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    Hallihallo!

    Ich werd meinen Kanal noch ordentlich vorstellen, sobald ich bissl Content habe, aber bevor ich welchen einstellen kann, muss ich ein paar Sachen wissen, und da geht es vor allem
    um Copyright-Fragen.

    Mein Kanal dreht sich um Politik und Gesellschaft, ich recherchiere also viel journalistisches Material für meine Beiträge.

    Da ist meine erste Frage:
    Darf ich Zeitungsartikel screenshotten und dann als Auszug bzw. Ausschnitt ins Video einbinden? In US/UK-Videos is das Standard, aber da gibt es ja auch die Fair-Use-Regelung...
    Falls ja, gilt das auch für Inhalte, die sich hinter einer Paywall verbergen? Gelten da andere Regeln?

    Zweite Frage:
    Darf ich filmische Nachrichtenbeiträge (ARD, ZDF, aber auch ABC oder CNN) als Ausschnitt in mein Video einbinden, ohne den Rechteinhaber zu fragen?

    Mir geht es meistens nur um einen Satz oder Absatz bzw. ein paar gesprochene Zeilen, um meinen Standpunnkt zu unterstreichen oder zu zeigen, wo ich bestimmte Informationen herkrieg.
    Wäre unheimlich dankbar für Antworten, denn ich hab speziell zu meinen Fragen bisher nicht viel gefunden, was hilft...


    Beste Wünsche

    Peter Polter
    • 00

    Vor einem Moment

    Hej Du

    Vielleicht hilft dir das weiter:

    https://www.checked4you.de schrieb:



    Filmzitat: Regeln


    Für die Praxis gibt es eine wichtige Ausnahme, auf die sich Filmemacher berufen können, wenn sie fremdes Material übernehmen wollen: das Zitatrecht.
    Das gilt nämlich nicht nur für Texte, sondern auch für andere Werkgattungen.
    Das Filmzitat ermöglicht es Filmemachern, einzelne Passagen aus fremden Filme zu zitieren.
    Allerdings müssen dabei die Regeln des Zitatrechts beachtet werden.
    Die wichtigste Regel ist, dass das Zitat einem bestimmten Zweck dienen muss.

    Man darf keine Filmausschnitte übernehmen, nur weil sie dekorativ sind und optisch gut passen würden.
    Das eigene Filmwerk muss sich mit dem zitierten auseinandersetzen.
    Zitiert werden darf nur in selbständigen Werken, die selbst urheberrechtlich geschützt sind.
    Ein Film, der nur aus Zusammenschnitten anderer Filme oder sonstiger anderer Werke besteht und keinen neuen Zusammenhang begründet, rechtfertigt erst einmal keine Zitate, da es sich nicht um ein selbständiges Werk handelt.

    Bei Videokunst und Musikvideos, die mit „Found Footage“ ­– gefundenem Filmmaterial ­– arbeiten,­ ist es oft schwierig abzuschätzen, ob aus der Neu-Zusammenstellung ein eigenes Werk entsteht oder nicht.
    Eine weitere Bedingung besteht darin, dass das zitierte Werk zumindest schon veröffentlicht sein muss.
    Zitate aus noch unveröffentlichten Filmen sind nur mit Zustimmung des Rechteinhabers zulässig.
    Das Erfordernis eines Zitatzwecks gebietet es normalerweise, dass das Zitat den durch den Zweck gebotenen Umfang nicht überschreiten darf.
    Es wäre also unzulässig, über den benötigten Ausschnitt hinaus aus einem fremden Film zu zitieren.

    Es gibt in Ausnahmefällen das so genannte Großzitat, welches es erlaubt, dass ein Filmemacher ganze Werke – in unserem Beispiel einen ganzen Film – in sein eigenes Werk übernehmen darf.
    Das ist aber nur in einem ganz engen Rahmen erlaubt.
    Ein Beispiel für ein Großzitat ist etwa, wenn ein Filmemacher in einem Dokumentarfilm über die 50er Jahre einen kurzen Werbefilm aus der Zeit vollständig in seinem Film zeigen will.
    Da der zitierte Film an sich schon sehr kurz ist, ist es kaum möglich, nur einen Ausschnitt davon zu zeigen.
    Hier setzt dann das Großzitat an. Der verwendete Werbefilm dient der Erläuterung einer Aussage aus dem neuen Film, indem er den Standpunkt des Regisseurs stützt.
    Der Regisseur setzt sich kritisch mit dem zitierten Werk auseinander und interpretiert es für die Zuschauer.
    Vielleicht hilft das weiter.
    lg
    Meine Präsenzen:
    -> Edelmetallplatz.de | Founder
    -> Silbermatze | on YouTube
    Du kannst so viel Fremdmaterial nutzen, wie Du lustig bist (vorausgesetzt Du willst keine Werbung schalten). Was soll passieren? Naomi Seibt hatte vor ein paar Wochen ein Video zum Klimawandel gemacht, das von Youtube gelöscht wurde. Die Mutter Rechtsanwältin Karoline Seibt hat auf Facebook stolz erzählt, dass sie bei Youtube juristisch interveniert hatte. Das Video wurde wieder freigeschaltet, obwohl es nur so vor Fremdmaterial strotzt wie Hintergrundmusik von Hans Zimmer. Naomi hat kurz nach der Löschung ein Video gemacht "Zensur der Wissenschaft auf Youtube". Du musst nur die Täter-Opfer-Rolle umdrehen ;) Beide haben wohl noch nie was von Urheberrechten gehört, es zahlreiche Gründe für die kurzfristige Löschung gegeben haben kann - und Youtube interessiert Copyright auch nicht wirklich, sonst wäre ihre Plattform wohl nahezu leer.
    Das würde ich jetzt mal nicht so allgemein sagen. Im Zweifelsfall und wenn es wichtig ist, immer einen Anwalt fragen, der sich mit Medienrecht auskennt. "Beratungen" im Internet sind nur höchstens teilweise hilfreich. Und ganz endgültig 100% wissen kann man es eh nur, wenn es am Ende durch alle Instanzen ausgeklagt wurde.

    Grundlegend ist Urheberrecht immer ein privatrechtliches Ding. Sprich ob das verfolgt wird oder nicht, bestimmt der Urheber/Rechteinhaber selbst. Wenn der Urheber sagt "ist mir egal" passiert urheberrechtlich nichts. Aber das ist wohl in den seltensten Fällen zutreffend. Ob ein Werk mit Fremdmaterial dann ein Urheberrechtsverstoß ist oder nicht, kann endgültig nur vor Gericht geklärt werden, was aufwändig und teuer sein kann. Hier zählt wohl auch der Kosten-Nutzen-Faktor sowohl für den Urheber wie auch für den "Zitierenden", nenn ich das mal.

    Darüber hinaus gibt es aber auch die YouTube Guidelines. Das sind YouTubes Hausregeln. Die beschreiben, oft sehr grob, was YouTube nicht auf der Plattform haben möchte. Es gibt da spezielle Regeln zu Reused Content und es gibt Regeln für Copyright Verstöße. Es gibt automatische und manuelle Meldesysteme, wo Leute deren Content verwendet wird, dann bescheid bekommen und selbst entscheiden können, ob sie Content der ihre Rechte berührt tolerieren, oder löschen lassen. Wobei letzteres einen Strike verursacht, 3 Strikes in Kurzer Zeit = Kanal gelöscht.

    Abseits von Copyright-Inhabern kann YouTube aber auch selbst sagen, solchen Content mögen wir nicht, weil uns das Thema nicht passt, oder die Qualität nicht unseren Regeln entspricht, etc. Und hier dürfen sie eigentlich beliebig löschen, oder tolerieren. Wie diese Regeln dann im Einzelfall ausgelegt und angewandt werden, ist aber völlig YouTubes eigene Entscheidung, weil das sind ihre Hausregeln. Niemand hat ein Recht auf einen YouTube Kanal, es gibt kein Grundrecht auf Veröffentlichung auf einer Plattform. Ob YouTube das zulässt oder nicht, liegt völlig in ihrem Ermessensspielraum.

    Es gibt ein Recht auf freie Meinungsäußerung, aber niemand kann gezwungen werden, dass das geäußerte dann auch veröffentlicht werden muss. Es gibt kein Grundrecht, dass jeder daher kommen kann und dieses Recht auf freie Meinungsäußerung in deinem Wohnzimmer oder auf deinem Hinterhof ausüben darf. Denn was in deinem Wohnzimmer passiert oder auf deinem Hinterhof passiert, bestimmst Du, zumindest wenn Du der Besitzer/Inhaber bist. Und so darf YouTube auch entscheiden, was auf der Plattform geduldet wird und was nicht. Zumindest solange es keine anderweitigen Klagen von ausserhalb dagegen gibt, wie zB wegen Beleidigung, übler Nachrede, Geschäftsschädigung, Hatespeech, etc. Da gibt es ja viele Möglichkeiten warum ein Content rechtlich nicht veröffentlicht werden darf.
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    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von ZapZockt

    6 Ungelesener Beitrag

    @KevinReimann
    Na das klingt mir etwas zu sehr nach der Piratenmethode, in der Hoffnung, dass nicht genug wichtige Leute auf den Content aufmerksam werden, um Anwälte einzuschalten.
    Erscheint mir doch etwas zu riskant, da hätt ich mein Geschäftsmodell lieber auf rechtlich soliderem Boden ^^

    @ZapZockt
    Das ist hilfreich. Man darf halt nicht vergessen, dass man sich auf yt auf Privatgelände aufhält.

    Ich denke, mit dem Zitatrecht ist genug Freiraum da, um Fremdvideos (also Schnipsel davon) sinnstiftend in den eigenen Content einzubauen, ohne die Copyright-Besitzer übermäßig zu ärgern. Das ist, worum es mir ging.


    Danke an alle, die geantwortet haben :)
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