+Review Komplex genau Zielgruppen-orientiert und obendrein SEO technisch weiterhin das relevanteste. Ganz besonders aber im Gaming Review Bereich, weil fast alle Leute, die sowas schauen wollen, nach "Spielname Test" oder "Spielname Review" direkt suchen. Auch hier, das mag fast überall in anderen Nischen nicht mehr zutreffend sein, aber ganz besonders Review Gaming Content funktioniert trotzdem immer noch so. Vor allem wenn man keine 10.000 Views in der ersten Woche generiert. Und bei anderen Produktsorten reicht die Nennung des Produktnamens, um bei der Suche nach einem Test vorne dabei zu sein. Im Gaming Bereich gibt es aber 10.000e Videos mit Let's Play Brei, die auch alle den Produktnamen im Titel haben, und wenn man dabei nicht direkt herausstreicht, dass dieses Video ein Review/Test ist, versickert man in der grauen Masse an kommentierten Gameplays.


    User Experience first wird extrem wichtig, aber einer gewissen Menge Views und ab einer gewissen Rate Suggested Views. Aber Review Content ist maximal Suchmaschinen orientiert und funktioniert (noch) nicht nach den neuen heißen Scheiß Praktiken, außer man ist ein Riesen-Kanal und hat eh immer 50k Views am ersten Tag, egal wie das Video heißt.