Beiträge von ZapZockt

    Bisher war es nach Aussage von Experten immer so, dass h264 für YouTube besser funktioniert hat als h265. Auch in der Hilfe für YouTube steht immer noch als Empfehlung, h264 zu verwenden. Die Empfehlungen zum Upload-Format findest Du hier: https://support.google.com/you…71?hl=de#zippy=%2Cbitrate


    Dann werden Videos halt immer umcodiert von YT, das dürfte bekannt sein. Nehmen wir an, dass Du zu Hause mit 50MBit/s aufnimmst und es als 1440p60 mpg File in h265 oder h264 hochlädst, dann macht YouTube daraus zuerst Varianten im AVC1 Format, wobei sie zeitlich mit den niedrigsten Auflösungen beginnen, also so etwas wie 360p24 mit vielleicht 64Kb/s. Wenn Du also direkt nach dem Upload ins Video reinschaust, ist die Qualität eh immer am allerschlechtesten. Daher sollte man so etwas niemals direkt nach dem Upload bewerten.


    Je länger Du wartest, desto mehr verschiedene Qualitätsstufen fürs Streaming auf unterschiedlichen Geräten hat YT dann irgendwann parat. Bis es irgendwann auch als 1440p60 VP9 verfügbar ist, kann das einige Stunden dauern. Wenn bei YouTube mal wieder Probleme im Backend auftreten oder am Wochenende besonders viel los ist, kann sich dies auch mal auf 1-2 Tage strecken, bis die höchste Qualitätsstufe auf YT verfügbar ist.


    ABER: selbst die höchste Qualitätsstufe wird niemals 50MBit/s haben, wie Deine Files zu Hause. Bei 1440p60 liegt das Maximum bei SDR Bildmaterial sicher um einiges unterhalb von 20MBit/s. Daher ist es völlig normal, dass es bei Dir auf dem Rechner besser ausschaut, denn das ist eine lokale Datei. YouTube versucht aber, die genutzte Bandbreite für den Transport übers Netzwerk anzupassen a) auf das Gerät, b) auf die im Browser verwendete Auflösung, c) auf die bei YT gerade vorhandene Belastung, d) auf die Verbindungsqualität von YT zu Deinem Gerät, und e) vermutlich noch an viele weitere Faktoren.


    Unter anderem wird dabei auch daran gedacht, dass sie zumindest seit Corona Beginn den Staaten zugesichert haben weniger vom Gesamtnetz in Anspruch zu nehmen und die Qualität der Streams nicht immer beim bestmöglichen, sondern eher so Richtung 720p zu optimieren, damit die lokalen Netze mehr Transport-Kapazitäten für alle Dienste freihaben und es zu weniger Überlastungen kommt, wie das zumindest zu Beginn der Lockdowns der Fall war in manchen Regionen. Man kann die Qualität dann meistens manuell hochdrehen als Zuschauer, aber oft starten die Streams als 720p selbst auf einem Desktop PC mit Kabelanbindung und hunderten MBits/s Transfer-Kapazität.


    Und die meisten Leute schauen Videos auf Mobile, und sehen sich eh fast nie Videos in 1440p oder gar noch höheren Auflösungen an. Daher ist die Anzahl der Nutzer, die irgendwelche Artefakte im 1440p Format bemängeln, eher gering. Es gibt ein paar wenige Freaks, die sich über sowas aufregen, aber ich beneide diese Leute immer sehr darum, dass sie keine anderen Probleme haben.


    Als Tipp kann ich nur geben, YT möglichst gute H264 Qualität beim Upload anzubieten, wobei mehr als das doppelte der empfohlenen Bitrate irgendwann völliger Unfug wird, weil YT das sowieso extrem einstampft. Vermutlich gibt es noch einige Voodoo-Tricks, um minimale Qualitäts-Optimierungen vorzunehmen. Aber man sollte sich immer fragen, ob die eventuell Stunden an Mehraufwand es wert sind, für die extrem wenigen Viewer, die das dann in höchster Qualität anschauen und diese Artefakte dann überhaupt bemerken und als störend empfinden.


    Als Beispiel aus der Praxis fand ich es sehr bemerkenswert, als der bekannte Tech YouTuber Linus von Linus Tech Tipps vor einigen Monaten darüber sprach, dass sie zeitweise in 8k Footage aufgenommen haben, um bestmögliche Qualität anzubieten. Die hatten extra mehrere RED Kameras angeschafft, die ohne Zubehör schon 50 Riesen kosten, und das Zubehör war nochmal ultrateuer. Es wurden hunderte Terrabytes an Speicherkapazität vorgehalten, für die ganze Footage, tierisch teure Schnittmaschinen aufgebaut, und mit extremstem Hardware-Aufwand dieses Videomaterial dann über sehr teure 10GB/s Standleitungen zu YouTube hochgeladen, und am Ende haben nur verhältnismäßig Wenige die Sachen in 4k angeschaut, und trotz Millionen Views, die Anzahl der Viewer in 8k mehr oder weniger um die 100 rumpendelte. Die Produktionskosten haben sich aber durch die enorme Qualität verxfacht. Die Arbeitszeit war ebenfalls mehrfach erhöht, die Ausrüstung um ein vielfaches teurer, und im Endeffekt war es nahezu unnütz. LTT ist wieder auf 4k Qualität zurückgegangen, das zwar immer noch enorm aufwändig ist, aber die Produktionskosten und Produktionszeit pro Video enorm reduziert.


    Nachtrag:

    Die durchschnittlichen Zuschauer bewerten Videos eher in einer anderen Reihenfolge: Als Erstes kommt der Inhalt, das Thema, ob hilfreich/unterhaltsam oder nicht, dann folgt die Soundqualität und erst viel weiter hinten kommt dann irgendwann die Bildqualität.

    Sehr oft kommt dieses Verhalten von Skype. Dort kann man in den Optionen der App die Rechte wegnehmen, bei Anrufen die Einstellungen zu ändern. Kann das gerade nicht zeigen, habe Skype von meinem Rechner verbannt, weil das Programm im Laufe der Jahre immer schlechter geworden ist, meiner Meinung nach. Und andere Programme existieren, die gleichen Funktionen viel bequemer und ohne solche Eingriffe ins System hinbekommen (Discord z.B.).


    Manchmal reicht es aber bereits schon, wenn man diese Einstellung wählt bei Windows direkt:


    Ansonsten unterschreibe ich die Empfehlung für ein externes Audio-Interface.

    Ich meine, wie die User das bezahlen. Wie funktioniert das genau?

    Ich hab es noch nicht selbst genutzt, aber ich denke mal völlig normal, wie alle anderen Payments bei Google, Android, IOS auch. Entweder sind Paypal, Bank oder Kreditkarten-Daten dort hinterlegt und es wird dann abgebucht, oder man braucht ein aufgeladenes Guthaben, oder halt über die Telefonrechnung. Unterscheidet sich wohl nicht großartig von irgendwelchen anderen Zahlungen an beliebigen anderen Stellen.

    Gibt es dort schon Infos zum Anteil den Youtube sicherlich einbehält?

    Ich meine, es gibt durchgehend einen 65/35 Split mit allen Monetarisierungs-Features, sprich Creator bekommen von jedem Euro, der eingenommen wird 65 Cent.


    Oder zahlt man das aufs Youtubekonto ein?

    Jepp, das Geld landet zuerst bei YouTube und die Auszahlungsgrenze von 70 € muss erst erreicht werden (Nach dem Split von oben). Vorher sieht man keinen Cent.

    Die Kriterien finde ich aber blöd. Es gibt Kanäle, die brauchen keine 1000 Abos, weil die Views meist von Nichtabos kommen und diese sind sehr beeindruckend und diese gehen offenbar wieder mal leer aus. Also da hätte ich mir andere Kriterien für gewünscht.

    Die Kriterien sind das YPP, dahinter stehen ja gewisse technische Hürden wie auch menschliche Prüfungen des Contents und die Einhaltung der Guidelines. Mit denen möchte YouTube sicherstellen, dass Betrüger, Scammer oder andere ill-minded Leute das System nicht ausnutzen und nicht Geld verdienen, mit geklauten Sachen, Müll, oder Hass und Fake-News.

    Update:

    Heute wurde, etwas verspätet, Super Thanks in 68 weiteren Ländern für alle YPP Mitglieder freigeschaltet:


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Falls Ihr das auf Eurem Kanal nutzen wollt, müsst Ihr das unter Monetarisierung -> Supers auf aktiv schalten, denn standardmäßig ist es erstmal deaktiviert (momentan noch)




    Community-Frage:


    Habt Ihr schon mal einem Creator auf YouTube Geld gestiftet? Würdet Ihr das bei Euren Lieblings-Channels öfter mal machen, oder wenn z.B. ein Tutorial besonders gut war, und Euch Zeit und/oder Geld gespart hat?

    Atlas.cz scheint mir so etwas wie das tschechische Web-de oder gmx zu sein, ein Absender namens "Manager", keine richtige Signatur einer richtigen Firma in der eMail, nicht mal der Versuch einer seriösen Firmen-Mail, das alles zusammen ist ein ganz großes Warnschild.


    Abgesehen vom NFT-Unfug in dem erwähnten Game, hat es wohl in Asien eine großer Spielerschaft: https://de.wikipedia.org/wiki/Axie_Infinity


    Wenn eine Firma mit derartigem Hintergrund tatsächlich eine offizielle Werbekampagne starten wollte, würden sie Werbeunternehmen nutzen, die eigene Webseiten, eigene eMail-Server und richtige Firmennamen nutzen sollten, die auch eine nachprüfbare Historie im Internet aufweisen. Das fehlt hier alles komplett. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich dabei also um einen Fake, und wenn Sie Dir irgendwann das Agreement schicken, dann ist es vermutlich eine Agreement.pdf.exe mit einem Trojaner drin.


    Und selbst wenn sie nicht Deinen YT-Accout klauen wollen, und ich halte es für nahezu ausgeschlossen, dass sie das nicht tun würden. Möchtest Du wirklich Arbeit investieren für eine Firma, die keinen Namen hat, keine Adresse und sich vermutlich nie wieder meldet, wenn Du Deine Arbeit erledigt hast, und höchstwahrscheinlich schon gar nicht bezahlen wird?


    Abseits von der dubiosen eMail, kurz was zu Axis, NFT-Games, etc:

    Allein wenn Du in das Game einsteigen willst, was Du ja vermutlich müsstest, um es überhaupt im Video zeigen zu können, müsstest DU erst 3 Axis kaufen, wenn ich das richtig verstehe. Ich weiß nicht, wo der Kurs steht, wenn Du das hier liest, weil das Zeug hochvolatil ist, aber das ist mindestens 120 $ "Einstiegskosten" für ein absolut billiges Game, das als Spiel eigentlich kaum Spaß machen soll. Und die wurden übrigens gerade erst ausgeraubt, von ca. 1 Milliarde Umsatz, die das Spiel in 4 Jahren mit Millionen Usern gemacht haben soll, haben irgendwelche "Hacker" (oder die Besitzer?) wohl vor einigen Tagen mehr als 500 Mio $ geklaut und sie sind damit spurlos verschwunden.


    Damit ist das Spiel und seine Pseudo-Währung extrem unsicher. Wie so viele Blockchain Dienste (alle?), die auf irgendwelchen angeblich dezentralen Systemen laufen, aber meistens nur ganz wenigen Leuten gehören und deren Sicherheit wohl sehr oft maximal vernachlässigt wird.


    Ich würde niemals Geld in eine "Bank" stecken, die sich mal eben 50% des Umsatzes der letzten Jahre klauen lässt. Und wie bei jedem Schneeball-System / Ponzi Scheme, dort einzusteigen ist halt eh nur für die interessant, die als erste die Betrugskette gestartet haben. Je später man dazu kommt, desto mehr andere Leute muss man selbst erst betrügen, um nicht komplett ausgenommen zu werden, wie eine Weihnachtsgans. Vielleicht versucht man auch nur, Dich (und/oder Deine Viewer) über diese Lockmail in das Schneeball-System hereinzulocken.


    Und fast alles mit Coins, Blockchain, NFT, etc. endet auf ähnliche Weise. Schneeball-Systeme sind dazu gedacht, dass die, die das irgendwann mal gestartet haben, irgendwann ihr Geld herausziehen, und dann alles zusammenbricht, während sie mit ihren Millionen oder Milliarden irgendwo auf einer unbekannten Südsee Insel sitzen, wo sie niemand fassen kann. Und ein derart unseriöses Business zieht halt auch eine Menge Schmeißfliegen an, die versuchen andere abzuzocken. Daher sind solche Scam-Versuche gerade in der Coin Mining/NFT Umgebung besonders häufig, und 99% aller gehackten YT Kanäle, versuchen hinterher Bitcoins, Ethereum oder ähnliche "Dienste" zu promoten.

    Moin Chris / PBK-Music


    vorweg:

    Willkommen auf

    Themen-Empfehlung für neue Mitglieder:
    >>> DU bist NEU im Forum? Worum geht's hier & über Eigenwerbung
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    Solltest du Hilfe rund um das Forum benötigen, wende dich gerne an das Foren-Team.


    Zu Deinem Beitrag:


    Ich habe da keine großen Erfahrungen mit dem Thema an sich, daher kann ich zur eigentlichen Fragestellung nicht viel sagen. Ich gehe aber davon aus, dass YT bei sämtlichen Urheberrechtsverstößen handeln dürfte, auch wenn die Quelle außerhalb liegt. Bei Sachen, die bereits vorher innerhalb von YouTube digital erfasst wurden, geht das nur halt meistens automatisch und entsprechend auch viel, viel schneller.


    Aber wäre es nicht möglich, für die Zukunft, dass Du die Lieder, einfach in Rohform als private Videos hochlädst in dem Moment, wenn Du sie auch bei Spotify einstellst, so dass die YT Algorithmen die Songs kennen und erkennen können? Wenn Du sie selbst dann später in einem richtigen Video benutzt, kannst Du das ja uneingeschränkt trotzdem tun.

    "Große YouTuber" nehmen das Thema Impressumspflicht sehr, sehr ernst. Denn meistens werden diese zu allererst abgecheckt, ob man ihnen nicht etwas ans Zeug flicken kann und mit Abmahnungen bei Ihnen Kohle abkassieren kann. Die dazwischen geschalteten Firmen, sind meistens entweder deren Netzwerke (MCNs) oder eigene Firmen, die sie extra gegründet haben, um zum einen Ihre Privatsphäre vor Fans zu schützen und zum anderen steuerlich und rechtlich abgesichert zu sein, z.B. durch eine GmbH, die eventuelle Haftungen begrenzt und ihr privates Vermögen schützt. Das hat also wenig damit zu tun, dass es denen egal wäre, das Umgekehrte ist fast immer der Fall.


    Die Impressumspflicht ist für Creator und Firmen oft ein leidiges Thema, aber aus Konsumenten-Sicht eine wichtige Verbraucherschutz-Einrichtung, damit es eben weniger Scams, Betrug, Vergehen gegen Wettbewerbsvorschriften, etc. gibt. Da kommt man nicht völlig dran vorbei. Es gibt Mittel mit irgendwelchen Briefkastenfirmen, aber auch das ist rechtlich sehr umstritten. Manche kommen damit durch, wenn es wirklich mal vor Gericht geht, andere bekommen dadurch aber auch richtig Ärger, das ist noch nicht endgültig ausgefochten und wird immer wieder neu im Einzelfall entschieden, was ausreichend ist und was nicht. "Ladungsfähige Adresse / Anschrift" ist jedenfalls ein wichtiges Stichwort dabei.

    Disclaimer: Ich bin kein Anwalt, ich darf keine Rechtsberatung geben, höchstens meine Meinung und Erfahrung teilen. Für eine verlässliche Rechtsauskunft kontaktiere bitte einen Anwalt, in diesem Fall einen Fachanwalt für Glücksspiel und/oder Medienrecht.


    Für Glücksspiel und Gewinnspiele gibt es in vielen Ländern, und in Deutschland auch, besondere Regulierungen. Gewinnspiele mit variablen Gewinnen, abhängig von den Einsätzen der Spieler fallen glaube ich in den Bereich Glücksspiel und Lotterie, und hierfür braucht man, nach meiner unprofessionellen Einschätzung eine nochmals besonders scharf regulierte Lizenz.


    Infos zu Gewinnspielen:

    https://www.ihk-krefeld.de/de/…nd-preisausschreiben.html

    https://www.it-recht-kanzlei.d…ram-neue-richtlinien.html

    https://datenschutz-generator.…ele-teilnahmebedingungen/


    Ich würde empfehlen, mich für einen solchen Plan wirklich an einen Anwalt zu wenden, denn die Strafen für illegales Glücksspiel können hoch ausfallen.


    Zu Deinen Fragen:

    Damit YouTube nichts dagegen einzuwänden hat, musst Du Dich vermutlich mindestens an die deutschen und die amerikanischen Gesetze halten. Und diese Regeln alle einzuhalten kann die Sache ziemlich knifflig machen.


    Und ja, Webseiten sind Impressumspflichtig, Facebook-Seiten in den meisten Fällen auch. Die Frage nach dem Impressum klingt irgendwie, als hättest Du geplant, die Teilnehmer abzuzocken und Dich dann aus dem Staub zu machen, kein so guter Einstieg in ein sehr komplexes Thema.

    Schau auf jeden Fall auch mal hier rein, und entferne etwaige gewährte Rechte, die Du nicht selbst eingetragen hast:

    https://myaccount.google.com/security-checkup/


    Alle dort gespeicherten Passwörter würde ich als unsicher ansehen. Alle Passwörter, die Du irgendwo auf dem Rechner gespeichert hast oder hattest, kannst Du als unsicher betrachten. Und ein Windows, das einmal von einem Virus kompromittiert wurde, würde ich zumindest nicht mehr nutzen wollen, lieber komplette Neuinstallation. Denn man kann nicht wissen, ob nicht irgendwo an anderer Stelle noch schlafende Teile des Virus oder anderer Schadsoftware installiert wurden, die bisher nur noch nicht gefunden wurden. Daher mach die Dinge oben unbedingt alle von einem anderen Gerät aus, das nicht betroffen war.

    Es ist theoretisch möglich, wenn YouTube feststellt, dass mit einem Kanal nicht alles koscher läuft und die Kanalsicherheit kompromittiert wurde, dass dann einige Sicherheitsmaßnahmen ergriffen wurden, um eventuelle Videos der Hacker möglichst wenig zu verbreiten, da die meistens auf Betrug, oder Hacken weiterer Kanäle abzielen. Und YouTube möchte möglichst verhindern, dass ihre Zuschauer solche Betrugs-Videos zu sehen bekommen.


    Ist der Hack gemeldet worden? Wurde er von YT bereinigt oder hast Du einfach nur die Passwörter geändert und sonst nichts gemacht? So oder so, kann es durchaus sein, dass da ein Marker auf dem Kanal gesetzt wurde, der für eingeschränkte Sichtbarkeit sorgt und man nun erstmal beobachtet, ob denn nun wieder alles in Ordnung ist, oder bald mehr Betrugs-Videos von den Hackern gepostet werden.


    Auf jeden Fall sollte der erste Weg sein, herauszufinden, wie sind die Hacker in den Kanal eingedrungen, wo ist die undichte Stelle? Ist das Passwort fürs eMail-Konto eventuell unsicher oder anderswo ebenfalls verwendet, so dass es durch einen Hack an anderer Stelle nach außen dringen konnte? Wurde Dir eventuell irgendwelche Trojaner Software untergeschoben? Da gibt es viele Möglichkeiten, die man abchecken sollte, um das Sicherheitsleck zu finden und dauerhaft zu beheben. 100%ige Sicherheit wird es nicht geben, aber zumindest sollte man es den Hacker so schwer wie möglich machen erneut in den Kanal einzudringen. Also 2Faktor Authentifizierung aktivieren, Passwörter ändern, nicht nur bei YouTube, sondern auch bei eventuell anderen sicherheitsrelevanten Accounts. Dabei möglichst lange und einzigartige Passwörter verwenden, etc. etc. Die Liste der möglichen Sicherheitsmaßnahmen ist lang.


    Theoretisch sind sonst aber durchaus auch zahlreiche andere Gründe möglich, die dafür sorgen könnten, dass Deine Impressionen runtergehen, wie niedrige CTRs und geringe Watchtime der Videos, generelle Schwankungen im Interesse, saisonale Unterschiede und viele weitere. Aber da es direkt nach dem Hack passierte, ist es schon recht wahrscheinlich, dass die beiden Ereignisse im Zusammenhang stehen.

    Uralt und das Video hat ultra schlechte Qualität nach heutigen Maßstäben, aber es bohrt mir im Ohr, schmerzt im Herzen und grummelt im Magen:


    Externer Inhalt youtu.be
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    Über Twitter hat mir Youtube ein Link geschickt, ein Formular für gehackte Accounts. Als Antwort kam bereits zurück das keine abnormen Aktivitäten festgestellt werden konnten

    Das klingt doch irgendwie positiv. Dann hoffe ich, dass Dein Account Dir bald wieder zur Verfügung steht und der Mist ein Ende hat.

    Hast Du denn in irgendeiner Weise rausfinden können, wo die Schwachstelle lag? Bug bei YouTube, oder doch irgendwie eine "undichte" Stelle bei Dir und Deinem Team?

    Ich denke, die meisten YouTuber gehen den genau umgekehrten Weg, da werden die meisten Kommentare sofort freigegeben, gesperrt wird entweder manuell oder per Keywords und/oder bei Link-Nennung. Und was dann im Filter landet, wird selten wieder freigegeben.


    Ich könnte mir vorstellen, dass TubeBuddy da eventuell eine Funktion bietet, die das leichter machen könnte. Allerdings sind die wirklich hilfreichen Features bei der Software im Bezahl-Bereich angeordnet und da wirds richtig teuer. Und in Zeiten, wo dauernd Kanäle gekapert werden, bin ich persönlich sehr vorsichtig geworden, ob und welchen Tools ich Zugriff auf meinen Kanal gewähre.

    Da dieses Thema nun wiederholt zweckentfremdet wurde, um persönliche Differenzen auszubreiten und nicht zum Thema gehörige Diskussionen zu führen, werde ich es nun schließen. Hier geht es schon lange nicht mehr um YouTube, sondern um völlig andere Dinge, die nicht in dieses Forum gehören.

    Moin Marcus,

    das ist dicker Mist. Mein Mitgefühl, sowas ist der totale Stress und eine latente Todes-Gefahr für einen Kanal. Und bei größeren Kanälen können so ganze Firmen und finanzielle Existenzen gefährdet sein. Die Deaktivierung kann fürs Erste sogar eine gute Lösung sein, damit die Angreifer vorerst keinen weiteren Schaden für den Kanal verursachen können.


    Zu Deiner Frage bezüglich Mitarbeitern, dies kommt natürlich darauf an, welche Rechte Du ihnen eingeräumt hast. Theoretisch kann man einem Mitarbeiter sehr weitgreifende Rechte einräumen, ratsam ist das natürlich nur bei Personen, denen man 100%ig vertrauen kann, sowohl dass sie selbst keinen Unfug anstellen, als auch dass sie intelligent und aufmerksam genug sind, nicht auf Phishing und andere Social-Hacking Attacken hereinzufallen.


    Ich drücke Dir die Daumen, dass Du den Kanal schnell zurückbekommst und er dann unbeschadet, wie vorher weiterlaufen wird. Hier ist dringend Kontakt mit YouTube direkt notwendig.


    • Hast Du zu der Deaktivierung irgendwelche eMails bekommen? Meistens gibt es Info-Mails, wo man eine Gelegenheit bekommt, dazu Widerspruch einzulegen.
    • Ansonsten kannst Du probieren, bei Twitter an den Account @TeamYouTube zu schreiben, die sind manchmal ganz nett und reichen Deine Meldung dann an entsprechende Stellen weiter.
    • Darüber hinaus gibt es bei YouTube ein Support-Forum, dort arbeiten aber auch nur ehrenamtliche Helfer, die allerdings zumindest teilweise einen Draht ins Backend haben, das wäre hier:
      https://support.google.com/youtube/community?hl=de
    • Neuerdings gibt es auch einen Support Chat, der aber mehr für allgemeinere Fragen gedacht ist, den kann man hier finden:
      https://support.google.com/you…m%3DDesktop#zippy=%2Cchat


    Für Dich vermutlich erstmal zu spät, aber als generelle Info für alle Anderen zu solchen Geschehnissen:


    Mir sind verschiedene Methoden bekannt, wie das passieren kann. Meistens sind entweder Fake-Mails darin involviert, die einen mit falschen Links zu angeblichen YouTube Meldungen führen, wo man dann entweder direkt eine falsche Einlog-Seite präsentiert bekommt, das ist die einfachste Methode. Ansonsten wird man auf clever gescriptete Seiten umgeleitet, die das oft im Browser gleichzeitig aktive Login-Cookie des Accounts zu kapern versuchen. Oft wird dabei nicht nur der YouTube Account, sondern auch gleich der in den meisten Fällen dahinter liegende GMail Account kompromittiert, so dass die Angreifer auch Bestätigungs-eMails und 2Faktor-Authentifizierung umgehen können, indem sie den Account an eine andere eMail-Adresse und ein anderes Telefon koppeln.


    Alternativ gibt es momentan massenweise gefälschte Sponsoring Angebote, wo einem weiß gemacht wird, dass man für irgendwelche Werbeeinblendungen einen sehr lukrativen Betrag bekommen würde. Dabei geben sich die Absender mal mehr und mal weniger geschickt als Software-Firmen, Spiele-Publisher oder ähnliche Firmen aus, manchmal auch direkt als Anbieter von Mining Firmen oder Mining App-Hersteller. Und wenn man sich durch diese Geldsumme anlocken lässt, schicken sie einem eine "Test-Software", die man sich mal gründlich anschauen soll. Darin ist dann wohl meistens ein Trojaner enthalten, der im Hintergrund auf bestehende Logins zu YouTube, GMail, etc. lauert, und diese dann in einem unsichtbaren Browser kapert, eventuelle Bestätigungs-Mails rausfiltert, so dass die betroffene Person sie nicht zu sehen bekommt, etc. Danach geht es wohl oft ähnlich wie oben weiter.


    Als Rat kann ich da nur geben, bei allem rund um den eigenen YT Kanal sehr, sehr vorsichtig zu sein. Mein Kanal ist <10k Abonnenten und ich bekomme momentan trotzdem bereits pro Woche 5-20 solche Mails, werde auf Twitter, FB und Instagram angeschrieben, etc. Je größer der Kanal wird, desto eher investieren solche Leute Zeit, um einen teilweise sehr überzeugende Dinge vorzutäuschen, um den Account zu klauen.


    Jeden Link vor dem Anklicken ganz genau untersuchen, ob er eventuell zu einer verdächtigen Seite führt. Maus-Over zeigt in den meisten Browsern unten links das tatsächliche Ziel an, alternativ den Link kopieren, das geht auch auf dem Handy. Und dann nicht im Browser, sondern in irgendeine Text-App oder einen Chat einfügen, um ihn richtig sehen zu können. Wenn man nicht 110%ig sicher ist, dass der Link ungefährlich ist, nicht nutzen. Zugriffe auf GMail und YT IMMER über den direkten Aufruf über im Browser gespeicherte Favoriten öffnen, nie über Links in irgendwelchen eMails.


    Lasst Euch nicht mit imaginären, hohen Geld-Beträgen ködern. Manchmal werden einem mehrere Tausend Dollar oder Euro für einen kurzen Werbe-Trailer geboten, damit die Geldgier einem das Gehirn ausschaltet. Natürlich wird man dieses Geld niemals bekommen, aber wenn man dadurch euphorisch und unvorsichtig wird, ist man leicht mal versucht, der angeblichen Software-Firma zu vertrauen und den Download irgendeiner App oder einer Windows-Anwendung zu akzeptieren, die dann den Angreifern Tür und Tor öffnet.


    Bei allen Sponsoring-Angeboten daher unbedingt ganz genau prüfen, notfalls 10mal, ob die dahinter stehende Firma wirklich existiert. Und Mitarbeiter von Firmen, die größere Geldsummen für Sponsorings ausgeben, werden NIEMALS gmail oder andere kostenlose Mail-Dienste nutzen! Das ist immer ein Ausschluss-Kriterium, sagt ihnen, dass sie Euch über eine offizielle, per SSL gesicherte und nachprüfbare Firmen-eMail anschreiben sollen. Aber auch dann, trotzdem prüfen, ob sie tatsächlich diesen eMail-Server benutzt (auf der Firmen-Homepage nachprüfen), notfalls über das Kontakt-Formular auf der per Google rausgesuchten Firmen-Homepage anschreiben, und nachfragen ob die Person bekannt ist und solche Sponsorings tatsächlich durchgeführt werden, ehe man irgendwas anklickt.

    Prinzipiell gibt es unterschiedliche Suchergebnisse und Vorschläge je nachdem, ob man bei YouTube eingeloggt oder nicht eingeloggt ist. Das sind halt personalisierte Ergebnisse, die von Deinen Sehgewohnheiten, Such-Mustern in der Vergangenheit, etc. modifiziert werden oder, falls man nicht eingeloggt ist, völlig neutrale, nicht-angepasste "Nullachtfünfzehn"-Ergebnisse.


    Um neutrale Ergebnisse zu bekommen, braucht man sich nicht zwingend ausloggen, man kann auch die YouTube Seite in einem Inkognito-Browser Fenster öffnen.


    Alternativ kann man die Eintragungen im Benutzerprofil prüfen und säubern, aber sehr oft ist es schon weitestgehend sinnvoll eine Personalisierung vornehmen zu lassen. Zumindest was den Homescreen, die neben den Videos und nach geschauten Videos vorgeschlagenen Einträge angeht. Eine Anleitung zum Säubern der Verlaufsdaten gibt es unter anderem hier: https://www.heise.de/tipps-tri…en-so-geht-s-4010144.html


    Suchergebnisse sollten vor allem vom Suchbegriff beeinflusst werden, außer man hat, über das Drei-Punkte-Menü neben den Thumbnails, extrem viele Kanäle auf "nicht vorschlagen" oder Themen mit "kein Interesse" markiert. Videos, die man sich bereits bei vorherigen Suchen zum gleichen Thema angeschaut hat, werden wohl auch irgendwann weniger oft angezeigt, auch Videos, die man mit "gefällt mir nicht" markiert hat, werden nach und nach ausgeblendet.


    Wenn ich nach "fraktionelle Destillation" suche, erhalte ich 7 direkt mit dem Thema verbundene Suchergebnisse, dann drei Vorschläge mit der Beschriftung "Nutzer haben auch gesehen", die grob verwandt sind mit dem Thema, und dann dutzende weitere, die ebenfalls mit dem Suchbegriff in Verbindung stehen. Warum das bei Dir anders sein sollte, ist mir nicht einleuchtend.


    Es gibt schlechte Browser-Erweiterungen oder auch Malware, die sich hier reinklinken und bei Websuchen oder auch bei manchen anderen Suchergebnissen wie bei YT Inhalte "hineinmogeln", um Nutzer zu Klicks auf Fremdinhalte zu verleiten. Auch irgendwelche "alternative YouTube-Apps" können sowas verursachen. Aber das ist extrem selten, nicht ausgeschlossen, aber ist nicht super verbreitet. Dann sollte man mal seinen Browser säubern, Cookies löschen und vielleicht mal generell einen Malware-Scan durchführen, z.B. mit dem kostenlosen Tool Malwarebytes Antimalware: https://www.computerbase.de/do…antimalware/malwarebytes/