Eure Erfahrung mit Litium-Ionen-Akkus?

  • Hi,


    nachdem ich erst neulich wieder eine Schlagzeile vorgelesen bekommen habe, in der irgendwo ein Litium-Ionen-Akku explodiert sein soll, wollte ich euch mal nach euren Erfahrungen mit dieser besonderen Form der wiederaufladbaren Batterien fragen.
    Und meinen eigenen Senf dazu geben.
    Ich verstehe nicht, wie sowas überhaupt passieren kann. Wir leben in Deutschland. In der EU, wo Sicherheit ganz großgeschrieben wird, und zwar sowohl auf der Seite des Herstellers als auch auf der des Verbrauchers.
    Natürlich ist man nirgendwo vor technischen Defekten, Fehlkonstruktionen und Montagsstücken gefeilt, aber trotzdem... Warum? :o


    Mir ist bisher Gott sei Dank nichts passiert. Braillezeile, Laptop, Smartphone, Daisyplayer und diverse Spieluhren funktionieren und laden einwandfrei. Und gerade letzteres ist vermutlich so gut geschützt, dass da auch nichts passieren sollte. Immerhin sollten sie den Betrieb in einem Kinderzimmer überleben und die gehen bekanntlich nicht immer so zimperlich mit ihren Sachen um.
    Trotzdem habe ich immer ein mulmiges Gefühl, wenn ich irgendwas davon wieder einmal aufladen muss, obwohl ich gerade mit diesen Geräten übervorsichtig umgehe. Eben deshalb. :D


    Was sind eure Erfahrungen?


    Liebe Grüße,


    Lunatic Owl, die sich gerade dazu überwindet ihren Lieblingspinguin zu laden.


    PS: Einer meiner wiederaufladbaren Einschlafhilfen geht so schnell die Energie aus, dass ich mich ernsthaft frage, ob dieses Upgrade wirklich Not getan hat...

  • Hatte mir VOR meiner Auswanderung in die Philippinen ein 2nd MacBook gekauft, das hatte bereits einen neuen Akku von Apple bekommen.
    4 Jahre später fing der an sich aufzublähen, langsam nur aber dennoch sichtbar.
    Hat dann etwas gedauert bis ich im August endlich einen Reparaturladen hier in Cebu fand der mir sogar sagte, wenn ich noch bis November warte wäre der Austausch des Akku kostenlos (sonst eben locker 200 EUR). Ich hab dann tatsächlich gewartet und hurra - tatsächlich nen neuen Akku bekommen OHNE etwas bezahlen zu müssen.


    Hier in den Philippinen werden viele billige LiIO Akkus verbaut, aber die halten recht gut. Also Explosoionen etc gibt es so gut wie nie.
    Nach 1 Jahr haben die meistens dann aber nen Leistungsabfall, länger als 2 Jahre halten sie nir durch. Dafür kostet mich ein Ersatzakku für mein iPhone 6S aber auch nur 15 EUR.


    Was hier öfter passiert ist, dass sich Akkus aufblähen, hatte ich bei 2 Pocketwlan von NoName und Huawei und 2 Handys mit halt Ersatzakkus.
    Da gilt dann halt sofort austauschen, damit es nicht explodiert.

  • Muss hier auch nochmal meinen Senf dazu geben :)


    Also von verbraucht kann man nicht wirklich sprechen. Was nach all den Jahren leidet ist die Kapazität der Akkus. Die wird geringer.

    Damals bei Nickel-Cadmium Akkus konnte man durch zyklisches Auf- und Entladen die Kapazität wieder erhöhen. Wie auch immer...


    Li-ion Akkus besitzen eine sehr hohe Energiedichte bei geringem Gewicht.

    Ähnlich wie bei einem Kondensator befinden sich im inneren Metalle, Lithium Ionen und eine Flüssigkeit. Das Elektrolyt.

    Stinkt wie sau und ist ätzend! Und natürlich brennbar.

    Eine Alterung der Akkus geschieht durch die Zell Oxidation. Wenn die Elektroden oxidieren verlieren sie ihre Fähigkeit Ionen zu speichern.


    Wodurch kommt sowas bzw. wodurch bläht sich nun so ein Akku auf oder explodiert?

    Das kann mehrere Gründe haben.

    Zum Einen technisch bedingt bei der Herstellung. Gerade bei Smartphones. Diese werden in Rekordzeit hergestellt und ausgeliefert. Dabei werden die Akkus immer stärker und kleiner.

    Produktionsfehler nicht ausgeschlossen.

    Auch ein falsches Laden und Entladen hat zur Folge, dass der Akku beschädigt werden könnte.

    Ebenfalls physische Einwirkungen wie Stürze oder Wärme.


    Tipps von mir:

    Akkus niemals ganz entladen oder aufladen. Wenn der Akku 100% hat sollte er vom Ladegerät genommen werden.

    Die Akkus werden deutlich mehr belastet wenn man sie komplett auflädt.

    Ebenso das Schnelladen. Mittlerweile kann man es ja kaum abwarten und so ein Smartphone wird innerhalb von 1 Stunde aufgeladen.

    Uh..böse! Schneller laden heißt höhere Ströme. Das bedeutet mehr Wärme und mehr Belastung.


    Auch Akkus von Notebooks. Wenn ihr daheim seid und den Lappi am Netzteil hängen habt, dann nehmt den Akku raus!


    Prüft die Akkus oder Smartphones auf Beschädigungen wenn sie euch runterfallen. Li-ion Akkus oder eher gesagt das Elektrolyt reagiert mit Sauerstoff und Wasser.

    Und zwar heftig!

    Also falls ein Akku mal brennen sollte.... KEIN WASSER!!!!


    Ist der Akku warm, vom Smartphone oder Notebook, dann macht ne Pause. Hitze mag der gar nicht!


    Joar und ansonsten:

    Bei richtiger Handhabung passiert da nichts!

  • Kilo Wow, hätte nicht damit gerechnet, dass hier noch jemand reinschreiben würde. :D

    Bei meinem Smartphone oder meinem Audible-Daisy-MP3-Abspielplayerdings kann ich, dank Sprachausgabe, den Akkustand gut im Auge behalten. Bei einer meiner Lieblingseinschlafhilfen wird es schon schwieriger.

    Es gibt zwar ein Alarmsignal, wenn sich der Akku dem Ende neigt, allerdings ist das "nur" ein rotes Licht und wenn die kleine LED aufleuchtet und blinkt, ist es fast schon zu spät. Und einmal aufgeladen hält der Akku leider echt nicht lange. Nicht mal, wenn das Spielzeug stumm im Regal sitzt. Ich hab dass Teil mal gesehen, für 'nen Akku ist der ziemlich klein.

    Eine andere Einschlafhilfe geht ohne Vorwarnung einfach aus, lädt dafür aber nur mit dem dafür vorgesehenen Kabel. (Kabel, nicht Netzteil - Dafür muss leider noch mein Laptop herhalten)

    Na ja, wenigstens heizt sich nichts davon spürbar auf und ich schätze, ich sollte eher Respekt vor der riesigen E-Bike-Batterie meines Vaters haben als vor so 'nem winzigen Kasten in einem Hasen oder Igel.

    Trotzdem sind mir herkömmliche NiMh-Akkus in Sppielzeug lieber. :D Und im Zweifel: Das Smartphone nicht zu nahe an die Heizung legen, unter ein Kissen stopfen oder bei Minusgraden mit nach draußen nehmen.

    ...

    ...

    ...

    ...

    Oder? :o

  • nachdem ich erst neulich wieder eine Schlagzeile vorgelesen bekommen habe, in der irgendwo ein Litium-Ionen-Akku explodiert sein soll, wollte ich euch mal nach euren Erfahrungen mit dieser besonderen Form der wiederaufladbaren Batterien fragen.

    Ist der Akku dann nicht kaputt oder beschädigt gewesen? Oder war Third-Party-Hardware aus China? Bei Fake-Apple-Kabeln kann es nämlich passieren, wenn sie scheiße hergestellt werden, dass du stirbst, weil du wortwörtlich durchgebruzzelt wirst.

  • Ich schätze mal, dass es sich bei dem "für 'nen Akku ziemlich klein" um eine einfache 3,7 Volt LiPo Zelle handelt.

    Die sind übrigens recht oft verbaut. In kleinen RC Hubschraubern, in älteren EBook Readern, in Spielzeugen, Freisprecheinrichtungen, und und und.

    Selten, dass dort ein Li-ion Akku drin ist. Also nicht verwechseln.


    Wenn bei diesen Akkus keine Schutzschaltung verbaut ist dann können die sich tiefenentladen.


    Wenn du mit NiMh Akkus einzelne Zellen meinst die man anstelle von Mignon Zellen nimmt dann musst du auch aufpassen, weil eine NiMH Zelle hat 1,2 Volt Spannung und eine Zink-Kohle Zelle 1,5 Volt. Kommt immer drauf an was das Spielzeug insg. für eine Spannung haben will.


    Am besten fährt man, wenn man seine Geräte nicht ständig schnell lädt.

    Also ein Ladegerät für ein Smartphone wo 1A draufsteht ist ein Schnellladegerät. Das pumpt innerhalb von 1 Stunde, 1 Ampere in das Handy. Wenn dein Akku im Handy jetzt eine Kapazität von 1000mAh hat, also 1Ah dann ist es natürlich nach 1 Stunde voll geladen.

    Tut ihm aber nicht gut auf Dauer.


    Es müssen auch nicht unbedingt die Hersteller-Ladegeräte sein. Das ist Quatsch.

    AUßER: Manchmal geht es nicht anders, wie zum Beispiel bei manchen Geräten wie Smartphones die über USB geladen werden.

    USB hat 4 Leitungen. Plus, Minus und 2 Mal Daten


    Normalerweise braucht man zum laden ja nur PLUS und MINUS. Aber bei manchen Geräten werden die Datenleitungen mit genutzt um sicherzustellen, dass das Gerät mit dem jeweiligen Ladegerät geladen wird. Sie zum Beispiel Dell Notebooks. Das Netzteil hat 3 Pins. Damit man auch nur Dell Netzteile nutzen kann.

    Manche Smartphone laden auch nicht wenn du es über USB lädst. Dann stellt man fest, dass das USB Ladekabel welches man für 1 Euro gekauft hat nur mit 2 Leitungen belegt ist (Plus und Minus).

    Das Ladegerät vom Hersteller will aber ein Kabel wo alle USB Leitungen durchkontaktiert sind damit es sich mit dem Smartphone austauschen kann.


    So... das war ein kleiner Exkurs :)


    Richtig,

    Heizung ist böse für Akkus.

    Kälte grundsätzlich auch.

    Wobei sich hier NiCd im Gegensatz zum NiMh wieder anders verhält.


    Das hat aber alles mit der Zusammensetzung und den jeweiligen chemischen Reaktionen zu tun


    Ist der Akku dann nicht kaputt oder beschädigt gewesen? Oder war Third-Party-Hardware aus China? Bei Fake-Apple-Kabeln kann es nämlich passieren, wenn sie scheiße hergestellt werden, dass du stirbst, weil du wortwörtlich durchgebruzzelt wirst.

    Wovon wird man denn bitte durchgebrutztelt?

  • In China hatte eine junge Frau ihr iPhone mit einem Fake-Kabel aufgeladen, dummerweise hielt sie das Handy allerdings am Ohr, weil sie telefonierte. Dabei gelangte ein Stromschlag in ihr Gehirn und sie war tot. Später fand man heraus, dass es an der mangelenden Qualität des Kabels lag. Aber, wenn ich nur 3€ ausgeben möchte, sollte man nicht erwarten, dass das Ding aus hochwertigem Gummi und Titan besteht, oder?

  • In China hatte eine junge Frau ihr iPhone mit einem Fake-Kabel aufgeladen, dummerweise hielt sie das Handy allerdings am Ohr, weil sie telefonierte. Dabei gelangte ein Stromschlag in ihr Gehirn und sie war tot. Später fand man heraus, dass es an der mangelenden Qualität des Kabels lag. Aber, wenn ich nur 3€ ausgeben möchte, sollte man nicht erwarten, dass das Ding aus hochwertigem Gummi und Titan besteht, oder?

    Vorsicht mit Halbwissen!


    Laut einem Bericht stellte sich heraus, dass die Dame in der Wanne lag und dort telefonierte während ihr Handy am Ladegerät hing.

    Aber selbst das ist Quark. Wenn dir dein Handy ins Wasser fällt stirbst du nicht.


    Ob das alles so stimmt weiß man nicht.

    Aber ein Stromschlag ins Gehirn? Ich bitte dich!!


    Exkurs Nummer 2:


    Aus dem Ladegerät kommen 5V mit 1A. Beim Widerstand des Körpers ist das so lächerlich gering, da bekommst du noch nicht mal irgendein Kribbeln!

    Die Chinesin müsste wenn überhaupt das eingesteckte Ladegerät in die Wanne schmeißen. Wie soll das gehen?

    Okay, sie könnte ein Verlängerungskabel nehmen.

    Was passiert dann?

    Ist das Wasser nicht geerdet, joar, könnte sie sterben! Aber nicht wegen dem Fake Kabel sondern wegen dem Stromnetz bei ihr zu Hause.


    Falls das Wasser aber geerdet ist (und das ist es meist durch Verbindung zur Erde [Abfluss, Rohre, Armatur, etc.]

    dann würde es keinen Kurzschluss geben. Der Strom würde über das Wasser in die Erde abfließen und der FI würde auslösen. Achso, FI = Fehlerstrom Schutzschalter. hat jeder im Sicherungskasten, vor allem für Außenbereiche und Nassbereiche.

    D.h. es könnten für ein paar hundert Millisekunden tödlicher Strom durch den Körper fließen. Muss nichts heißen, tut aber weh!

    Da ich nicht glaube das die Dame 'nen FI Schalter zu Hause hat, wird dieser auch nicht ausgelöst haben und sie deswegen gestorben sein.


    Ist aber Spekulation WAS und OB da was passiert ist. Man muss nicht alles glauben was man liest im Internet!


    Nachtrag:

    Was noch passiert sein kann ist, dass Ihr Ladekabel abgebrannt ist weil der Querschnitt zu gering war. Stirbt sie aber nicht von.

    Oder das Ladegerät geht mit einem Knall in die Luft. Stirbt sie auch nicht von. Außer ihr Kopf liegt auf dem Ladegerät.

    Handy könnte explodiert sein weil der Akku falsch geladen wurde. Kann passiert sein. Dann liegts aber nicht am Kabel.


    Also, WENN sie in der Wanne gestorben ist dann NICHT wegen einem Fake USB Kabel!

  • Aber generell sollte die devise lauten: Finger weg von Chinaware! Alleine durch meine Hautpflege habe ich gelernt, dass das Gümstigere nicht das Produkt mit dem niedrigsten Preis ist, sondern das mit der höchsten Qualität (also im Fall der Hautpflege, dass mit den höheren Anteil von den Stoffen, die meine Haut braucht.) Oder etwa nicht? Ein guter Akku, der lange hält, wäre doch besser als einer, den ich ständig austauschen muss und damit viel mehr Geld frisst.

  • Das mit dem Ladekabel habe ich auch gehört, klingt für mich Laie aber auch utopisch. Und danke (!) für den Hinweis auf die Zink-Kohle. Letztens hatte ich es nämlich mit jemandem über Akkus mit 1,5V. Allerdings nicht auf dieses Thema bezogen, sondern auf mein altes

    "Mimimi-Ich-brauche-Luxusstrom"-Aquariumund die sauteuren Energizer.

    Nur das mit der Chinaware stößt mir etwas sauer auf.

    95 Prozent der Dinge, die ich tagtäglich benutze sind made in China oder Japan. Und nichts davon war bisher irgendwie auffällig. Nicht mal die Li-Ion (oder LiPo) Akkus - Na ja, bis auf den in einem meiner ehemaligen Blindenhilfsmittel, der aber nicht in Brand geraten ist, sondern plötzlich einfach nicht mehr laden wollte, trotz akribisch sorgfältiger Behandlung und Akkuschonung. Der war vermutlich eine Fehlkonstruktion oder billig produziert.

    Sicher gibt es schwarze Schafe - Wo gibt es die nicht? Trotzdem würde ich eher vor (chinesischen)

    Super-billig-Händlern warnen als vor made in China selbst.

    Ist aber nur meine persönliche Meinung. :)

    Drei Euro für ein Ladekabel wäre schließlich in jedem Herstellungsland verdächtig.

  • Schon klar! Aber die Chinaware, die ich meine ist die, die man auf Wish bestellen kann. Nicht nur, dass die Qualität Mist ist. Nö. Wenn du noch Zeit hast einen eigenen Shop mit der Scheiße aufzubauen, kannst du ab einer bestellung über eine Millionen Explare sogar viel mehr Geld sparen. Aber wie schon gesagt: Nicht der niedrige Preis ist günstig, sondern die Langlebigkeit eines Produktes.

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