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    Ich grüße euch!

    Eines vorweg: Ich möchte natürlich absolut niemandem auf den Schlips treten, wir verfolgen schließlich alle dasselbe Hobby. Und das heutige Thema steht natürlich in keiner Relation zum Content eines Videos.

    Eine Sache, die mich persönlich immer extrem stört, ist das Ankündigen von Intros in einem Video. Also anfangs etwas Vorgeplänkel und dann folgt das bewusste Anmoderieren eines Intros. (Zum Beispiel: "Das alles zeige ich euch nach dem Intro.") - Wozu soll das gut sein? In meinen Augen ist ein Intro etwas für den Wiedererkennungswert eines Kanals, aber keinesfalls ein Content im Video, der beschrieben gehört. Oder hat der Herr Gottschalk jemals etwas gesagt, wie "Den Wettkandidaten lernen wir nach der Computeranimation kennen"?

    Bin ich der einzige, den dieses Detail so sehr stört?
    • 00

    Vor einem Moment

    Hej Du

    Vielleicht hilft dir das weiter:
    Ich denke mal, so erhöht man die Spannung auf das, was nach dem Intro folgt. Man muss halt alles tun, damit die Zuschauer nicht abschalten.... also quasi ein umgekehrter Peter Lustig. ;)




    Byte Inspektor schrieb:

    Nicht, dass wir uns falsch verstehen. Es geht NICHT um das Vorhandensein eines Intros und auch NICHT um eine Einleitung/Anmoderation des behandelten Themas. Daher glaube ich nicht, dass die zwei Sekunden, in denen ein Intro erwähnt wird, irgendwas spürbar an der Watchtime ändern.
    Das Intro selber soll die Watchtime strecken. Also z.B. 30 Sekunden Anmoderation - 10 Sekunden Intro - das eigentliche Video. So hat man sofort ein paar Sekunden mehr. Man kann das Intro natürlich auch ganz an den Anfang setzten, aber das könnte manche verschrecken.
    Ich mag es nicht so, und ich nutze es auch nicht.

    ABER: Es wird in vielen TV Shows und Serien verwendet und auch sehr, sehr viele große Kanäle nutzen diese Verkettung von Kurz-Ansprache -> Intro -> eigentlicher Inhalt

    Wichtiges Thema: A-B Tests
    Und die Sache mit diesen Dingen ist, große Kanäle oder TV Sender machen sowas nicht einfach aus Tradition oder weil sie es halt Kuel finden. Bei solchen Entscheidungen werden entsprechende A-B Tests gemacht. Sprich es wird nahezu gleicher Content erstellt, einmal mit einem Feature, das man betesten will und einmal ohne, und dann werden damit einige zigtausend oder hundertausende Views erzeugt und das Verhalten der User analysiert. Und wenn das allgemeine Userverhalten zu diesen Dingen schlecht wäre, würde dies bei diesen A-B Tests auffallen und man würde es nicht mehr nutzen oder zumindest modifizieren. Oft wird dies dann auch nicht mit einem Video/Content-Piece gemacht, sondern mit 10+, um Fehler auszumärzen. Es wird also gemacht, weil es funktioniert.

    Die Sache mit den A-B Tests ist ein extrem wichtiges Analyse und Content-Planning Tool, dass in den Medien und in der Werbung ganz massiv eingesetzt wird um herauszufinden, welche Sachen funktionieren und welche nicht so gut. Am Ende eines A-B Tests stehen dann genaueste Analysen, die das Nutzerverhalten so genau wie möglich untersuchen. Sowas geht bei YouTube mit seinen extrem umfangreichen Analytics sehr, sehr exakt. Kanäle mit Millionen Usern können so Marktforschungen auf einem Level betreiben, die vor 10-15 Jahren allen Forschern die Freudetränen in die Augen getrieben hätten.

    Es gibt für YT mit TubeBuddy (in der teuren Bezahlversion) eine Software, die solche A-B Tests zB für Thumbnails erlaubt. Da werden dem Tool 2 unterschiedliche Thumbnails gegeben, und das Tool tauscht diese Thumbnails regelmäßig hin und her, so dass am Ende 2 gleichgroße Mengen an Impressions mit beiden Thumbnails erzeugt werden, und dann wird vom Tool genau ausgewertet, welches Thumbnail eine bessere CTR bringt, und auch wie sich dies auf die average Watchtime auswirkt. Da gibt es recht interessante Experimente einiger größerer Kanäle mit. YouTube hat das Interesse an solchen Tests aber bemerkt und arbeitet derzeit in Experimenten an einem eigenen A-B Test Verfahren für Thumbnails, wo wir in 2020 mit einem Rollout für alle Rechnen können. In einem Interview sagte ein YT Mitarbeiter der bei diesem Team arbeitet, dass sie auch über weitere A-B Test Scenarios nachdenken, die sie den Creatorn zur Verfügung stellen wollen, in näherer Zukunft.
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    Nur um es nochmal zu klären, es geht dem TE nicht um den Ablauf ;)

    Byte Inspektor schrieb:

    Nicht, dass wir uns falsch verstehen. Es geht NICHT um das Vorhandensein eines Intros und auch NICHT um eine Einleitung/Anmoderation des behandelten Themas. Daher glaube ich nicht, dass die zwei Sekunden, in denen ein Intro erwähnt wird, irgendwas spürbar an der Watchtime ändern.


    Eine Teilerklärung hast du ja schon in der Antwort von @ZapZockt erhalten ... kurzum, es macht keinen Sinn, ist einfach Quatsch, diese Phrase, das kommt wie so ziemlich alles im YT Kosmos, von den Amis und dann hat sich das sich mal durch die breite Masse eingebürgert.

    Also tl;dr: irwann hat ein Ami sich das ausm TV abgeschaut und darauf haben die deutschen 3 jahre später dann auch cool gefunden und kopiert.
    stop dreaming and overthinking, just start and reach the stars

    ZapZockt schrieb:

    Ich mag es nicht so, und ich nutze es auch nicht.

    ABER: Es wird in vielen TV Shows und Serien verwendet und auch sehr, sehr viele große Kanäle nutzen diese Verkettung von Kurz-Ansprache -> Intro -> eigentlicher Inhalt

    Wichtiges Thema: A-B Tests
    Und die Sache mit diesen Dingen ist, große Kanäle oder TV Sender machen sowas nicht einfach aus Tradition oder weil sie es halt Kuel finden. Bei solchen Entscheidungen werden entsprechende A-B Tests gemacht. Sprich es wird nahezu gleicher Content erstellt, einmal mit einem Feature, das man betesten will und einmal ohne, und dann werden damit einige zigtausend oder hundertausende Views erzeugt und das Verhalten der User analysiert. Und wenn das allgemeine Userverhalten zu diesen Dingen schlecht wäre, würde dies bei diesen A-B Tests auffallen und man würde es nicht mehr nutzen oder zumindest modifizieren. Oft wird dies dann auch nicht mit einem Video/Content-Piece gemacht, sondern mit 10+, um Fehler auszumärzen. Es wird also gemacht, weil es funktioniert.

    Die Sache mit den A-B Tests ist ein extrem wichtiges Analyse und Content-Planning Tool, dass in den Medien und in der Werbung ganz massiv eingesetzt wird um herauszufinden, welche Sachen funktionieren und welche nicht so gut. Am Ende eines A-B Tests stehen dann genaueste Analysen, die das Nutzerverhalten so genau wie möglich untersuchen. Sowas geht bei YouTube mit seinen extrem umfangreichen Analytics sehr, sehr exakt. Kanäle mit Millionen Usern können so Marktforschungen auf einem Level betreiben, die vor 10-15 Jahren allen Forschern die Freudetränen in die Augen getrieben hätten.

    Es gibt für YT mit TubeBuddy (in der teuren Bezahlversion) eine Software, die solche A-B Tests zB für Thumbnails erlaubt. Da werden dem Tool 2 unterschiedliche Thumbnails gegeben, und das Tool tauscht diese Thumbnails regelmäßig hin und her, so dass am Ende 2 gleichgroße Mengen an Impressions mit beiden Thumbnails erzeugt werden, und dann wird vom Tool genau ausgewertet, welches Thumbnail eine bessere CTR bringt, und auch wie sich dies auf die average Watchtime auswirkt. Da gibt es recht interessante Experimente einiger größerer Kanäle mit. YouTube hat das Interesse an solchen Tests aber bemerkt und arbeitet derzeit in Experimenten an einem eigenen A-B Test Verfahren für Thumbnails, wo wir in 2020 mit einem Rollout für alle Rechnen können. In einem Interview sagte ein YT Mitarbeiter der bei diesem Team arbeitet, dass sie auch über weitere A-B Test Scenarios nachdenken, die sie den Creatorn zur Verfügung stellen wollen, in näherer Zukunft.
    Danke für den Hinweis, dass TubeBuddy das kann! Wir haben uns neulich die Pro-Lizenz im Angebot gekauft (<1000 Subs war deutlich reduziert) und hab das echt nicht gesehen, dass man damit Split-Tests machen kann :D

    Steve schrieb:

    Nur um es nochmal zu klären, es geht dem TE nicht um den Ablauf
    Jepp, da bin ich etwas über das eigentliche Thema hinweg gestolpert :D Mein Post oben zielt wirklich mehr auf die eigentliche Anordnung und nicht direkt auf diese Ankündigung, was jetzt kommt, um die es dem TE ging.

    Also zum eigentlichen Thema:
    Diese direkte Ansprache des Intros ist schon schräg. Ich kann mir vorstellen, dass dies für nicht gescriptete Aufnahmen mehr oder weniger eine Eselsbrücke für den Creator sein könnte a la "bitte im späteren Edit hier das Intro einfügen". Für den Zuschauer ist es recht weird. Eventuell könnte es für manchen eine sanftere Einleitung sein, besonders wenn manche vielleicht harte Schnitte, laute Musik und starke Änderungen der Farben und Licht-Verhältnisse mit ihren Intros bringen. Vielleicht (eventuell unbewußt) so eine Art "Bitte nicht erschrecken, ich hau Euch jetzt meine viel zu laute Musik und blitzende Techno-Text-Flug-Animation um die Ohren" ?
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    Ashita no Jonas schrieb:

    Ich denke mal, so erhöht man die Spannung auf das, was nach dem Intro folgt. Man muss halt alles tun, damit die Zuschauer nicht abschalten
    Joa, wenn man denkt, dass man das braucht, kann man ja nicht sooo vom eigenen Content (der in meinen Augen ja eigentlich überzeugen soll) begeistert sein. :D

    Steve schrieb:

    Nur um es nochmal zu klären, es geht dem TE nicht um den Ablauf ;)
    Schön, dass es angekommen ist. :) Ich mache es ja selbst auch nicht anders. Am Anfang erzählen, was heute so im Video so los ist, Intro einleiten, nächste Szene. Finde ich auch völlig ok, solange das Intro (egal ob gut oder schlecht) einfach da ist und nicht extra erwähnt werden muss.

    ZapZockt schrieb:

    Also zum eigentlichen Thema:
    Diese direkte Ansprache des Intros ist schon schräg. Ich kann mir vorstellen, dass dies für nicht gescriptete Aufnahmen mehr oder weniger eine Eselsbrücke für den Creator sein könnte a la "bitte im späteren Edit hier das Intro einfügen". Für den Zuschauer ist es recht weird. Eventuell könnte es für manchen eine sanftere Einleitung sein, besonders wenn manche vielleicht harte Schnitte, laute Musik und starke Änderungen der Farben und Licht-Verhältnisse mit ihren Intros bringen. Vielleicht (eventuell unbewußt) so eine Art "Bitte nicht erschrecken, ich hau Euch jetzt meine viel zu laute Musik und blitzende Techno-Text-Flug-Animation um die Ohren" ?
    Also als Warnung kann ich es aber durchaus akzeptieren. Sehr gute Erklärung. :D


    Ich freue mich auf jeden Fall, dass ich damit nicht ganz allein bin. Vielleicht achte ich als Moderatorssohn auch etwas zu sehr darauf. Für den Satz "Und wie das Wetter morgen wird, verrate ich Ihnen nach der Wettereinleitungsmusik" darf man beim Radio sicherlich beim Chefredakteur antanzen. :D

    Qualität von den Intros selbst ist natürlich ein ganz eigenes Thema. Ich habe meins zwar auch etwas geändert für dieses Jahr (ist aber erst frühestens Mitte Februar zu sehen), allerdings mit den Vorgaben, dass es kurz, einprägsam, leise, frei von Musik sein soll und dem Zuschauer schlicht nicht auf den Sack gehen soll.
Exit