Beiträge von ZapZockt

    Google als Website-Suchmaschine war bis vor kurzem sehr negativ eingestellt gegenüber KI-basierter Content-Creation, hat dies aber in den letzten 1-2 Monaten stark revidiert. Mittlerweile lautet dort die Aussage eher so grob wie "wenn es den Lesern/Zuschauern einen Wert bringt und genauso gut oder besser wie bisheriger Content zum Thema ist, warum sollte es nicht ranken?" Ich vermute, dass auch YouTube in diese Schiene ungefähr so einschwenken wird.


    Dazu kommt, dass Deine Texte handgemacht sind. Wenn also das Gesamtpaket aus Text, Sprache und Bild bei den Zuschauern ankommt und die Watchtime entsprechend ausfallen wird, dann wird YT das messen und den Content entsprechend anzeigen, wenn an den Themen interessierte Zuschauer auf die Plattform kommen, und entsprechend Deinen Content ansschauen. Das wird gemessen, und wenn es einfach genauso gut oder besser ist, wie andere Inhalte zum gleichen Thema, dann wird das auch im Ranking und in Suggested sich durchsetzen. Dies gilt für YouTube, ist aber wie gesagt derzeit etwas in der Schwebe, die ganze Sache.


    Der ganze KI-Content Bereich ist derzeit aber einem absolut dramatischen Umschwung unterworfen und wird sicher in den folgen 1-2 Jahren noch fast alles im Bereich Content-Creation durchmixen. Und vieles, was jahrelang galt und ungeschriebene oder geschriebene Regel war, wird in wenigen Monaten eventuell schon überholt und verworfen sein. Da werden wir uns anpassen müssen. Und das vermutlich in einem Tempo, das für viele flexible Leute eine brachiale Herausforderung darstellen dürfte und für viele konservativere Menschen einfach in einem überwältigendem Tempo über sie hereinbrechen wird, das einen Großteil völlig überfordern wird. Aber ich nehme an (und befürchte) da wird sich nichts aufhalten oder bremsen lassen. Die Box der Pandora ist geöffnet und sie wird sich bestimmt nicht wieder schließen lassen.


    Anders sieht das eventuell mit Adsense aus, sprich mit der Prüfung zur Monetarisierung. Nur weil Content eventuell auf YT erlaubt und geduldet ist, heißt das nicht, dass Adsense und die Werbetreibenden dafür Geld ausgeben möchten. Die haben zusätzlich zu den YouTube Community Guidelines halt nochmal einen zusätzlichen Satz an Regeln, den man ebenfalls beachten muss, um zur Monetarisierung in Frage zu kommen. Siehe hier: https://support.google.com/you…egrit%C3%A4t-von-creatorn

    Dazu gibt es eine Prüfung, die durch menschliche Prüfer durchgeführt wird. Die Anweisungen, die diese Prüfer von Adsense bekommen, sind dann entscheidend für Annahme oder Ablehnung, und wie diese aussehen, ist unter NDA und nicht öffentlich bekannt. Und vermutlich werden sich auch diese Regelwerke genau wie bisher stetig ändern, und durch das enorme Entwicklungstempo im KI Bereich, wird sich auch hier das Tempo der Regelanpassungen und Regelerweiterungen vermutlich stark beschleunigen.

    Fraglich wie es jetzt weitergeht, es ist schon etwas deprimierend. Vor allem seit Tagen keine Abos mehr, Views usw. Die Impressionen fallen jetzt schon unter 1000.

    Ich kann mir vorstellen, dass diese Themen auch sehr gut in der YT Suche funktionieren. Und Suggested kann immer mal wieder anspringen, das ist so eine On/Off-Liebesbeziehung.


    Und sieh es einfach so, Du hattest einen Glückstreffer direkt zum Start, der hat Dir einen dicken Anfangs-Boost gegeben, etwas Rückenwind direkt vom Start weg. Jetzt geht es erstmal wieder auf "normal" zurück, aber dafür hast Du durch den Boost jetzt bereits einen Status, den viele andere erst nach 6-12 Monaten erreichen, oder nach Jahren. Eigentlich eine Sache, um sich drüber zu freuen, auch wenn es vorerst wieder vorbei ist.

    Zu TikTok und Shorts kann ich Dir leider nicht viel sagen, da ich weder das Format mag, noch es besonders geeignet für meine Art von Inhalten ist. Da Du als Musiker aber eh "hochkant" stehst, könnte ich mir das theoretisch gut vorstellen.


    Aber grundlegend ist eine weitere Quelle von möglichen Zuschauern selten verkehrt. Allerdings ist meine Erfahrung, dass Leute nur ungern die Plattform wechseln, TikToker wollen bei TikTok schauen und YouTube Nutzer wollen bei YT schauen, Twitter Leser wollen bei Twitter lesen und schauen und Website Leser wollen Websites lesen. Es wechseln mal ein paar, aber meistens sind die Leute recht "haftend" an ihren Plattformen.


    Und die Plattformen an sich mögen das meistens auch gar nicht. So werden auf fast allen Plattformen Posts sehr viel weniger oft angezeigt, wenn sie Links zu Fremdplattformen beinhalten, denn natürlich haben die jeweiligen Plattform-Betreiber ein Interesse daran, dass die Leute bei ihnen bleiben und nicht wechseln und Posts, die Leute zum Wechseln animieren wollen, werden deshalb fast immer unterdrückt und nur mit wenigen Impressionen ausgestattet.

    So sieht das aus (den youtube kanal gibt es seit Ende Dezember, aber richtig begonnen habe ich im März)

    Das ist die allgemeine Impressionen-Kurve, die sieht beeindruckend aus für einen so jungen Channel, dafür erstmal dicken Glückwunsch.


    Aber was wir hier brauchen, ist die genauere Statistik der Quellen der Zugriffe. Geh dazu bitte mal in die Analytics und hangel Dich mal durch folgenden Ablauf: klick auf "Inhalte" -> dann auf "Impressionen" im Titel-Tab -> danach auf "Mehr dazu" unter dem Graphen -> Und letztlich im neuen Fenster am oberen Rand auf "Zugriffsquelle". Dann sollte eine genaue Liste erscheinen, die anzeigt, welche Zugriffsquelle für wie viele Impressionen verantwortlich war und welchen %Anteil der Gesamtmenge dies ausgemacht hat, CTRs, Wiedergabedauer - Den Zeitraum oben rechts eventuell noch auf 90 Tage oder 365 ändern. Und um die Änderung herauszufinden, kann man auch mit benutzerdefinierten Zeiträumen die letzten 1-2 Wochen genauer betrachten.


    Wenn meine Vermutung stimmt, dürfte "Videovorschläge" einen sehr großen Teil der Impressionen auf sich vereinen und dagegen "YouTube Suche" vermutlich recht wenig. Natürlich kann es auch sein, dass Deine Videos in der Suche hoch gerankt haben, aber dann nach und nach im Ranking abgefallen sind, aber das wäre sehr ungewöhnlich, wenn dabei ein solche plötzlicher, kompletter Wegbruch der Impressionen passieren würde, das wäre dann eher ein nach und nach versickern.

    Ein Auf und Ab erleben wir wohl alle, aber dieses Ausmaß ist eher ungewöhnlich. Aber wie es nun dazu bei Dir kam? Sehr schwer zu beurteilen, wenn man Deinen Channel nicht sehen kann. Bitte trag ihn doch in Dein User-Profil ein, damit er neben jedem Deiner Posts angezeigt wird, so wie bei mir links. Dann brauchst Du ihn nicht immer zu posten, oder man muss dauernd nachfragen, wenn Du ihn wie jetzt vergisst zu posten. Hier eine Anleitung, wie das geht: Wie verlinke ich meinen YouTube-Kanal, damit er im Kurzprofil angezeigt wird?


    Man müsste erstmal schauen, woher kamen denn bisher die Impressionen? Das kannst nur Du in den Analytics tun, sowas sieht man nicht von außen. Die Quellen der Impressionen können ja sehr unterschiedlich sein, und jede KI arbeitet mit eigenen Datensätzen und eigenen Parametern, so dass jede Quelle auch etwas unterschiedlich betrachtet werden muss.


    Es ist auch extrem ungewöhnlich für einen so jungen Channel bereits so viele Impressions und Views pro Tag zu bekommen. Da hattest Du wohl einen dicken, fetten Glückstreffer. Aber dieses Glück hat keine Garantie, dass es für immer hält.


    In manchen Fällen passiert so etwas, wenn ein Channel einen extrem hohen Anteil Suggested hat. Dann wird Dein Video eventuell neben einem Video eines großen Channels angezeigt und es klicken auch eine Zeitlang Leute darüber, um auf Deinen Channel zu kommen. Wenn aber die Messwerte an irgendeinem Punkt so stehen, dass andere Videos an diesem Platz "besser geeignet" erscheinen, kann so eine Suggested Verbindung plötzlich komplett wegbrechen. Ähnliches kann auch einfach schon eine Stufe weiter "oben" passiert sein. Vielleicht war das Video, dass Deinen Channel empfahl seinerseits bei einem großen Channel als suggested angezeigt und die Verbindung ist evtl. dort bereits weggebrochen. Und genauso können solche Verbindungen ganz plötzlich wieder da sein. Die Suggested KI macht da halt Experimente, welches Video zu welchen anderen Videos passt und ob die Zuschauer-Gruppen, die Video A mögen, eventuell auch Video B mögen. Dafür werden Verknüpfungen wie die beschriebenen geknüpft und dann genau gemessen, wie CTR, average Viewduration, Engagements und nachfolgendes Verhalten der Zuschauer ausfallen. Und diese Messergebnisse sind dann Meta-Daten, die sehr viel mächtiger sein können, als die paar Schnipsel, die wir als Creator angeben können (Titel, Videobeschreibung, Playlist-Gruppierungen).

    Prinzipiell ist Musik natürlich ein schwieriges Pflaster, da hier jeder Mensch enorm unterschiedliche, persönliche Vorlieben hat. Aber es gibt bestimmt eine Nische, wo genügend interessierte Personen vorhanden sind, die diese Art von Musik richtig klasse finden, oder die selbst Blasinstrumente spielen und deshalb Interesse an Deinen Videos haben könnten. Die Frage ist dann halt, wie erreichst Du diese und wie groß ist die Konkurrenz? Und als Cover-Musiker sind die Original-Künstler immer die allergrößte Konkurrenz, können aber indirekt auch wiederum als Magnet wirken, ein zweischneidiges Schwert.


    Zuerst fällt mir bei Deinem Channel auf, dass viele Deiner Thumbnails zwar irgendwie originell sind, vom Foto-Design her, aber dann mit Schrift "verunstaltet" wurden. Nach meinem Geschmack und technischen Verständnis, wie Menschen Thumbnails anschauen, ist es okay 2-3 Worte Text (max. 20-25 Buchstaben) im Thumbnail zu haben. Aber Text quer über die Bildobjekte und in blassen Farben auf vielfarbigem Hintergrund, so dass man weder den Text lesen, noch die Bilder noch erkennen kann, das zerstört leider eine Menge an Wirkkraft.


    Grundlegend empfehle ich immer, sich in die Zuschauer hineinzuversetzen, nicht nur beim Inhalt (was wollen Menschen sehen, warum schauen sie zu und warum eventuell nicht), sondern auch bei der Thumbnail Erstellung. Menschen schauen YT zu ca. 55%+ auf Mobile-Geräten mit kleinen Bildschirmen. Ein Thumbnail wird dort also so groß wie ein Daumennagel oder maximal wie das erste Glied des Daumens. Dazu scrollen die meisten YT Nutzer irre schnell durch ihren Feed, und da bleiben grob vermutet 1Sek oder weniger, um das Thumbnail eines Videos anzuschauen, ehe das nächste schon ins Blickfeld scrollt.


    Diese kleine Darstellungsfläche und die kurze Dauer muss man sich im Hinterkopf behalten, wenn man ein Thumbnail erstellt. Ich zoome dazu beim Bauen des Thumbnails zwischendurch immer wieder massiv raus, sodass das riesige Bild auf dem Monitor nur noch in ca. 10% der eigentlichen Größe dargestellt wird und lehne mich dann zurück im Sessel. Kann ich dann noch erkennen, was das Thumbnail darstellt und kann den wenigen Text noch lesen? Falls die Antwort dabei nicht 100%ig ja lautet, dann ist das Thumbnail nicht gut und braucht Nachbearbeitung. Einfacher ist besser. Und wenn ein Thumbnail auf Mobile funktioniert, klappt es auf dem PC erst recht.


    Als weitere technische Bildbearbeitungs-Tipps:

    Heller Text braucht einen dunkleren Hintergrund und umgekehrt, Kontrast lautet hier das Thema. Und Gesichter im Thumbnail sind gut, aber das bedeutet nicht zwingend, dass viele Gesichter besser sind. Lieber nur 1-2 und diese dafür aber weiter herangezoomt und so fotografiert, dass Du genau in die Kamera schaust, also sozusagen den Zuschauern in die Augen schaust. Das löst bei Menschen einen psychologisch, unterbewussten "Hinguck"-Effekt aus. Auch wenn dieser heutzutage sicher schon abgeschwächt wird, durch die massive Nutzung in Werbung und Medien. Auch die Bilder sollten eventuell etwas mit Saturation, Kontrasten und Schärfe bearbeitet werden. Übrigens ist dies Meme-Sonnebrille eigentlich genau nicht hilfreich, weil sie, wie in Realität auch, den Augenkontakt unterbindet. Ganz abgesehen davon ist diese spezielle Grafik so oft verwendet worden im letzten Jahrzehnt, dass ein Bild mit dieser Brille irgendwie für mich zumindest immer gleich aussieht, als wäre es aus der Zeit von vor 5-10 Jahren.


    Bei Deinen neueren Videos sieht das auch schon etwas besser aus. Aber ich würde dringend dazu raten, auch die alten Thumbnails zu überarbeiten. Das Thumbnail ist gemeinsam mit dem Titel das entscheidende Merkmal, sozusagen das Werbeplakat, das entscheidet, ob ein Zuschauer Dein Video anklickt oder nicht. Der Inhalt kann super-perfekt sein, total lustig, spannend, unterhaltsam, mit Lerneffekten nur so vollgesteckt und hochwertig produziert. Aber wenn das Thumbnail nicht "zündet" und die Leute es nicht anklicken, dann werden sie diesen Inhalt niemals zu Gesicht bekommen.


    Dann die Titel, hier gehen wir also sowohl in den Bereich SEO (Suchmaschinenoptimierung) als auch in den Bereich Meta-Daten, die als Basis für die Vorschlags-KIs helfen können, erste Einstufungen darüber zu treffen, wer eventuell als Zielgruppe für Deine Videos in Frage kommt.

    Chrizz ist vermutlich weder ein Suchbegriff, noch ein ausreichend bekannter Begriff, dass er den prominenten Platz ganz vorne im Titel verdient hätte. Sorry, das ist wichtig, wenn man ein Star ist, nach dem die Leute suchen, aber zur Zeit brauchst Du dafür noch ein wenig mehr, damit "Chrizz" ein solcher, wichtiger Suchbegriff wird. Also denke ich, dass der Titel des Songs da vorne hingehört und danach eventuell der eigentliche Interpret. Auch wenn Du dazu in den fast aussichtslosen Kampf gegen die eigentlichen Urheber antrittst. Die meisten Zuschauer wollen halt bei einer Suche nach diesen Begriffen das Original sehen und daher hat man als Cover-Artist dabei auch nicht die besten Karten.


    Aber die Vorschlags-KI kann diesen Titel so interpretieren, dass Leute, die das Original bereits mehrfach gesehen haben, danach eventuell ab und zu ein Cover zu sehen bekommen, und eventuell auch Deins hin und wieder mal vorgeschlagen bekommen. Ich würde den Titel also trotzdem so aufbauen. Ist "Brass" ein wirklich oft gesuchter Begriff? Vermutlich international mehr als in DE, oder? Möchtest Du international als Zielgruppe anpeilen? Ansonsten wären eventuell "deutschere" Suchbegriff wie "Blasinstrumente" oder die eigentlichen Namen der Instrumente hilfreicher, oder? Aber ich kenne Deine Zielgruppe gar nicht. Da müsstest Du Experimente starten, und danach analysieren, was besser klappt. Eventuell auch mal einen Blick auf andere Channel werfen, die speziell mit Blasmusik-Cover-Versionen erfolgreich sind, falls Du da welche kennen solltest. Du hast mit den Übersetzungen auch die Möglichkeit für verschiedene Länder unterschiedliche Titel und Videobeschreibungen anzugeben und so für diese Länder andere Suchbegriffe und Meta-Daten vorzugeben.


    Das sollte erstmal etwas Input geben, über den Du nachdenken kannst und der vielleicht zu ein paar Änderungen führen könnte, Dinge zu verbessern. Ob und wie das genau für Deinen Kanal richtig ist, kann man von außen aber nur sehr grob sagen. Im Endeffekt musst Du eine Menge Experimente machen, und die Dinge, die gut funktionieren, wiederholen und verfeinern.


    Dazu habe ich jetzt noch gar nicht in Deine Videos hineingeschaut, aber ich habe auch fast überhaupt keine Ahnung von Musik. Hab als 12jähriger mich mal 1 1/2 Jahre abgemüht Trompete zu lernen und bin ganz fürchterlich gescheitert und wohl auch generell total unmusikalisch.

    Vorweg:

    Ich bin kein Anwalt und möchte und darf keinerlei Rechtsberatung geben. Bitte informiere Dich, um verlässliche rechtliche Informationen zu bekommen, bei Fachanwalt*Innen, in diesem Fall für Medienrecht, um Deine Fragen zu Copyright-Bestimmungen zu klären.


    Dann noch als Klarstellung:

    Wir sind kein offizielles Forum von YouTube/Alphabet, niemand hier arbeitet für diese Firmen und wir können keinerlei Hilfestellung jenseits von Erfahrungen, Meinung, etc. geben und schon gar nicht im Hintergrund irgendwas an Deinem Kanal reparieren oder Strikes löschen. Wir sind ein Forum von Creatorn für Creator.


    Es tut mir leid für Dich, dass Du Deinen Kanal verlierst, als Creator kann ich gut nachvollziehen, dass dies nicht nur nervt, sondern einen richtig ärgert und frustriert. Da hast Du also mein Mitgefühl.


    Aber grundlegend macht nicht YouTube die Gesetze, sondern die einzelnen Staaten, in denen YouTube seine Dienste anbietet. Und Urheberrechtsverletzungen sind halt rechtlich nicht nur nicht gestattet, sondern können privatrechtlich angeklagt werden (eigentlich überall auf der Welt) und in manchen Fällen kann das sogar in den Bereich Strafrecht rutschen. Deswegen ist ein Ban bei YT nicht zwingend das endgültige Urteil. Sowas kann abseits von YouTube durchaus noch weitergehen, wenn die Inhaber der Urheber-Rechte Dich eventuell abmahnen oder vor Gericht bringen wollen.


    Und YouTube hat diese Regeln vor allem deshalb auf Druck der Staaten Europas und Amerikas eingerichtet, weil sonst sie für diese Vergehen haftbar gemacht werden. Dann wären sie bereits lange Pleite und wir hätten diese Plattform gar nicht. Sie haben zwischenzeitlich Strafzahlungen in Höhe von hunderten Millionen zahlen müssen, unter anderem wegen solcher Dinge und weil sie diese früher nicht genügend bereinigt haben.


    Ein Copyright-Verstoß ist halt kein Kavaliersdelikt und mehrere davon sind bestimmt nicht besser. Die Drei-Strikes-Regel bei YT erlaubt sogar, dass man sich mal einen Ausrutscher leisten kann, ohne dass man gleich seinen Account verliert. Es gibt obendrein noch eine Verjährungs-Regelung, wenn man sich nach einem Strike drei Monate nichts zuschulden kommen lässt, dann verfällt der vorherige Strike. Da bekommt man also in manchen Fällen noch eine letzte Chance sozusagen. Aber man sollte das auf jeden Fall ernst nehmen.


    Denn wenn der dritte Strike in Folge kommt, ist es halt vorbei, dann möchte die Firma YouTube mit Dir keine Geschäftsbeziehung mehr unterhalten, weil Du Dich als unzuverlässig in Sachen Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der YouTube Guidelines erwiesen hast. Diesen Guidelines hast Du beim Erstellen Deines Accounts in eine Rohfassung zugestimmt, und dazu schickt YT jedem Plattform-User alle paar Monate per eMail Hinweise, falls sich daran was ändert. Und diese Regeln gelten gleichermaßen für alle, auch wenn garantiert noch nicht alle Copyright-Verstöße auf YT gefunden und geahndet wurden. Und übrigens kann ein Ban auf YT auch einen grundlegenden Ban bei allen Google-Produkten (inkl. Android) für diesen und alle weiteren Accounts mit sich bringen, passiert eher selten, wird aber häufiger.


    Aber auch wenn sie gefunden wurden, liegt es halt nicht an YT, ob dies zu Problemen führt oder nicht, sondern an den Inhabern der Urheberrechte. Diese entscheiden, ob sie das ignorieren und tolerieren, ob sie daran mitverdienen möchten (ein sogenannter Claim) oder ob sie die Inhalte gelöscht haben wollen (was dann einen Strike auslöst). Es ist also nicht YT, die Dich hier in den Abgrund ziehen, sondern die Inhaber der Rechte, die Du vorher ignoriert und verletzt hast.


    Ich persönlich wünschte auch, dass bei Strikes auf alte Videos es eine Art Kulanz-Regel geben sollte, dass man nicht instant wegen drei alten Verstößen drei Strikes in Folge kassieren kann und dann gleich raus ist. YouTube bekommt dazu schon seit langem einiges an Feedback aus allen möglichen Creator-Richtungen, aber bisher hat sich da nichts getan.

    3. Was empfählt Ihr mir, was soll ich machen, oder kann ich nichts tun?

    Wie Steve schon richtig schrieb, da kannst Du nichts mehr machen. 3 Copyright-Verstöße oder mehr auf einmal = Ban und da gibt es auch keinen Weg raus. Außer ganz eventuell, Du würdest Dich mit den Urheberrechts-Inhabern der hochgeladenen Fernseh- und Musik-Stücke derart einigen, dass sie die Löschanträge bei YT zurückziehen würden. Die Wahrscheinlichkeit, dass das klappt und Du innerhalb von einer Woche alle Rechteinhaber erreichst und die entsprechend positiv auf Deine Anfrage reagieren, liegt wohl maximal wenige Millimeter über Null. Das Ding ist wohl gelaufen.


    Seit damals hat sich sehr, sehr viel geändert, sowohl was Urheberrechte angeht, als auch die Erkennungssoftware, die solche Verstöße gegen die Rechte anderer heute sehr viel besser entdecken kann. Im ungünstigsten Falle stehen Dir eventuell auch noch Abmahnungen, Unterlassungserklärungen, oder sogar Schadensersatzzahlungen ins Haus. Denn die Tatsache, dass diese Löschanträge gegen Dich bei YouTube eingereicht wurden, deutet darauf hin, dass die Rechte jetzt bei jemanden liegen, der sich heute darum kümmert, auch wenn dies vielleicht jahrelang nicht gemacht wurde. Oft passiert das nämlich dann, wenn die Urheberrechte vor kurzem den Inhaber gewechselt haben und jemand gerade einiges an Geld dafür gezahlt hat, die Rechte an diesen Werken zu erwerben. Und das passiert meistens mit der Absicht, diese Investition in mehr Geld zu verwandeln als man reingesteckt hat. Bleibt für Dich zu hoffen, dass ich falsch liege.


    PS: Ich habe diese Diskussion mal vom anderen Topic abgetrennt, weil es um eine ganz andere Sache geht, als das Thema vom ursprünglichen Beitrag

    Google Podcasts wird eingestellt und sozusagen mit YouTube verschmolzen. Das ist irgendwie derzeit in einer Übergangsphase, in Deutschland ist das noch nicht voll ausgerollt. Soweit ich weiß, gibt es diese Sache im Backend derzeit, aber noch nicht im Frontend. Ähja, dachte ich, gerade sehe ich, dass mein Channel nun auch im Frontend einen PodCasts Tab hat, also scheint das Rollout weiter fortgeschritten zu sein, auch in DE.


    Podcasts sind im Endeffekt derzeit eine besondere Playlist, die auch fast genauso wie eine normale Playlist funktioniert. Und die Podcasts sind hier nicht auf reine Audio-Inhalte beschränkt, man kann auch Videos in eine Podcast-Playlist packen. Ist halt nur so, dass es später, wenn die PodCasts auch in den entsprechenden Audio-Apps ausgespielt werden, ohne Bild funktionieren muss. Viele Videos würden halt nicht wirklich gut funktionieren, wenn man sie ohne Bild anhört. Aber wem erzähl ich das? Damit kennt sich vermutlich kaum jemand so gut aus wie Du.

    Schon wieder gecrashed!

    Gibt es abseits von OBS noch irgendwelche Merkwürdigkeiten oder Abstürze in letzter Zeit? Bei sowas kann auch ein stark verschmutzter oder defekter Lüfter, der dann überhitzte Hardware mit sich bringen könnte, oder ein stark alterndes Netzteil reinspielen. Gründliche Reinigung des PCs von innen kann jedenfalls nicht schaden, zumindest so lange man es nicht völlig falsch macht (Nein, da gehört kein Spülwasser rein und Hochdruck-Puster auf Lüfter gerichtet können Stromfluß erzeugen, der Hardware durchbrennen könnte ;) ) Und ansonsten mal checken, ob alle Lüfter sich noch bewegen oder irgendwo Schleifgeräusche auftreten.


    Falls das auch nicht zutrifft, danach mal durch alle Geräte hindurch Treiber-, und eventuell auch Firmware-/BIOS-Updates durchführen. Eventuell gab es ein Update bei OBS, das neuere Software-Versionen voraussetzt? BIOS Updates bitte nur machen, wenn Du weißt, wie man das genau macht, und was man tun muss, falls das schiefgehen sollte, ansonsten Finger weg davon und jemanden suchen, der das kann.


    Alternativ könnte man auch eine ältere Version von OBS probieren, wenn Du das immer updaten solltest. Manchmal sind die neusten Versionen von solcher Free-Software nicht das Beste für ältere Hardware.

    ABER:

    Drüber ziehen ging jedenfalls schon mal nicht!


    Der Fehler bleibt leider erhalten!


    "Uninstall" mit dem Erhalt der Einstellungen, geht auch nicht ...

    Das spricht sehr dafür, dass der Fehler genau in diesen Einstellungen liegt. Probier mal den OBS Ordner in Appdata/Roaming umzubennen z.B. in "OBS_bug". Danach sollte OBS denken, es wird das aller erste Mal gestartet und einen neuen "sauberen" Einstellungsordner anlegen und mit hoher Wahrscheinlichkeit sollte es dann wieder starten, allerdings halt ohne Deine Settings. Aber nützt ja nichts, wenn diese kaputt sind. Mit einem neuen, blanken OBS kannst Du wenigstens wieder von vorne loslegen, besser als totale Blockade.


    Wenn Du dann alles wieder am Laufen hast, mach danach einfach eine Sicherheitskopie der funktionierenden Einstellungen, nur für den Fall der Fälle, dass es nochmal passieren sollte.

    Ich hab nicht viel Ahnung von OBS, weil ich z.Z. nicht livestreame, und als ich es tat, hab ich einfach die AMD Radeon ReLive Software genutzt, die meine GPU eh dabei hat und meinem Erachten nach gleiche bis bessere Ergebnisse bei weniger Ressourcen-Bedarf geliefert hat zu der Zeit (wird sie wohl heute auch noch).

    Aber die Wahrscheinlichkeit, dass eine Installroutine irgendwelche Einstellungen löscht, ist sehr gering. Fast immer wird dies als Option angeboten, wo man dann einen Haken setzen kann, für "Einstellungen zurücksetzen" oder ähnliches, aber fast immer werden, wenn eine bereits vorhandene Installation vorhanden ist, die Einstellungen beibehalten. Allerdings eine Garantie darauf gibt es keine.


    Du könntest also eine Sicherheitskopie Deiner Einstellungen machen. Diese liegen meistens in C:\Benutzer\DEINBENUTZERNAME\AppData\irgendwas - allerdings ist dieser Order im Normalzustand versteckt. Um ihn einzublenden, gehst Du in den betreffenden übergeordneten Ordner, in diesem Fall also C:\Benutzer\DEINBENUTZERNAME und gehst dann am oberen Rand des Explorer Fensters auf Optionen. Wenn ich mich recht erinnere, ist das unter Ansicht eingeordnet, weiß nicht mehr genau, nutze Win11, da ist es unter dem ... Menu. Da öffnet sich dann ein Fenster namens "Ordneroptionen", dort gehst Du auf "Ansicht" und in der Liste im Fenster scrollst Du etwas runter, bis Du zu dem Punkt "Versteckte Dateien und Ordner" kommst, da aktivierst Du "Ausgeblendete Dateien, Ordner und Laufwerke anzeigen". Wenn Du das jetzt nur für diesen einen Ordner haben möchtest, klickst Du auf übernehmen, falls Du das aber generell für Deinen ganzen Rechner umschalten willst, kannst Du das oben mit "Für Ordner übernehmen" auslösen. Danach solltest Du im Benutzerordner den Unterordner "AppData" sehen können.


    OBS speichert, soweit Google mir das erzählt hat, seine Daten im dann folgenden Unterordner Roaming. Der volle Pfad zu den OBS Daten ist dann also vermutlich C:\Benutzer\DEINBENUTZERNAME\AppData\Roaming\OBS - Wenn Du nun eine Kopie davon irgendwo anders hin speicherst, kannst Du recht sicher sein, dass Du Deine Einstellung von OBS behalten wirst und bei Bedarf wieder zurückkopieren kannst.


    ABER

    Wenn OBS nicht mehr startet, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass eine Einstellung von OBS dies verhindert. Eine Kopie der Einstellungen nach einer Neuinstallation wieder zurückzukopieren, könnte dann also auch diesen Fehler wieder zurückbringen. Genauso könnte es sein, dass eine Neuinstallation ohne zurücksetzen der Einstellungen zum gleichen Fehler führen könnte. Aber das kann man ohne Probieren schlecht sagen. Und ich mit meinen mangelhaften OBS Kenntnissen erst recht nicht.


    Für später, wenn OBS wieder läuft:

    OBS bietet wohl unter "Datei" im Menü direkt Einträge um die Settings-Ordner anzuzeigen.

    Mehr oder weniger zwei unterschiedliche Zielgruppen führen dann auch zu zweigeteilter Beteiligung und halbierter CTR. Und eventuell sogar noch schlimmer, Leuten, die ins falsche Video klicken und sich dort nicht richtig fühlen und sehr schnell wegklicken, das senkt die Average Watchtime und evtl. lassen sie sogar Dislikes da, was dann dazu führt, dass diese Zuschauer Deinen Channel fast gar nicht mehr vorgeschlagen bekommen.


    Ich würde das in zwei Kanäle aufteilen, für jede Zielgruppe einen, und dann wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr viel besser funktionieren.

    Also vorweg, wir sind kein offizielles Forum von YouTube, sondern ein User-betriebenes Forum, von Creatorn für Creator. Niemand hier steht in direkter geschäftlicher Beziehung zu YT/Google/Alphabet und so können wir keine Freischaltungen, Änderungen an Kanälen, Prüfungen, etc. vornehmen. Das offizielle YT-Hilfe- und Support-Forum ist hier zu finden: https://support.google.com/youtube/community?hl=de


    Nach meinem Wissen:
    Für die Freischaltung für die Monetarisierung ist zuerst das Erreichen von 4000 Watchtime Stunden innerhalb von 12 Monaten und 1000 Abonnenten erforderlich. Das ist aber sozusagen nur die Einstiegshürde um zur Prüfung zugelassen zu werden. Danach gibt es eine Prüfung durch menschliche Prüfer, die den Kanal vor allem (aber nicht nur) nach folgenden Regeln überprüfen:

    https://support.google.com/you…sense-programmrichtlinien


    Ich habe mal einen Blick auf Deinen Kanal geworfen. Darum erstmal herzlichen Glückwunsch, dass Du in so kurzer Zeit so enorm gut bei Deiner Community angekommen bist. Da hast Du wohl eine echte Nische getroffen, da würde ich auf jeden Fall weitermachen.


    Das Problem, das ich sehe, in Bezug auf die Adsense Regeln, ist, dass Du nur Bildmaterial lieferst, und Stock-Musik dazu. Beides ist 100%ig okay für YouTube, aber nicht ausreichend für die Prüfung auf Monetarisierung. Das denke ich zumindest. Genaue Details dazu weiß ich aber nicht, da die Prüfer alle unter NDA (Verschwiegenheitserklärung) stehen. Daher bekommt niemand irgendwelche Infos dazu, warum manche Channel angenommen werden, obwohl sie auf der Kante stehen, und manche andere nicht, obwohl sie von außen betrachtet eher okay sein sollten. Meine Vermutung ist, dass Dir eine moderierende Sprache im Video fehlt.


    Ein Satz in den Adsense Guidelines lautet:


    Nicht monetarisierbar sind: "Kanäle mit ähnlichen, sich wiederholenden oder stumpfsinnigen Inhalten, mit geringem Bildungswert, wenig Erläuterung oder kaum verbindender Erzählung"


    Und bei Dir trifft wohl "wenig Erläuterung oder kaum verbindende Erzählung" voll zu, weil Du gar nichts sagst, was Du da tust oder warum Du wann welche Arbeitsschritte unternimmst. Ich bin mir recht sicher, wenn Du Dir ein Mikro kaufst, einfach zu jedem Video vielleicht grob erklärst, was man im Bild sieht, und vielleicht auch, warum Du was wie machst und eventuell ein paar Tipps dazu gibst, wird alles super paletti sein, und vermutlich werden auch die Zuschauer noch viel begeisterter Deinen Content anschauen. Du musst auch gar nicht die ganze Zeit durchquatschen. 1-2 Minuten am Anfang und am Ende etwas Fazit oder so, und dann sollte das schon okay sein. Dann davon noch 10 oder so Videos veröffentlichen, warten, bis diese auch ungefähr so erfolgreich sind, wie Deine aktuellen Videos, und neue Prüfung beantragen. Wichtig ist, dass die aktuellsten und die erfolgreichsten Videos eines Channels wohl am wichtigsten bei so einer Prüfung sind. Du musst also mit den dann neu mit Stimme aufgenommenen Videos ähnlich viel oder mehr Watchtime erreichen.


    Dranbleiben, Du hast da was, was viel mehr werden kann, wenn Du die richtigen Schritte einleitest und noch etwas mehr Zeit in Text und Details investierst.

    Ich speichere meine fertigen Videos und meine Scripte Zuhause auf Festplatten, in der Version, die ich hochgeladen habe. Backups von YT herunterladen habe ich daher noch nie gemacht. Alles, was ich irgendwie für aufhebenswert erachte, das hebe ich dort auf, wo ich selbst Zugriff darauf habe. Das ist aber hauptsächlich dafür gedacht, falls ich mal älteres Bildmaterial oder ältere Infos "recyclen" möchte, was ich aber bisher noch nie gemacht habe, ehrlich gesagt. So liegen hier >5 Jahre Videomaterial und Scripte auf zwei Festplatten, ohne jemals gebraucht worden zu sein.


    Durch den Upload und die danach folgende Komprimierungen von YT, wird die Qualität schlechter. Wenn man also Backups von YT herunterlädt, sind diese Dateien in den meisten Fällen weniger gut als das Original. Daher lieber gleich die Originale aufheben, ohne Verluste.


    Auch als Livestreamer kann man sich jeweils eine Kopie des Streams als .mp4 oder ähnliches abspeichern, in besserer Qualität als der Stream hochgeladen wird. Wenn man also nicht gerade übers Telefon streamt oder sowas, ist auch hier eine lokale Kopie die bessere Variante.


    Wenn wirklich mal etwas mit dem Channel passieren sollte, was technisch bedingt sein sollte, wird YT in den meisten Fällen den Channel wieder herstellen (z.B. bei Hacks). Wenn der Channel gelöscht werden sollte, z.B. weil ich mir drei Strikes eingefangen haben sollte, wäre das a) meine Schuld und b) würde mir dann auch ein Backup nicht wirklich mehr was nutzen.


    Evtl. könnte man dann damit zwar einen neuen Channel anfangen, aber in den meisten Fällen wäre das ein Umgehen des Bans von YT und würde eine sehr große Gefahr bergen, dass man gleich wieder gelöscht wird. Vor allem, wenn man Videomaterial nutzt, das YT bereits bekannt ist, das macht die Erkennung dann besonders einfach. So passe ich lieber auf, dass ich gar nicht erst Strikes bekomme, soweit möglich, dann werde ich vermutlich niemals ein Backup brauchen.

    vermutlich kann ich mich doch nicht darum drücken, es einfach mal selbst auszuprobieren und mich durch einen wust von idiotischen und unverständlichen einstellungsmöglichkeiten zu klicken.

    Wenn Dir etwas idiotisch oder unverständlich vorkommen sollte, kannst Du Dich ja gern mit Fragen dazu wieder melden. Eigentlich ist der Prozess aber relativ einfach und die entsprechenden Eingabemasken auch mit Hilfe-Links versehen, die gar nicht so kompliziert zu verstehen sein sollten.


    Die etwas höheren Mindestanforderungen an die Monetarisierung wurden nach der sogenannten "Adpocalypse" Ende 2016/Anfang 2017 eingeführt. Damals fingen Werbetreibende an YT zu boykottieren, nachdem unter anderem Cola Werbung auf ISIS Enthauptungsvideos gezeigt wurde oder ähnlich abstruse Channel mit Monetarisierung versehen wurden, und so YouTube in den Verdacht geriet, indirekt für Terror-Finanzierung oder andere kriminelle Machenschaften ausnutzbar zu sein.


    Aber ganz ehrlich, wenn man die 1000 Subs und die 4k Watchtime nicht zusammen bekommen sollte, sind die Aufrufe für allen Bezahlcontent eh so niedrig, dass man damit dann nur ca. 20-50 Euro im Jahr verdienen würde. Daher ist eine Monetarisierung unterhalb dieser Zulassungs-Schwelle in den meisten Fällen sowieso eher Mumpitz, der sich weder für YT noch für den Channel-Betreiber lohnen würde.

    Rechtsberatung im Internet kann sehr leicht Anwälte auf den Plan rufen, die einen mit Abmahnungen überziehen.


    Hier wurden in der Vergangenheit besonders oft Forenbetreiber von sogenannten "Selbsthilfe-Foren" aufs Korn genommen. Es gibt dazu aber auch rechtsverbindliche Prozesse, die zu Ungunsten der Forenbetreiber ausgegangen sind. z.B. hier:

    https://hoesmann.eu/laien-duer…ung-im-internet-erteilen/

    hat das Landgericht Berlin einen Forenbetreiber dazu verdonnert, im Wiederholungsfall bis zu 250.000 € Ordnungsgeld zahlen zu müssen.


    Selbst Anwälte dürfen nur unter bestimmten Bedingungen Rechtshilfe im Internet geben, sogar für sie gelten derlei Einschränkungen. Aber es gibt da auch allerlei neue Regelungen, die Ausnahmen definieren, nur wer unter welche Ausnahme fällt und wer nicht, ist oft umstritten und wird dann halt im Einzelfall vor Gericht geklärt werden müssen.


    Hier mehr Infos:
    https://www.billomat.com/magaz…n-rechtsberatung-leisten/


    Um solchen Problemen im Vorfeld aus dem Weg zu gehen, versuche ich meistens direkt darauf hinzuweisen, dass ich keinerlei Rechtsberatung gebe, sondern nur Erfahrungen weitergebe und, dass die Leute sich bei Fachleuten beraten lassen sollen.

    und dann ist es aber eher komfortabel?

    Das sind ein paar Klicks um die Ränge der Mitgliedschaft einzurichten und etwas Texte tippen, um diese zu beschreiben. Dann muss das von YT abgesegnet werden, was aber wohl selten Probleme gibt. Und danach kann man beim Veröffentlichen statt "öffentlich" einfach "nur ab Rang 2 und höher" oder so etwas angeben, und dann wird das entsprechend freigegeben, oder nicht, je nach Zuschauer-Status.



    und die potentielle monetarisierungsoption wiederum setzt aber gewisse besucherzahlen voraus?

    1000 Abonnenten, 4000h Watchtime innerhalb der letzten 12 Monate (=240.000 Minuten), letzteres ist eine sogenannte "rolling number", wenn man also später wieder darunter sinkten sollte, kann man die Monetarisierung auch wieder verlieren. Und eine manuelle Prüfung durch einen menschlichen Prüfer gehört auch dazu, der vor allem nachschaut, ob es "unique" sprich eigener Content ist, oder ob es sich um xfach aneinander kopierte oder von anderen Quellen "geliehene" Inhalte handelt.


    Natürlich gehört auch ein Adsense Konto dazu, mit Bankdaten, Steuernummer, überprüfbarer Adresse. Und mit diesem Konto sollte man vorsichtig sein, weil Adsense darauf pocht, dass man nur ein Konto pro real-existenter Person haben darf, einmal gebannt, siehts schlecht aus. Und natürlich werden dort erzielte Einnahmen auch an die entsprechenden Steuerbehörden gemeldet. Je nach Ursprungs-Ort der Mehrheit der Zuschauer, kann es auch sein, dass man eventuell in den USA ebenfalls Steuern zahlen muss, aber das passiert europäischen Creatorn wohl nur sehr selten.

    Content mit Bezahlschranke läuft als Creator vor allem über die Kanalmitgliedschaft, sprich, wenn Du monetarisiert bist, kannst Du verschiedene Ränge von Mitgliedschaft einführen, die unterschiedlich viel kosten, und dann den Mitgliedern entsprechend ihres Ranges Inhalte freischalten. Dabei gilt fast immer ein 65/35 Sharing der Einnahmen, also wenn Du einen 10 Euro Rang einführen würdest, gingen davon 6,50 € an Dich, auf die Du dann allerdings noch eventuell Steuern zu zahlen hättest.


    Und ob auf einem Content-Piece Werbung läuft oder nicht, liegt weitestgehend auch in deiner Hand. Allerdings erlaubt sich YT auch mal Werbung zu schalten, wenn ein Kanal diese deaktiviert, um ihre Kosten zu decken.


    Wie das mit Google Music läuft, kann ich nicht sagen. Ich vermute, dass es dabei vor allem um Verträge von YT/Alphabet mit großen Publishern geht. YouTube Premium beinhaltet YouTube Music Premium, so weit ich weiß.