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    Hallo!

    Wie schaffen Sänger es eigentlich, das keine Poplaute bei Liveauftritten entstehen?
    Da sieht es oft so aus als hätten sie keinen Popschutz?
    Muss man das üben? Gibt es einen Trick? Benutzen sie nicht so gut sichtbaren Popschutz? Playback?
    Vielleicht kann man von ihnen ja etwas lernen, hoffe jemand kennt die Antwort hier im Forum und ist nett sie mir zu verraten !

    Mit freundlichen Grüßen
    IloveBlender
    • 00

    Vor einem Moment

    Hej Du

    Vielleicht hilft dir das weiter:
    Sehr gute Frage!

    Erstmal:
    Du hast vollkommen Recht: Popschutz haben die in der Regel tatsächlich nicht.


    Durch eine etwas entferntere Gesangsposition im Vergleich zum Studiogesang in Kombination mit der Gesangstechnik (die man schlicht und ergreifen üben muss, live Gesang funktioniert ganz anders als im Studio) lassen sich so Plosiv-Laute in der Regel ganz gut vermeiden. Der Typ am Mischpult nimmt die entsprechenden Frequenzen live auch in der Regel ein wenig mehr zurück als im Studio.

    Dazu kommt, dass ein Sänger auf der Bühne nicht nur für den Gesang zuständig ist, sondern in der Regel händisch eine Kompression macht (das läuft dann über den Abstand zum Mikrofon, deswegen halten die Sänger/innen in der Regel die Mikrofone immer mal näher, mal weiter weg).

    Auch sind meist die Mikrofone völlig andere. Die Studio Mikrofone sind in der Regel deutlich sensibler als die Live-Mikrofone.

    Kleine Fehler fallen dann zusätzlich durch die live-Lautstärke auch nicht so auf, wie im Studio, wo man jedes bisschen an Fehlern sofort hört.


    Aber den Löwenanteil beim Vermeiden der Plosiv-Laute, das hast du sehr richtig vermutet, leistet tatsächlich der Sänger / die Sängerin. Und der Trick, den du hier suchst ist schlicht und ergreifend: Übung & Technik.
    Kennt ihr eigentlich schon das "Stylophone"?
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    Bohni schrieb:

    @Semu du kennst dich wahrscheinlich ein wenig besser aus mit dem Thema, aber...

    Ist nicht mehr oder weniger der einzige Unterschied zw. einem Shure SM57 und einem SM58, dass das SM58 diesen Ball obendrauf hat, der ja eigentlich nichts anderes als ein Popschutz ist. ?
    Das ist richtig. Bei den Gesangsmikrofonen ist durchaus ein kleiner Pop-Filter eingebaut. Der funktioniert aber vor Allem deshalb, weil man automatisch weiter weg ist von der Kapsel, und das Gitter ein klein wenig mehr abfängt als das beim sm57. Ein vollwertiger Popschutz ist das aber nicht. Helfen tut es aber ein wenig (das wäre dann ein Teil des "zum live singen ausgelegt"). Und so ganz der einzige Unterschied ist es nicht, wenn auch der Größte. Die Frequenzbereiche sind durchaus, genau durch den Ball, ein klein wenig unterschiedlich, wenn auch nicht sehr viel. Es gibt aber durchaus Sänger, die das SM57 zum live Singen nehmen, weil das SM58 denen zu viele Hochfrequenzen weg schneidet, und der Nahbesprechungseffekt beim SM57 durch den geringeren Abstand größer ist.

    BTW @IloveBlender kannst du dir mit nem Kleiderbügel (die, die aus Metal sind, und sich biegen lassen) und einer feinen Strumpfhose sowas auch selber bauen. Sieht kacke aus, ist aber kein Stück schlechter als die, die man kaufen kann ;)

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    Die Form, zB bei den Shure Mikros, hat nichts mit dem Popschutz, sondern der Richtcharakteristik zu tun, äh, und die haben auch keinen eingebauten Popfilter, das Gitter schützt lediglich die Membran. Jeglicher "Popvermeidungseffekt" wäre kontraproduktiv für ein Mikrofon, erst Recht für ein günstig gebautes. Die Kugelform des SM58 hat auch nichts unmittelbar mit dem Frequenzbereich zu tun, sondern wie angedeutet damit, dass es ein Mikrofon mit Kugelcharakteristik ist (eigentlich eine als Kugel getarnte Niere, aber das führt jetzt zu weit).

    Die Richtcharakteristik bestimmt vornehmlich, aus welcher Richtung der Ton erfasst wird. Das Sure SM58 ist entsprechend ein gut für den Livegesang geeignetes Mikro, da es im Grunde rundum erfasst. Das SM57 sieht anders aus, weil es eine Nierencharakteristik aufweist und für völlig andere Zwecke vorgesehen ist, hauptsächlich für das Abnehmen von Instrumenten. Das würde Poplaute auch viel stärker als ein SM58 übertragen, nicht zuletzt weil es empfindlicher ist und für Sprache oder Gesang nicht wirklich geeignet ist. Damit wären wir beim Thema - wer ein SM57 Nierenmikrofon für den Livegesang verwenden würde, müsste sich schon fragen lassen, was er sich dabei eigentlich denkt und ob er weiß, was er da tut (die Frage könnte ich ihm allerdings beantworten...)

    Oh, und einen Poppschutz aus ner Strumpfhose basteln ist so die klassische Notfall-Lösung, wenn kein richtiger Popschutz da ist. Dass das "kein Stück schlechter" sei, würde ich so aber nicht unterstützen ;) Auch wenn ich gestehen muss, auch mal eine EP so eingesungen zu haben :D

    Der Abstand zum Mikro ist allerdings nun wirklich keine "händische Kompression", das ist schlicht albern - Du kannst doch den Abstand vom Mikro nicht mit dem Bearbeiten des Dynamikumfangs eines Audiosignals vergleichen.

    Sänger bemühen sich allgemein meiner Erfahrung nach überhaupt nicht, Popplaute zu unterdrücken - das machen vielleicht reine Studiosänger und Synchronsprecher, aber keine Sänger. Im Studio gibts dafür nen Popschutz, live geht's eh unter. Der Abstand zum Mikro variiert auch nicht um das Signal in irgendeiner Weise zu manipulieren (wie sollte das auch gehen...), sondern weil man halt nun mal unterschiedlich laut singt und der Mischer nicht jedes Mal nachpegeln kann, nur weil Du erst leise säuselst und dann in die Pille brüllst wie Bock. Also geht der erfahrenere Sänger zugunsten des Klangbilds bei lauteren Passagen ein Stückerl vom Mic weg.

    Klar gibt's live Poplaute, die aber von der Band und der Geräuschkulisse überdeckt werden, mehr Geheimnis gibt's daran nicht. Hört man genau hin, hört man die auch, besonders bei Amateurbands, und insbesondere beim Soundcheck. Nix ist schöner als megalaut "Pa Pa Paaaa Papagana Pumpernickl" in den leeren Konzertsaal zu brüllen, während der Mischer hektisch den Bass runterpegelt :D Man spricht sich ja mit dem Mischer auch ab, wie das Klangbild sein soll, er kann also unter Umständen nicht mitten im Song den Bass rausdrehen, der für Explosivlaute ein Problem ist, ebenso kann er nicht einfach so die hohen Frequenzen abschneiden ;) ), da kann man also ohnehin nicht so viel machen. Über eine größere P.A. verliert sich das ohnehin, und die Liveinstrumente ballern jeden Poplaut ins Vergessen. Man singt darüber hinaus auch weicher als man spricht, insbesondere wenn man englisch singt.

    Sorry @Semu, bei aller Sympathie, das war irgendwie nix außer dem berüchtigten, gefährlichem Halbwissen, und Einiges auch fachlich nicht zutreffend - außer einer Sache:


    Semu schrieb:

    Und der Trick, den du hier suchst ist schlicht und ergreifend: Übung & Technik.

    Für reine Sprecher wie eben bei Vlogs, Let's Plays usw kann man das natürlich ein kleines bisschen üben, aber ein Popschutz ist anzuraten. Haben ja die meisten Headsets, Lavaliers usw ohnehin schon im Lieferumfang, und für ein stationäres Mic kann man die 10 EUR ja ausgeben :)
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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Litharien

    Litharien schrieb:


    Das würde Poplaute auch viel stärker als ein SM58 übertragen, nicht zuletzt weil es empfindlicher ist und für Sprache oder Gesang nicht wirklich geeignet ist. Damit wären wir beim Thema - wer ein SM57 Nierenmikrofon für den Livegesang verwenden würde, müsste sich schon fragen lassen, was er sich dabei eigentlich denkt und ob er weiß, was er da tut (die Frage könnte ich ihm allerdings beantworten...)
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    Disclaimer: Kann Spuren von Ironie enthalten.

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    Hab mir jetzt die Finger wund gegooglet, um mal wirklich zu schauen, ob ich da so verkehrt denke, aber...da muss ich dir dann, auch von meiner Seite aus bei aller Sympathie, doch bei einigen Dingen widersprechen ^^

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    Ist eine Erklärung über die Unterschiede des Mikros direkt vom Hersteller. Im Prinzip sind das identische Mikrofone, vom Korb mal abgesehen.
    Deckt sich auch mit den Erfahrungen in diversen Musikerforen, sowie meiner eigenen in diversen Studios (wo auch ne Menge Live-Musiker ein und aus gingen).
    Das SM57 wird sogar sehr häufig als Gesangsmikrofon aufgeführt und ist auch in diversen Gesangsmikrofon- Vergleichstest oft eins, das mit aufgeführt wird. Tendenziell werden die wohl vor Allem im Rock- und Hip Hop Bereich gern für den Gesang benutzt. Je nachdem wie gut der Sänger das drauf hat mal mit, mal ohne Poppschutz. Dass die ursprünglich in der Form nicht dafür gedacht waren, da gebe ich dir vollkommen recht. Der Vorteil des SM57 liegt halt darin, dass man näher ran kann, der Nachteil, dass es durch den Korb anfälliger für Plusivlaute beim Gesang ist, was live ohne popp Schutz mehr vom Sänger abverlangt an Technik und Übung. Es gibt jedoch ne Menge Sänger die das für den größeren Klangspielraum in Kauf nehmen (die Mikrofone klingen ja je nach Entfernung nun mal ein wenig anders, viele Sänger möchten auf den Nahbereich da nicht verzichten bzw spielen auch mit dem Klang des Mikrofons, und nicht nur mit der Stimme)
    Gibt auch unzählige Vergleichstest. Wirklich groß unterscheiden die sich nicht, außer eben in genau dem Punkt.
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    Das mit der händischen Kompression ist in Musikerkreisen natürlich quatsch ^^ Die Grundidee "leises lauter machen, lautes leiser machen", bzw. den Dynamikbereich der Stimme nicht 1:1 aufs Mikro zu übertragen, trifft es aber, darum gings mir ^^ Das man das nicht 1:1 vergleichen kann ist mir auch klar ^^ Hab aber grad oben gesehen, dass ich das tatsächlich ein wenig zu stark vereinfacht habe, deswegen hier nochmal ein klein wenig genauer:
    Es geht natürlich nicht nur um die reine Lautstärke und Entfernung, sondern vor Allem um die Position die hier entscheidend ist (das war oben tatsächlich mit "Entfernung" beschrieben, nicht mit "Position", was richtig gewesen wäre). Viele Sänger nehmen bei härteren Lauten durchaus eine etwas andere Position ein, damit die Pop-Laute da am Mikro möglichst vorbei gehen, und sich so die Signale etwas angleichen (also Plusivlaute nicht poppen, das Signal an sich höher gedreht werden kann, da der Dynamikumfang hier nicht so groß wird). Andere nutzen auch Techniken, sowohl bei Gesang wie auch beim Sprechen. Meist is es ein Mix aus beidem. Machen nicht alle Bands und Sänger, gebe ich dir vollkommen recht, aber es gibt ne Menge Sänger, die da an ihrer Technik arbeiten, und das Plusiv-Laute minimieren nahezu perfektioniert haben (was im Übrigen ne Menge Vorteile mit sich bringen kann, gerade wenn die Musik etwas ruhiger ist, sind Popp Laute ein No-Go, und viel Dynamik in der Stimme, aber wenig im Audiosignal Gold wert, die richtige Positionierung kann hier wirklich einen großen Unterschied ausmachen). Ich kenne sowohl Live Sänger, die da sehr viel Wert drauf legen, wie auch Sänger, die sich da noch nie auch nur Gedanken drum gemacht haben.
    Ich selber übe das auch seit dem 4. Musikvideo, da habe ich bei der Aufnahme bereits gemerkt, dass sich da einiges verbessern lässt, wenn man technisch in die Richung ein wenig übt. Wirklich gut kann ichs noch nicht, bin dann oft doch noch ein wenig Übungsfaul, aber verbessert hat sich das ganze die letzten Monate bereits, ich Pegel heute schon deutlich schärfer ein, was dem Audiosignal durchaus zugute kommt, weil die Popplaute kein so großes Problem mehr sind wie am Anfang, und einfach...ja...mehr "Platz" im Audiosignal für die Stimme ist, mal ganz doof aufgedrückt. Bei meinem Mikro reichen hier teilweise schon minimale Kopfbewegungen aus, um die Plusivlaute, die sich beim Gesang nicht vermeiden lassen an die Stimme anzupassen.
    Ab und an versuch ich das zu Übungszwecken auch ganz ohne Poppschutz, dafür reichts aber noch nicht. Weniger hörbare Plosivlaute sinds aber schon im Vergleich zu vor paar Monaten, trotz schärferem Pegel.
    Ich dachte schon ich bin wahnsinnig nach deinem Post, jag mir nicht so einen Schrecken ein :p
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    Das mit dem Mixer im Live Einsatz hätte ich klarer formulieren können. Natürlich pegelt der nicht ständig nach während dem Live Einsatz, und verbringt das Konzert damit DJ mäßig die popp Laute jedes mal manuell zu regeln. Das wird natürlich vor dem Konzert im Soundcheck angepasst. Es gibt nur wie gesagt Sänger, die diese Anpassung an die Popplaute nicht bzw. weniger nötig haben, da sie mit Gesangstechniken und bewusster Positionierung arbeiten, und die bereits vor dem Audiosignal damit minimieren, was einfach gewisse Vorteile mit sich bringt.
    Den Unterschied hört man im Publikum oft kaum, da gebe ich dir recht. Allerdings hört man ihn dann, wenn man eben nicht genau vor der Bühne steht:

    - Etwas abseits des Geschehens
    je nach Location und Position, hab ich so erst vor 2 Wochen selbst erlebt, vor der Bühne alles paletti, etwas weiter hinten seitlich wars bereits störend fürs Gesamtbild. War n relativ kleiner Auftritt mit schätzungsweise 500-800 Zuschauern, und natürlich nicht die beste Band. An sich gute Sänger die genauer auf den Punkt singen kaschieren das sicher noch besser als bei dieser Band. Bessere Tontechniker sicherlich auch noch. Jedoch ist fast alles, was man irgendwie kaschieren muss natürlich auch ein Qualitätsverlust, der sich vermeiden lassen könnte

    - Bei der Aufnahme eines Live-Albums
    Habe ich ebenfalls mehrfach selbst erlebt. Die Qualität des fertigen Produktes leidet darunter.

    - Bei Übertragung über ein Medium
    Sei es TV, Stream, Auftritt beim Radio, was weiß ich was es noch alles gibt. Gut, hier kann man in vielen Situationen auch mit Poppschutz arbeiten. Schränkt einen halt im Bezug auf die Nutzung des Mikros ein. Gerade bei Dynamikmikrofonen ist die richtige Entfernung, unabhängig von der Lautstärke, der Schlüssel zum Klang. Wenn man hier in der Lage ist das wirklich auszunutzen kann das ne Menge ausmachen.
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    Was den Poppschutz aus der Strumpfhose angeht: Hab den Strumpfhosen Poppschutz nie selber getestet, hätte ich wohl auch dazu schreiben sollen ^^ Ob schlechter oder nicht kann ich nichts aus eigener Erfahrung sagen, müsste man mal testen, vielleicht gebe ich mir den Spaß irgendwann mal :D Kann aber sehr gut sein, dass das nicht gleichwertig ist. ^^
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    Das mit der Rundumerfassung stimmt im übrigen nicht (wobei ich mir auch nicht sicher bin ob ich das hier richtig verstanden habe in deinem Text)
    Habe selber ein 565SD hier (Vorgänger des SM58, sind sich sehr sehr ähnlich). Wenn ich da nur paar cm zur Seite gehe, verändert sich schon sehr stark der Klang.
    Klangcharakter hat 2 SM58 zu Hause rumfliegen, die hab ich ebenfalls mal getestet, um die mal mit meinem zu vergleichen (meins hat etwas mehr Höhen, das SM58 etwas mehr tiefen, ansonsten sind die ziemlich identisch, der Bewegungsradius den man als Sänger hat war hier auch ziemlich identisch)
    Lustige Anekdote an der Stelle: Ich bin ja was sowas angeht n Nerd, ich hab sogar beide SM58 untereinander verglichen. War völlig sinnlos, aber man weiß ja nie, ich bin ja neugierig ^^
    Hab mich im übrigen auch nochmal eben hingesetzt und das mit nem "Beyerdynamic M88 TG" getestet, dass ich hier ebenfalls vom Klangcharakter zum rumprobieren rumliegen habe. Ist bei dem nicht anders, wobei der Spielraum hier gefühlt ein ganz klein wenig anders ist. Habs aber jetzt nicht mit nem Geodreieck ausgemessen ob da wirklich ein Unterschied besteht. Wenn einer da ist, ist er auf jeden Fall sehr gering.
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    Zum Schluss noch der Vollständigkeit halber:
    In dem Punkt, dass ein Popschutz in dem Falle hier anzuraten ist, stimme ich dir zu, die 10 Euro sind gut investiertes Geld dafür...selber bauen, ob nun schlechter oder nicht in der Qualität, ist die 2,50€ Ersparnis in beiden Fällen nicht wirklich wert ;)
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    Meine Aussagen zu den Richtcharakteristiken und Verwendungszwecken der Mikrofone sind vollständig zutreffend. Dass eine als Kugel gebaute Niere zwar rundum aufnimmt, aber nicht rundum gleich laut aufnimmt, versteht sich von selbst, und dass es ein paar Genies gibt, die ein Overhead als Gesangsmikro nehmen und sich demzufolge dazu auch Videos finden lassen, ist ebenfalls klar. Zu cleveren Menschen mit Ahnung von Equipment macht das die entsprechenden Leute dennoch nicht.

    Nimm Dein SM57 zum Singen, wenn's Dich glücklich macht, die erfahreneren Leute nehmen halt für den nahezu gleichen Preis das SM58, das für Gesang geeignet ist oder gleich ein richtig gutes Mikro.

    Der Rest scheint mir oder mehr minder meinen Aussage zuzustimmen. Macht auch Sinn - ich hab SO viele Jahre auf Bühnen, in Studios und in Proberäumen verbracht, ich weiß in diesem Punkt schon, wovon ich rede.

    Dein Widerspruch, dass meine Aussagen nicht korrekt sein, ist hiermit abgelehnt ;)
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    Litharien schrieb:

    Meine Aussagen zu den Richtcharakteristiken und Verwendungszwecken der Mikrofone sind vollständig zutreffend. Dass eine als Kugel gebaute Niere zwar rundum aufnimmt, aber nicht rundum gleich laut aufnimmt, versteht sich von selbst, und dass es ein paar Genies gibt, die ein Overhead als Gesangsmikro nehmen und sich demzufolge dazu auch Videos finden lassen, ist ebenfalls klar. Zu cleveren Menschen mit Ahnung von Equipment macht das die entsprechenden Leute dennoch nicht.

    Nimm Dein SM57 zum Singen, wenn's Dich glücklich macht, die erfahreneren Leute nehmen halt für den nahezu gleichen Preis das SM58, das für Gesang geeignet ist oder gleich ein richtig gutes Mikro.

    Der Rest scheint mir oder mehr minder meinen Aussage zuzustimmen. Macht auch Sinn - ich hab SO viele Jahre auf Bühnen, in Studios und in Proberäumen verbracht, ich weiß in diesem Punkt schon, wovon ich rede.

    Dein Widerspruch, dass meine Aussagen nicht korrekt sein, ist hiermit abgelehnt ;)
    Also erstmal vorweg: Ich nutze kein SM57, sondern in der Regel das 565SD, und momentan eben das Beyerdynamic, weil das nochmal deutlich bessere Ergebnisse erzielt für mein Empfinden. Ich bin auch selber kein Fan von der Gesangsmikrofonierung durch das SM57 oder vergleichbaren Mikrofonen und empfand es selber bei den Studios und Bands wo ich jahrelang unterwegs war auch immer als falsch (subjektiv vom Gefühl her).

    Das Ergebnis hingegen, das ist was, was ich in diversen Studios gelernt habe, das ist deutlich unklarer. Das Audiosignal was aus beiden Mikros rauskam unterschied sich kaum voneinander und es war kaum möglich zu sagen, welches der Mikros verwendet wurden (außer es gab eben einen starken Nahbesprechungseffekt, den man eben bei vielen Instrumenten auch nutzt, den bekommt man mit dem SM58 ja so nicht hin). Die Tontechniker damals (ich war da als Songwriter aktiv, habe bei den technischen Sachen also eher zugeschaut, und nicht selber aufgenommen), haben das in der Regel bei jedem Sänger einzeln mit allen verfügbaren Mikros durchgetestet, wenn der Sänger nicht sein eigenes dabei hatte, und darüber singen wollte. Meist waren es am Ende die für den Gesang optimierten, aber es gab immer auch Fälle, wo völlig andere Mikros doch besser klangen, entgegen der Erwartungen. Wenn ich selber am Mikro unterwegs bin nutze ich aber eigentlich immer Mikros, die auch für den Gesang gedacht wurden. Habe bei mir selber noch keine alternative Mikrofonierung gefunden, mit der ich persönlich genau so zufrieden war, wie mit den üblichen Verdächtigen für Gesang.

    ----


    Im live-Einsatz habe ich das SM57 beim Gesang jetzt nie selber bewusst vor Ort erlebt, selber drüber gesungen habe ich auch noch nicht. Aber z.B. die Dandy Warhols nutzen das gerne mal für den Gesang (aber nicht immer, hab ich aber schon bei diversen Live-Shows gesehen), sowie Motörhead (da sogar wohl ausschließlich). Einige andere wurden auch genannt, hab da aber auf die Schnelle keine wirklich glaubwürdigen Aussagen gefunden, bei denen ich jetzt guten und reinen Gewissens sagen würde "ist wirklich 100%ig so". Ist aber von auszugehen, dass es da noch ne Menge anderer Künstler gibt. Ich persönlich mag im übrigen auch das SM58 nicht wirklich gerne, wenn ich selber singe, bzw würde da selber auch eher zu anderen greifen ;)

    Wie gesagt, meine erste Wahl als Sänger wäre das SM57 sicher nicht, ich fänd es vor Allem sehr komisch, über so ein Mikro überhaupt zu singen. Kann aber aus meiner Studio-Zeit sagen, dass es immer mal wieder Situationen gab, wo das tatsächlich dafür genutzt wurde, und das in mehreren Studios (über längeren Zeitraum war ich hier nacheinander in 3 Studios unterwegs). Meine erste Wahl, von denen, die ich jetzt in meinem Leben bisher intensiv selber genutzt habe wäre aber eher das "Beyerdynamic M88 TG" (wirklich hochpreisige Mikros mal ausgenommen, die hatte ich aber ohnehin nie lange genug in Gebrauch, um da wirklich urteilen zu können, welches mir da persönlich liegt, wie gesagt, war da nicht der Sänger, sondern primär Songwriter, ab und an auch mal Gitarrist). Ich denke entscheidend ist hier eher die Stimme des Sängers, und wie gut die mit den jeweiligen Mikrofonen harmoniert. Und da hab ich echt schon teilweise die wildesten Kombinationen gesehen, die nicht dem üblichen Setup entsprechen. Ich würde aus meiner Erfahrung heraus, egal was ich machen will, keins der vorhandenen Mikros ausschließen, und bei jedem Sänger alle durchprobieren, die da sind, egal wie abwegig sie sein mögen. Es gibt, häufiger als man denkt, Stimmen, die genau dadurch nochmal aufgewertet werden.

    Ich denke, im Großen und Ganzen sind wir uns da schon ziemlich einig, wir verrennen uns hier grad wohl eher in einem Detail, bei dem es am Ende ohnehin kein richtig oder falsch geben wird, weil das ohnehin jeder kreative Mensch anders macht und immer auch ein wenig anders sehen wird. Ich für meinen Teil würde das SM57 jedoch nicht ausschließen, um Gesang zu Mikrofonieren, würde es aber natürlich auch genausowenig als erste Wahl betrachten, ohne nicht die anderen vorhandenen alle durchgetestet zu haben. ^^

    Und das mit den Rundumaufnahmen haben wir dann ja auch geklärt. Hätte mich auch gewundert, wenn in dem Punkt mein Verständnis von deinem Text korrekt gewesen wäre.
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    Grundsätzlich gibt es ja in der Musik nicht wirklich Richtig oder Falsch. Und was meistens schlussendlich zählt ist die Musik. Wenn ich zum Beispiel meine Stimme mit meinen Kopfhörer aufnehme und das Endergebnis passt, spielt das ja letzt endlich keine Rolle.

    Und ihr schreibt hier Bücher über den "riesen" Unterschied zwischen SM57 und 58 obwohl es in dem Thread eigentlich um Popschutz geht...
    Disclaimer: Kann Spuren von Ironie enthalten.

    Youtube: Epic Rap Beats
    Webseite: EpicRapBeats.com
    Ging ja ein Stückweit auch um Techniken um Plusivlaute zu vermeiden, der Teil war da durchaus noch Topic. Das mit den Mikros ging dann doch ein wenig zuweit vom Thema weg, gebe ich dir recht @Bohni

    Sollten wir bei Bedarf wohl per PN fortführen die Diskussion. Wobei ich da deine Worte eigentlich auch als schönen Abschluss empfinde. ^^

    Was ich von dem Klangbeispiel der Socke halten soll weiß ich ehrlich gesagt noch nicht ^^ Aber zum mindest über die sehr schlechten Boxen über die ich gerade mal reingehört habe, konnte ich da keine großen Probleme feststellen (weiß allerdings auch nicht, ob man die mit den Boxen hier raus hören könnte ^^)

    Ich hoffe aber, die Socke war sauber :D
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