Kiznaiver - Anime Review

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Unser großes Mai-Special ist gestartet, sei auch du dabei: Die große YTF Maikäfer-Jagd

    Bewertung:


    Vorwort:
    Kiznaiver (ausgesprochen Kiss-na-iwer) ist ein Anime der anderen Art, die Besonderheit hier ist, dass die Emotionen dem Zuschauer wirklich direkt frontal vorgeworfen werden. Hier zu wird der klassische Archetyp an Story verwendet, wo eine Gruppe Schüler, die sich eigentlich alle fremd sind zu freunden werden. Während der Anfang hier wirklich auch aus jedem anderen Anime mit Schülern stammen könnte, wird es aber schon ab der zweiten Hälfte der ersten Folge ganz anders. Die Geschichte rund um den Hauptcharakter Katsuhira und seinen Mitschülern, die einfach in das Kizna Experiment eingebunden werden zieht direkt in seinen Bann.

    Diese Serie dürften jeden gefallen, dem andere skurrile Schüler-Animes wie z.B. Assassination Classroom, Highschool of the Dead, Daganronpa o.ä. gefallen. Und keine Scheu vor der deutschen Synchro, diese ist wirklich gut gelungen und fängt den Vibe des Originals sehr gut ein.

    Informations-Teil:
    Release: 2016
    Folgen: 12
    Folgenlänge: ~23 Minuten
    Deutscher Vertrieb: Peppermint Anime
    Kostenlos VoD (mit Werbung): watchbox.de/serien/kiznaiver-15171/

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    Geschichte:
    in der fiktiven japanischen Stadt Sugomori City, wird schon seit Langem im Geheimen ein Experiment durchgeführt, welches den Weltfrieden hervorbringen soll. Wovon der Hauptcharakter Katsuhira mit dem die Geschichte beginnt, natürlich nichts weiß. Er selbst kann leider seit einem Unfall in seiner Kindheit, nichts mehr empfinden und wandelt Ziellos und lethargisch durch die Welt. Auch seine Freundin Chitori, die ihn versucht vor allem bösen zu beschützen, weis davon nichts. So gehen sie zusammen am Anfang zur Schule ohne zu ahnen was ihnen noch blüht.

    Dort angekommen trennen sich erstmal ihre Wege, wo Katsuhira dann auf die doch sehr düster wirkende Nori trifft, die ihn auch gleich mal kurzerhand die Treppe runter schubst. Als er wieder zu sich kommt liegt er auf einen Labortisch , und Nori taucht vor ihm auf, die ihm und den anderen 5 Mitschülern über das Geheimnis ihrer Heimatstadt erzählt. Dazu kommt dass die 6 nun alle durch das Kizna System verbunden, welches Schmerz und Gefühle unter ihnen aufteilt.

    Ab dem Moment werden die 6 Kiznaiver durch ein verrücktes Experiment nach dem anderen geworfen. Und nicht nur das, es gilt auch schnell den 7ten Kiznaiver zu finden. So finden die 7 dann näher zu einander und auch die noch dunkle Vergangenheit von Katsuhira tritt immer mehr ans Tageslicht.


    Review:
    Wie ich Eingangs schon schrieb, fängt Kiznaiver ziemlich normal an und man könnte in den ersten Minuten auch glatt daran denken, abzuschalten. Aber HALT!!! Es lohnt sich dran zu bleiben!!! Denn spätestens ab dem Moment, wo sich zeigt das Katsuhira auch keine Schmerzen spürt, merkt man dass man hier nicht das 08/15 Schülerformat vor sich hat. Allein die Situationskomik, dass alle 7 verbunden sind und er der ist der eh eigentlich nichts fühlt, führt zu manchen kuriosen Situationen. Aber nicht nur Katsuhira ist gut gelungen auch die restlichen Hauptcharaktere sind alle sehr eigen und gut gelungen.

    Vom Schläger Tenga, der total taff wirkt nach außen, aber innerlich auch nur ein Mensch ist. Über dem Schulschönling Yuta, dem seine Vergangenheit ein großes unangenehmes Geheimnis ist. Sowie Hisomu dem Masofreak und der durchgeknallten Nico. Geben alle Charaktere ihre persönliche Würze, Selbst Maki die Anfangs wie die typische Streberin wirkt und Chitori, die auch Anfangs recht normal wirkt, passen hier perfekt ins Bild und geben dem ganzen noch mehr Farbe.

    Ja es klingt wie die typische Schulstory mit Schlägern, Strebern und co. die alle zusammen kommen. Aber dem ist nicht so, allein die Geheimnisse der Charaktere, ändern dieses Bild schon stark ab. Aber allen voran hat für mich persönlich, das Experiment zum Weltfrieden, das Kizna System, dem ganzen diese komplett eigene Note gegeben. Ganz besonders zum Ende hin, wo alles aufgelöst wird ... schlägt die Serie einem die Emotionen gerade zu direkt ins Gesicht so, dass man einfach mit fühlen muss. (Nicht so stumpf wie es die ganzen Soaps es machen oder so).

    Ein besonderer Bonus, war für mich als Kind der 90er, der Opener. Denn dieser wird mit einem richtig klasse Trancetrack unterlegt serviert, der einen instant in die 90er zurück versetzt. Allen in allen kann ich Kiznaiver nur empfehlen, auch Leuten die sonst mit skurrilen Schul-Animes nichts am Hut haben, lohnt zumindest mal ein Blick in die ersten 2 Folgen.

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